
Die Türkei verbindet Europa mit Asien und fasziniert durch antike Ruinen, prächtigen Moscheen, trubeligen Bazaren, hilfsbereiten Menschen sowie leckerem Essen. Hier trifft sich moderne Kultur mit alten Traditionen, bunten Farben und Aromen. Die türkische Küche ist eine Fusion aus mediterranen und orientalischen Einflüssen. Egal ob Pide, Menemen oder süßes Künefe, ein Cay ist immer dabei. Hier ist unser Erfahrungsbericht.
Länderinformation
| Amtssprache: | Türkisch |
| Hauptstadt: | Ankara |
| Einwohnerzahl gesamt: | 85.279.553 (Stand 2022) |
| Regierungsform: | Präsidentielle Republik |
| Währung: | Türkische Lira (TRY) |
| Reisezeit: | Mai – August (Badeurlaub)* |
Einreise & Visum
Bevor wir in ein Land einreisen erkundigen wir uns über Einreisebestimmungen und die Notwenigkeit eines Visas. Hierfür benutzen wir verschiedene Plattformen u. a. die App des Auswärtigen Amtes (Sicher Reisen) und Passport Index.
Wir recherchieren dazu noch auf Internetseiten von anderen Reisenden, die ggfls. schon in diesen Ländern waren, da gerade auf der Seite des Auswärtigen Amt einige allgemeine Informationen stehen, die durchaus „beängstigend“ sein können. Ähnlich einer Verpackungsbeilage eines Medikamentes. Gut zu wissen, um darauf zu achten, dennoch Abschreckend.
Hier die wichtigsten Informationen* für Euch als „Wissen to go“:
| Visa | Frei / 90 Tage (Im Zeitraum von 180 Tagen) |
| Reisedokumente | Reisepass (Gültigkeit über 6 Monate) vorläufiger Reisepass Personalausweis Kinderreisepass |
| Führerschein | Deutscher Führerschein |
| Reisewarnung | Keine (Stand 2023) Grenzgebiete: Syrien u. Irak meiden |
| LGBQ | nicht strafbar dennoch starke Vorurteile / ggfls. Übergriffe |
| Pflichtimpfungen | Keine |
| Empfohlene Impfungen | Hepatitis A + B Tollwut |
Mobilität & Transportmittel
Natürlich kann man auch in die Türkei fliegen. Die wohl bekanntesten Flughäfen liegen in Istanbul, Ankara und Antalya. Einreisen könnt Ihr auch über Griechenland mit der Fähre. Da wir uns das Ziel gesetzt haben, so wenig wie möglich zu fliegen, sind wir über den Landweg in die Türkei gereist.
Dies ist per Bus und Zug möglich. Wir haben uns für den Nachtzug von Sofia nach Istanbul entschieden. Die Fahrten mit dem Bus werden über einige Plattformen beworben z.B. Omnio, Flixbus oder Google. Über eine mögliche Zugfahrt hatte wir zunächst nichts gefunden. Dann haben wir die Plattform Rome2rio.com entdeckt. Hier tauchte neben Flug, Bus und Mietwagen auch ein Zug auf. Nur buchen funktionierte nicht. Also ab zum Bahnhof und schwupps hatten wir Tickets. Mit dem Nachtzug nach Istanbul ist auf jeden Fall anstrengend, da der Zug alle 60 Minuten anhält. Morgens gegen 1:00 Uhr kommt dann der erste Grenzübergang, ca. 45 Min. später der Grenzübergang in die Türkei. Hier mussten wir mit dem gesamten Gepäck aussteigen. Dennoch schneller und bequemer als mit dem Bus.
Innerhalb der Türkei ist der Bus und die sogenannten Dolmus zu einem der beliebtesten Transportmittel. Klar gibt es auch Zugverbindungen, allerdings nur in die größten Städte: Ankara, Istanbul, Izmir, Konya, Kars, Sivas. Informationen dazu bekommt man über Interrail.eu.
