Reisewoche #7

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am

19.02 – 25.02.2024

„Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.“

Laotse
Audio zur Reisewoche 7

Haben wir schon erwähnt, dass wir in Georgien sind? Von Deutschland aus, ausschließlich mit Bus und Bahn bis Georgien. Das fühlt sich schon ziemlich cool an. Bevor wir die erste georgische Stadt Batumi erkunden schlafen wir erst einmal aus. Da wir die unglaubliche Angewohnheit haben, am ersten Tag in einer neuer Gegend direkt alles Wesentliche anzuschauen, so dass wir in den nächsten zwei Tagen fertig sind, wollen wir es heute entspannt angehen. Christian hat ein gemütliches Frühstückslokal rausgesucht. Das Blue Elephant entpuppt sich als Volltreffer. Haben wir doch tatsächlich ein richtiges Café gefunden. Mit noch vollem Mund beschließen wir, dass wir um zwei Tage verlängern, damit genug Zeit für Genuss und Planung bleibt.

Nach dem Frühstück schlendern wir die Strandpromenade entlang zum Beach und bestaunen das unruhige Schwarze Meer. Heute ist es windig und grau. Meer geht immer. Schon bei Ankunft hatten wir einen großen Tower mit einer kugeligen Kuppel darauf gesehen. Da wir heute einen „auf gemütlich“ machen, ist das unser Ziel der Begierde. Mal nicht auf einen Berg oder einen anderen Kontinent. Entlang des Japanischen Gartens, an einem Bambushain vorbei, an den Figuren Ali & Nino und kurz in die Musikhalle gelugt, kommen wir unserem Ziel näher.


Der Alphabet Tower misst stolze 130 m und wenn es dunkel ist, leuchtet er in allen Farben. Natürlich kostet es Eintritt. Da es anfängt zu regnen und es oben überteuerten Kaffee gibt, zahlen wir. Zu mindest gibt es keine Unterscheidung, ob wir inländisch oder international sind. Wir zahlen 40 Lari (13,96€). Oben gönnen wir uns Pommes, Kuchen und Kaffee bei schönster Aussicht.

Alphabet Tower

Wir sind natürlich versackt. Nach dem wir beide glühen wie Kohle (es ist in der Glaskuppel erstaunlich heiß für Regenwetter), ziehen wir weiter. Wir wollen noch Geld abholen, uns eine Prepaid-Karte besorgen und lecker georgisch essen gehen. Das erste Geschäft hat kein Interesse daran uns überhaupt irgendwas zu verkaufen. Vermutlich hätten wir Geld auf den Tresen werfen können und sie hätten es verneint. Wir haben zu dem Zeitpunkt schon gelesen, dass die georgische Bevölkerung sehr gastfreundlich ist, aber immer hinter dem Schleier der Trägheit und Schroffheit. Jupp, können wir bestätigen. Wir fragen uns durch und bekommen dann das Zoom vorgeschlagen. Da hilf man uns sofort. Wir haben die Wahl zwischen 7 Tage = 5€ und 30 Tage 17€, beides mit unlimited Internet. Wir nehmen die 30 Tage und eine Karte. Die Verkäuferin nimmt Christians Handy und richtet alles ein. Wir sind online Baby!

Der Verkehr hier in Batumi ist ähnlich dem in der Türkei: Laut, unkontrolliert und einfach alles wird mit Hupen unterlegt. So freuen wir uns, dass wir ein Restaurant gefunden haben, dass georgische Küche in einer Seitenstraße anbietet. Der Kellner nimmt uns entgegen und stellt uns direkt in den Fahrstuhl nach ganz oben. Ok, mal schauen wo wir landen. Der Fahrstuhl ist aus Glas und wir fahren an Backsteinwänden, Holzverkleidung und gemütlichem Ambiente vorbei und landen auf der Dachterrasse in blau/weiß und modern. Öhm nope! Eine Kellnerin sieht uns die Verwirrung an und kommt mit uns eine Etage runter, sie hat direkt verstanden, dass wir das nicht wollen. So bekommen wir im gemütlichen Ambiente einen Platz und dazu richtig leckeres Essen. Ok, wir geben zu, wir haben uns maßlos überschätzt. Zehn Teigtaschen, eine Käseplatte, Salat und „Lembarsbrot“ (georgisches Maisbrot) ist krass viel und wir müssen leider Kapitulieren. Da wir immer versuchen nichts wegzuwerfen, nehmen wir die Reste mit ins Hotel. Beim Essen haben wir dann auch beschlossen, dass uns der nächste Weg nach Wardzia führt. Dort gibt es eine ehemalige Felsenstadt / Kirche und es soll insgesamt ein schönes Wandergebiet sein.


