„In Wien hat sich seit hundert Jahren nichts verändert, nur der Kaiser kommt nicht mehr.“
Fritz Molen
Wien hat 1,9 Mio. Einwohner (Quelle: http://www.wien.gv.at, Stand 2024) und alle waren in unserer S-Bahn auf dem Weg nach Floridsdorf, Distrikt 21, Wien. Bewegen? Unmöglich!
Der Hauptbahnhof ist groß, trotzdem gut durchdacht und wir finden sehr schnell die korrekte Verbindung. Dank Google-Maps wissen wir genau welche Verbindung wir nutzen müssen.
Gleich am ersten Tag laden wir uns die kostenlose App „WienMobil“ runter. (Danke für den Tipp, Mia) Wir haben uns über die App ein 72-Stunden-Ticket für Wien gekauft welches uns 17,10 € p.P. kostete. Mit diesem Ticket können wir alle Verkehrsmittel in Wien nutzen. Das hat sich gelohnt, da einige Attraktionen sehr weit auseinander liegen. Wir laufen zwar sehr gern und viel, doch da wir einiges sehen wollen, nutzen wir in Wien auch die gut ausgebauten Bahnen. Das Ticket gibt es auch für 24h und 48h.
Am nächsten Tag starten wir unsere Wien-Erkundung. Wien ist die Hauptstadt Österreichs und wirkt wie ein geschichtsträchtiges Märchen, eingebettet in eine Kulisse aus prunkvollen Palästen und barocken Kuppeln an jeder Ecke. Wir wollen zum Naschmarkt, um dort zu frühstücken. Die gepflasterten Straßen, sowie die Hauswände zeigen die Vergangenheit Wiens durch Kränze und Tafeln mit wichtigen Persönlichkeiten und Geschichtsausschnitten. In den Cafés tobt die Gegenwart und das Leben.

Von Mia bekommen wir Tipps aus erster Hand, die restlichen Must-Dos suchen wir uns im Internet zusammen. Alles was wir sehen und machen wollen wird auf Google-Maps markiert, so haben wir einen kleinen Fahrplan für den ersten Tag. Wir lieben es spontan und planlos loszuziehen, damit haben wir viele gute Erfahrungen gemacht. Bei vier kurzen Tagen nutzen wir dennoch gern diese Art. Die Hofburg durchschlendern wir, vorbei an dem Sisi-Museum und bekommen einen ersten Eindruck von den fürstlichen Gebäuden Wiens.
Frisch gestärkt auf dem Naschmarkt, wandern wir weiter zum Karlsplatz. Majestätisch thront die Karlskirche über den Platz. Der Anblick begeistert. Da wir im Winter da sind, ist der Platz wie ausgestorben, einzig ein paar Zelte der Obdachlosen befinden sich zwischen den Hecken des Parks. Bei -8 Grad sind wir froh zu sehen, dass diese leer sind und es Notunterkünfte gibt. Mia sagt, im Sommer ist hier die Hölle los. In ganz Wien gäbe es Kultur-Festivals für groß und klein.

Wir gehen nicht in die Karlskirche, da uns der Eintrittspreis von 9,50 EUR zu teuer ist und wir noch einige andere prunkvolle Kirchen kostenlos betreten werden.
Wir ziehen weiter durch die verwinkelten Gassen der Altstadt. Der Stephansdom ragt imposant empor und überall riecht es nach frischem Kaffee. Spätestens im Café Mozart, an der Wiener Oper, erleben wir die Wiener Kaffeehauskultur mit duftenden Symphonien zu netten Gesprächen. Hier probieren wir ein kleines Stück Sachertorte und Punschkrapfen. Beides bekannte Delikatessen in Wien.
Das Schloss Belvedere erreichen wir gegen Abend. In den Schlossgarten kommen wir ohne Eintritt. Das architektonische Juwel ist auch von Außen ein Blickfang. Der Garten ist gesäumt von kunstvollen Statuen. Ein schöner kultureller Abschluss für diesen Tag.
Auf dem Rückweg zur Unterkunft, machen wir einen Abstecher in die Neubaugasse. Hier trifft die alte Kultur Wiens auf die Moderne. Wer gern shoppen geht, ist hier genau richtig.
Der nächste Tag führt uns zum imposanten Schloss Schönbrunn. Eine Bekundung kaiserlicher Pracht. Der opulente Park und der beeindruckende Blick über Wien lassen erahnen, warum dieser Ort als Sommerresidenz der Habsburger gewählt wurde. Wer Natur und Pflanzen liebt, sollte sich auch das Palmenhaus anschauen. Dann wird es Zeit unser Geschenk einzulösen.

Zugegeben, wir hätten keine Schifffahrt auf der Donau gebucht. Um so mehr freuen wir uns über die CityCruise-Tour. Hier haben wir die Möglichkeit noch einen Blick auf die Müllverbrennungsanlage zu werfen, welche durch den Künstler Hundertwasser zu einem Augenschmaus umgestaltet wurde.
Auf dem berühmten Prater waren wir nicht, da uns gesagt wurde, dass dort im Winter nichts los sei.
Unsere Couchsurfing-Gastgeberin Mia hat gefragt, was Jana an Wien am Besten gefallen hat. „Das Wasser.“, die Antwort kam wie Speedy um die Ecke geschossen. Damit meint sie nicht die Donau, sondern das Leitungswasser. In Wien kann man überall kostenlos Wasser tanken und auch in den Wohnungen Leitungswasser trinken. Und nicht nur das, es schmeckt extrem weich und lecker.
Wir waren zwar nur vier Tage in Wien, wir wollen euch unsere Kosten hierfür dennoch nicht vorenthalten. In der Aufstellung gibt es keine Unterkunftskosten, da wir über Couchsurfing quasi kostenlos übernachtet haben (Couchsurfing: Für die Community und Nutzung zahlen wir 14,99 EUR im Jahr). Die Transportkosten setzen sich aus dem Bahnticket (ICE) Hamburg – Wien und dem Wiener City-Ticket zusammen. Die CityCruise-Tour mit dem Schiff über die Donau hatten wir zum Abschied geschenkt bekommen. Diese kostet im Winter ca. 34 EUR pP. Hab ihr Fragen dazu? Nutzt gerne die Kommentare 🙂

Unser Fazit: Wien ist im Winter, wie im Sommer ein absolutes Highlight! Im Sommer ist viel mehr los und es gibt an jeder Ecke Musik, Trubel und 4 Tage würden wohl nicht mehr ausreichen. Ansonsten würden wir Wien zu jeder Jahreszeit wieder besuchen.
Stroll on
Christian & Jana


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