Die Busse fahren täglich und je nach Entfernung sogar mehrmals täglich. Es gibt ca. 4911 Reisekombinationen. Wir haben im Internet oder in der Metroapp gebucht. Die von uns genutzten Busunternehmen waren:
- KamilKoc
- Metro
- Lüks Istanbul
Du kannst auch einfach zum Busbahnhof gehen und buchen. Kein Problem. Beim Durchqueren des Landes ist eines wichtig: ENTSPANN DICH! Egal was passiert, der Bus geht kaputt, es steigen zu viele Leute ein oder Dein Bus wurde gecancelt, es gibt immer eine Lösung. Auch solltet Ihr nicht alles glauben, was Ihr bucht. WC oder WLAN sind definitiv keine Verständlichkeit. Es wird immer oft genug gehalten (manchmal zu oft) und WLAN? Genieß einfach die Fahrt ;D
Zwischen den kleinen Orten innerhalb der Provinzen fahren die Dolmus. Diese folgen idR keinem Fahrplan, aber sie fahren und vor allem halten sie an, wo sie gebraucht werden. Ob Du nun an einer Bushaltestelle stehst oder irgendwo auf der Straße. Handzeichen und mitfahren. Die Dolmus hupen auch rechtzeitig, so dass Du eine Chance hast sie anzuhalten. Zudem sind sie günstig und stoppen auf Zuruf. Die Routen der Dolmus kann man online recherchieren über Google Maps. Einfach auf das Bushaltestellensymbol achten.
Da wir in der Nebensaison (Winter – Februar) in der Türkei waren, war es für uns unmöglich – zumindest in der Provinz von Antalya – einen Roller / Motorrad / Quad zu mieten. In den Großstädten ist es wohl auch in der Nebensaison möglich. Wir haben uns daher für einen Mietwagen entschieden.
| Fernbus | Dolmus | Mietwagen | Hitchhiking | |
| Kosten (€) | 20 – 35 | 0,30 – 2 | 30 – 50 | / |
| Buchung | Online App Busbahnhof | – Hand ausstrecken | In jedem größeren Ort / Geschäft (RentACar) | freundlicher Blick |
| Zusatzkosten/ Benzin | Sitzplatz- reservierung | / | Benzin Zusatzfahrer KM | / |
Unterkünfte
Unsere erste Unterkunft in Istanbul haben wir über Booking.com aus Bulgarien gesucht. Ein Hotel „direkt“ am Meer. Sobald wir in der Türkei waren, konnte Booking.com nicht mehr genutzt werden. Es gab keine Ergebnisse. Mit einem VPN funktionierte auch Booking.com wieder. AirBnB kann auch ohne VPN weiterhin über ein WLAN genutzt werden. Hierüber haben wir unsere Wohnung in Camyuva gefunden.
Aber gerade bei Hotels Obacht! Unser Hotel in Istanbul gab es zweimal auf Booking.com. Einmal mit guten Bewertungen und einem ähnlichen Namen Golden Palace Sea View und mit schlechten Bewertungen unter dem Namen ASTA Golden Palace. Hier würden wir empfehlen die Unterkünfte über Google zu prüfen.
Couchsurfing Hosts gibt es auch einige in den Großstädten. Leider haben wir hier kein positives Feedback erhalten.
Wir haben in Istanbul ca. 20 EUR die Nacht gezahlt und hatten eine Bruchbude inkl. Frühstück. In Istanbul würden wir nächstes Mal mehr Geld ausgeben. In Camyuva für eine moderne, saubere und geräumige Wohnung ebenfalls nur 20 EUR. Hier sei aber gesagt, dass wir im Winter (max. 19 Grad) da waren. Ein paar Wochen später stieg der Preis der Unterkunft bereits auf 45 EUR die Nacht. In Ankara haben wir uns richtig gegönnt und 59 EUR die Nacht in einem 4 Sterne Hotel gezahlt. Das Bugday Hotel hat eine gute Lage und ist luxuriös mit Page und einem vorzüglichem Frühstücksbuffet.

Wie bezahle ich mein Simit?
Freunde von uns haben uns zum Abschied vor unserer Reise verschiedene Währungen geschenkt. Unter anderem Türkische Lira. Bis zum Ende der Türkeireise von 4 Wochen kamen wir mit 3600 Lira (105,32 EUR) aus. Das hat vor allem geklappt, da wir fast überall mit unserer Debit oder Kreditkarte (Beides DKB) zahlen konnten. Ausgenommen sind kleinere Bäcker, Taxis oder Toilettengänge (idR 5 Lira). Wer in Städten unterwegs ist, benötigt kaum Bargeld.