Der nächste Tag wird von uns als Arbeitstag erkoren. Reisebericht schreiben. Türkei Bericht vorbereiten und weitere Recherchen zu Optimierungen. Ein Frühstück ist natürlich noch drin. Also gehen wir gegen 12:30 Uhr frühstücken. Ja ok, es ist eher ein Frittag. Den Rest des Tages verbringen wir dann im Hotelzimmer und arbeiten. Der Tag endet gegen 1 Uhr nachts.

Bevor wir am nächsten Tag zum Gipfel der Seilbahn starten, fragen wir unseren Rezeptionisten noch nach einem guten Weg um nach Wardzia zu gelangen. Wir hatten sogar überlegt Hitchhiking (Trampen) zu machen, da wir gelesen haben, dass es in Georgien total einfach ist. Jana ist da noch ein wenig unsicher, daher fragen wir erstmal noch nach einem Bus oder Zug (Irgendwann in Georgien haben wir uns vorgenommen auf diese Art zu reisen). Der Rezeptionist erklärt uns, dass wir erst nach Kutaisi fahren sollen, da man von dort sehr gut nach Wardzia kommt. Ok, dann schauen wir später nach einem Marschrutka. Nun wandern wir erstmal. In und um Batumi kann man in der Ferne bereits hohe schneebedeckte Gipfel sehen. Diese sind leider noch zu weit weg. Wir freuen uns dennoch endlich wieder in die Natur zu kommen.

Wir haben uns beim Frühstück eine Route über Komoot zusammengeschustert und folgen dieser. Entlang einer furchtbar stinkenden Straße ohne Bürgersteige erleben wir Batumi außerhalb des Tourismus. Das ist auch an den Häusern deutlich zu erkennen. Bis zum Gipfel sind es nur 4,9km. Zu früh gefreut. Denn es geht einige Steigungen (bis zu 30 %) nach oben. Selbst unser neuer Begleiter rennt uns davon, weil wir zu langsam sind. Die vorgegebene Route von Komoot führt uns ein kleines Stück quer durch einen Orangenhain. Das fühlt sich komisch an, da es nicht wirklich ein Weg ist. Oben angekommen bekommen wir auch direkt Ärger. Ein Mann wedelt mit den Armen und schüttelt den Kopf. Wir vermuten, dass er böse ist, da wir durch seine Felder laufen. Wir alle sprechen nicht die Sprache des Anderen. Jana zeigt ihm die Karte von Komood und wo uns das Navi langgeführt hat und wir entschuldigen uns. Er winkt ab und wir gehen in eine Seitenstraße, um uns eine Kirche anzuschauen. Diese wird gerade neu gebaut. Uns hat das schlechte Gewissen gepackt und der Mann steht noch unten an der Straße. Da uns zudem nun die weite Welt des Internets zur Verfügung steht, suchen wir einen Entschuldigungssatz auf georgisch raus, um ihm diesen zu zeigen.


Freude strahlend zeigen wir ihm die Übersetzung. Doch unser Grinsen verfliegt, als er sagt: „Passports, Passports!“ Neeee, sorry, aber du bist kein Polizist oder so. Wir zeigen sie nicht. Wir nutzen eine sozial anerkannte Notlüge und sagen, wir hätten keine dabei. Die sind im Hotel. Er redet immer weiter und immer wieder sagt er „Passports“. Aufgeben is nich. Weder für ihn, noch für uns. Als wir schon gehen wollen zückt er sein Handy. Alles klar ruf doch die Polizei. Pah, vielleicht verstehen sie uns ja. Doch das macht er nicht. Er möchte eine eigene Übersetzerapp nutzen. Zur Erläuterung: Die georgische Schrift, die sogenannt Assomtawruli bzw. Nuschuri ist eine grafische Schriftart. Unsere Telefone können diese Schrift nicht nutzen. Daher musste er immer ins Telefon sprechen. Wenn jemand nuschelt, klappt die Übersetzung nicht.
Doch mit seiner App funktioniert die Verständigung nun besser und wir verstehen, was er uns sagen will: Wir sind Drogendealer! Ja, ganz richtig gelesen. Er erklärt uns, dass in den Hainen regelmäßig Drogen versteckt werden und diese Drogen machen ihre Kinder kaputt. Um Himmels willen. Wir? Wir erklären erneut, dass wir Touristen sind und aus Deutschland kommen.

Die Unterhaltung endet mit beiderseitigem Kopfschütteln und jeder geht seines Weges. Das war aufregender als die ganze Wanderung. Apropos Wanderung. Wir ersparen uns die weiteren 15 km, da es schon recht spät ist und laufen lieber zum Busbahnhof. Den ersten Gipfel mit der Seilbahnstation nehmen wir aber noch mit. Am Busbahnhof finden wir einen Minibus nach Kutaisi, der jeden Tag zur vollen Stunde fährt. Perfekt. Entlang der Promenade schlendern wir zum nächsten Restaurant. Wir lassen es uns richtig gut gehen. Nachdem Jana knapp dem Tod durch explodierter Blase entgangen ist, lassen wir den Abend in einem Hinterhof bei Kerzenlicht und neuen Speisen ausklingen.

Auf nach Kutaisi und in das erste Hostel auf unserer Reise. Christian kennt Hostel-Feeling bereits, für Jana wird es eine neue Erfahrung. Sie kennt bisher nur Berghütten. Erst einmal geht es mit dem Marschrutka 2,5 Stunden Richtung Kutaisi. Auf dem Weg dort hin fahren wir an unzähligen Kuh- und Pferdeherden vorbei, die teilweise die Straßen versperren und verwildert aussehen. Wir lesen nach und tatsächlich gibt es Wildpferde in Georgien. Wir kommen heil an. Nach einem Käffchen beim goldenen M gehts 5 km durch Kutaisi zum The Friends Hostel. Völlig geschafft, werden wir eher nicht willkommen geheißen. Vladimir wirkt überrascht uns zu sehen und es herrscht Ungewissheit. Wir hatten über die App Hostelworld gebucht. Doch nach ein paar Mal hoch und runter laufen findet er alles. Wir bekommen unser Zimmer – ja, ja wir haben uns ein ganzes Zimmer für uns gebucht. Hostel-Feeling mit Rückzugsmöglichkeit – uns wird gezeigt, wo sich alles befindet. Es gibt sogar eine Waschmaschine und einen Trockenraum, wie auf der Berghütte.


Doch es ist alles andere als das: Es ist dreckig, kaputt und die Gastgeber schauen uns nicht mal mit dem Allerwertesten an. Es gibt eine Toilette, die gleichzeitig als Dusche genutzt wird und komplett unter Wasser steht. Dazu stinkt sie wie eine Kloake und überall ist Dreck und abgetragene Haare liegen rum. Unser Zimmer ist nicht besser. Das Fenster lässt sich nicht schließen, der Vorhang bedeckt nur 50 % des Fensters (Erdgeschoss) und dazu Büschel von Haaren mit Staub vermischt mitten im Raum. Buerk! Wir denken bereits über einen Umzug in eine andere Unterkunft nach. Die zweite Toilette befindet sich im Außenbereich und ist eine Baustelle. Da es schon spät ist, essen wir noch etwas und gehen dann direkt ins Bett. Wir haben Probleme einzuschlafen, denn es ist laut. Jana schläft die halbe Nacht nicht, da etwas an ihr nagt… bzw. etwas im Fußboden nagt. In regelmäßigen Abständen kann man das Schraben der Holzwürmer hören.

Der Morgen danach. Keine Ahnung was genau passiert ist, zwar ist heute alles noch genauso dreckig und kaputt, es ist dennoch irgendwie egal. Nach dem Aufstehen sitzen wir zusammen mit Max aus Russland und Haruto (Er heißt nicht Haruto, aber wir haben seinen Namen vergessen) aus Japan und wir reden übers Reisen, HitchHiking und Orte, die wir noch sehen wollen. Das fühlt sich gut an. Auch die Gastgeber sind heute freundlicher. Die Menschen machen einen Ort freundlich. Nach dem Frühstück fällt das Wasser aus und bleibt den Rest des Tages weg. Ist uns egal, da wir in die Stadt laufen wollen, um unsere Optionen abzuchecken.



Wir stellen fest, dass wir von hier doch nicht so leicht nach Wardzia kommen. Uns wird aber wieder bestätigt, dass Hitchhiking hier super geht. Wir könnten demnach mit dem Zug oder Minibus in die Nähe von Wardzia fahren und dort Trampen oder nach Tiflis und weiter nach Kazbegi als Tramper fahren (Zug oder Bus). Das Gespräch mit den anderen beiden morgens läuft ungefähr so ab: Nach Wardzia = Null Reaktion, als gebe es den Ort nicht vs. Nach Kazbegi = WOW, amazing, beautiful Mountains! Tja, manchmal entscheiden einfache Reaktionen über einen Weg. Wir sparen uns die Steinstadt und werden direkt nach Kazbegi reisen, da wir vor haben dort länger zu bleiben.

Am Busbahnhof bestätigt es sich wieder. Kein Wardzia und kein Kazbegi (=liegt am Berg Kasbek und heißt eigentlich Stepantsminda). Uns bleibt nur der Weg über Tiflis. Tatsächlich kommt man hier in jedes Dorf, auch ohne Auto. Man braucht nur Zeit und ein Schild in der Hand mit dem Namen des Ortes. Das haben wir auf dem Weg hierher bereits gemerkt, da unser Bus mehrfach Leute am Straßenrand aufgegabelt hat. Von Tiflis wollen wir es probieren. Jetzt gehts aber erstmal die Stadt erkunden. Kutaisi ist zwar die drittgrößte Stadt in Georgien, dennoch wirkt es sehr klein. Es gibt auch nicht viele Sehenswürdigkeiten und die wenigen werden nicht besonders liebevoll behandelt. Wir verbringen den ganzen Tag in der Stadt, abends kochen wir uns was leckeres und auch das Wasser ist wieder da.

Nach wenig Schlaf wachen wir auf und duschen hier das erste Mal. Man gewöhnt sich irgendwie an alles. Danach geht es zum Frühstück. Heute gönnen wir uns richtig und frühstücken in einem Nobelschuppen. Im Lilestan. Beste georgische Küche und Luxusambiente. Wir gönnen uns eine vegetarische Platte. Die Kellnerin ist wirklich super. Nur überschätzt sie unsere Fähigkeit, für vier Personen zu essen. Die Platte ist riesig. Wir versuchen alles und fühlen uns gemästet. Den Rest nehmen wir mit. Essen für zwei Tage. Check!

Vegetarische georgische Platte


Nach dem wir den Proviant im Hostel verstaut haben, rollen wir uns den Berg hoch. Wir wollen zu einem Kloster. Entlang einer Wetterstation bewegen wir uns durch Dornensträucher, Geröll und Fabrikruinen. Entlang der Gleise kommen wir nach ca. 5,5 km an unser Ziel. Das Kloster liegt auf einem Felsvorsprung unter dem sich ein Fluss den Weg durch das kleine Gebirge fräst. Eine Hochzeitsgesellschaft kommt uns entgegen. Die Damen haben sichtlich Schwierigkeiten in Highheels den steinigen Pfad zum Kloster zu gehen. Der Bräutigam und die Junggesellen sind in traditioneller Kleidung geschmückt. DieTschocha. Das Kloster ist klein, hat aber alles was sie hier oben benötigen. Wohnhäuser, Gemeinschaftsräume, eine kleine Kirche, einen großen Garten, einen Brunnen für Wasser und vermutlich Kühe. Wir könnten noch zu einem weiteren Kloster laufen und von diesem Ort dann per Anhalter oder Minibus zurück fahren. Mittlerweile ist es 17 Uhr und da Jana auf keinen Fall im Dunkeln in der „Wildnis“ sein möchte, entscheiden wir uns für den Rückweg. Bei Sonnenuntergang erreichen wir unser Hostel. Perfekt und Essen ist ja auch schon fertig.


Am nächsten Morgen hatten wir das erste Mal eine Nacht hier, die etwas ruhiger war. Naja außer unserem nagenden Freund im Boden. Wir freuen uns schon riesig auf Kazbegi und Berge. Erstmal duschen, Sachen packen, Frühstück und dann los. Ratet Mal welche der vier Sachen wir nicht gemacht haben? Genau: Duschen. Wieder kein Wasser. Egal. Heute haben wir nur ein wichtiges Ziel, irgendwie nach Kazbegi kommen.

Zunächst zum Busbahnhof. Immer um halb fahren die Maschrutka nach Tiflis. Wir kommen um 11:32 Uhr an… und haben Glück. Der Minibus kommt uns gerade entgegen und nimmt uns noch mit. Poleposition, wir dürfen vorne beim Fahrer sitzen. Wir zahlen insgesamt 40 GEL (13,91€). Die Fahrt ist entspannt. Gegen 15 Uhr sind wir in Tiflis. Vermutlich der kürzeste Aufenthalt in der Geschichte Tiflis. Wir bleiben gerade Mal 8 Min. Da kommt jemand auf uns zu.
„Kazbegi“?
„Yes.“
„100 GEL Minibus.“
„No, to expansiv!“
„No way to Kazbegi. Minibus.“
„20 GEL per Person.“
„No. Kazbegi 50 pP. No other Way today.“
Wir sind verunsichert und wollen unbedingt heute noch nach Kazbegi. Vielleicht ist es ja zu verschneit und die Busse fahren nicht. Also stimmen wir zu. Der Minibus ist ein Taxi mit sieben Sitzen. Eine Schrottmühle. Ein gasbetriebener Van. Der Fahrer ist sehr hektisch beim Verstauen der Backpacks. Wir sind beruhigter, als wir zwei weitere Fahrgäste im Inneren sehen. Wir Quetschen uns nach hinten und dann geht die wilde Fahrt los. Kennt jemand die Filme „Taxi“? Wir haben den Fahrer Daniel getauft, da er genauso wild fährt, wie Daniel Morales. Wir schwanken zwischen Todesangst und Juchzen vor Freude, weil wir die nächste Kurve, das nächste Überholmanöver, überlebt haben. Drei LKW vor ihm und eine nicht einsehbare Kurve um einen Berg herum und kein Platz zwischen den LKW. Egal wird schon. Dazu sind die Straßen eher Holperstrecken und wir springen wie Flummis durch die Gegend. Wer was erleben will sollte zwingend in Georgien mit nem Taxi in die Berge fahren. Der Mann kennt sein Auto und die Gegend. Ein Profi!

Auf dem Weg durch die Berge sehen wir mehrere Maschrutkas mit der Aufschrift Gudauri (Ein Ort vor Kazbegi) und Busse, die auch in die Richtung fahren. Vermutlich sind wir auf einen überteuerten Preis reingefallen. Allerdings haben wir umgerechnet 34,76€ für eine Strecke von 150 km bezahlt. Irgendwie können wir uns trotzdem damit anfreunden. Und Daniel hat dafür auch nur ein Viertel der Zeit benötigt 😏.

Irgendwann werden die grau-braunen Berge höher und schneebedeckter. Es geht weiter höher und höher. Bis wir auf der Passstraße auf 2100 m und in Gudauri sind. So extrem viel Schnee haben wir beide schon ewig nicht mehr gesehen. Neben den Straßen türmen sind Meter hohe zusammengeschobenen Schneemassen. Gudauri ist hier als Skigebiet bekannt, was sich sehen lassen kann. Wir laden die anderen beiden Fahrgäste hier ab und heizen weiter nach Kazbegi. Die Schneebedeckten Felder lassen nach. Kazbegi befindet sich auf 1740 m. Doch auch hier kann unser Gesicht nicht verbergen, was der Bauch fühlt. Freude pur. Wir werden bis zur Haustür gefahren. Heute mal kein Marsch durch die ganze Stadt 😉.


Die Wohnung ist sehr schön und geräumig. Und: Sauber. Wir fühlen uns direkt wohl. Noch ein Einkauf, zu Abend essen und ins saubere Bett kuscheln. Wir freuen uns schon darauf, die Gegend hier im großen Kaukasus zu erkunden. Aber ab morgen machen wir erstmal zwei Sonntage.

Stroll on
Christian & Jana


4 Antworten zu „Reisewoche #7”.

  1. Avatar von Chaos-Queen
    Chaos-Queen

    Es ist immer wieder schön und spannend, Eure Berichte zu lesen… und die Beschreibung der rasanten Taxifahrt war für mich gefühlsmäßig wie Achterbahn fahren… hab mitgefiebert beim Lesen… 😅

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    1. Avatar von cjstrollaway

      Schön das du mitfiebern konntest 😀 Für war es auch richtig aufregend. Wir freuen uns das du uns hier begleitest.

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  2. Avatar von Bernd-Udo
    Bernd-Udo

    Hallo, ich bin Bernd-Udo und schreibe Euch momentan aus Sri-Lanka. Ich habe Eure Berichte von Anfang an gelesen und war begeistert von Euren Erlebnissen. Bernd mein Kollege aus Soest hat mir von Eurem Vorhaben berichtet und mir somit den Zugang zu Euren Reiseberichten ermöglicht. Eure Abenteuerreise wäre absolut etwas für mich aber ich hätte es evtl. einige Jahre früher machen sollen. Habt Ihr einen Aufenthalt in Sri-Lanka auf Eurer Route?
    Viele Grüße aus meiner zweiten Heimat
    Bernd-Udo.

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    1. Avatar von cjstrollaway

      Hallo Bernd-Udo, wir freuen uns von Dir zu lesen, vor allem Christian. Schön zu lesen, dass Du uns auf unserer Reise begleitest und uns Feedback gibst. Sri Lanka wollen wir auf jeden Fall noch sehen. Wir wissen nur noch nicht so genau wann. Wir planen aktuell den nächsten Step. Daher haben wir auch noch keinen Aufenthalt oder Route in Sri-Lanka. Sobald wir genaueres wissen, würden wir uns gern bei Dir melden. Liebe Grüße zurück aus Georgien.

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