In den kleineren Städten gibt es sogenannte Bankareas oder ATM-Parks. An diesen Punkten stehen verschiedene Automaten von verschiedenen Banken. In Istanbul und Ankara findet man auch vereinzelt Automaten direkt an einer Bank.
Geld abheben in Euro und dann wechseln ist hier kein Problem. An jeder Ecke findet man Geldstuben. Ihr solltet hier nur den Umrechnungskurs im Auge behalten, da dieser je nach Standort oder Stube schwankt.
Internet
Zuerst hatten wir geplant uns eine internetfähige Prepaidkarte zu besorgen. Da wir die ersten Tage gut ohne klar kamen, haben wir es gelassen. Wir haben uns in den Unterkünften die Offlinekarten bei Google oder Maps.me runtergeladen und konnten so immer unsere Ziele erreichen.
In den Unterkünften war es egal ob wir in einer Großstadt oder einem kleinen Küstenort genächtigt hatten. Das WLAN ist überall gleich schlecht. Langsam und fällt regelmäßig aus.
Dazu kommt, dass einige Seiten und vor allem einige Zahlungsmethoden gesperrt sind. Wir mussten regelmäßig einen VPN-Tunnel nutzen, um überhaupt flexibel sein zu können. Z.B. beim Kaufen von Online Bustickets.
Im Ganzen hat es für uns gereicht in den Unterkünften online zu sein. Bei längeren Aufenthalten in der Türkei empfehlen wir einen VPN-Anbieter zu nutzen. Wir nutzen ExpressVPN.
FFK = Fauna, Flora & Klima
Vielfältig. Das steht fest. Ob türkische Riviera, karges Land im Inneren oder der grüne Norden. Das Land bietet Abwechslung. Von Olivenhainen, Pinien- und Zypressenwälder bis zu riesigen Citrusplantagen und Palmen am Wegesrand, kann man hier einiges sehen. Dazu gibt es 9000 Pflanzenarten und 850 Gattungen (Quelle: DER Touristik)
Bzgl. Fauna: wir selbst haben ausschließlich Katzen gesehen. Spaß beiseite. Eidechsen, Rotwild, Gemse, kleine Schlangen und Adler gibt es hier. Angeblich auch Schildkröten, die konnten wir nicht sichten.
Das Klima variiert natürlich nach Region. Am Mittelmeer und Ägäis ist es eher mediterran mit heißen und trockenen Sommern, sowie milden, feuchten Wintern. Im Norden ist das Klima im Sommer heiß und im Winter, gerade in den Bergregionen, schneereich. Im Osten eher wüstenähnlich und trocken.
Sehenswürdigkeiten
Es gibt unzählige Sehenswürdigkeiten in der Türkei, die sich lohnen! Daher berichten wir hier ausschließlich von denen, die wir auf unserer Reise angesehen haben:
Hagia Sophia – Istanbul
Eine sagenumwobene Moschee mit schönen Buntglasfenstern, innerhalb einer ehemaligen byzantinischen Kirche. Diese kann kostenlos betreten werden. Frauen müssen lediglich die Haare, Beine und Arme bedecken und alle müssen die Schuhe ausziehen. Ein übliches Procedere in jeder Moschee. Ein Blick lohnt sich.
Sultan-Ahmed-Moschee – Istanbul
Auch als „Blaue Moschee“ bekannt befindet sich gegenüber der Hagia Sophia. Sie wurde 1616 erbaut und Ihr findet hier das Grab des Gründers. Hier könnt Ihr ebenfalls kostenlos rein. Eine Empfehlung von uns: Geht zum Sonnenuntergang in den Innenhof der Moschee. Das goldene Licht lässt die Moschee erstrahlen.
Großer Bazar – Istanbul
In Istanbul gibt es unzählige Basare, der historische Große Bazar in dem Stadtteil Fatih ist allerdings – wie der Name schon sagt – der größte. Es gibt Essen, Lampen, Gewürze, Schmuck und Kleidung (leider mehr Plagiate). Für uns war der Bazar zwar interessant, allerdings nicht so magisch wie erhofft.

Balat – Istanbul
Der einfache aber farbenfrohe Balat ist auf jeden Fall ein Besuch wert. Mit den bunten Häusern und hippen Cafés fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. Hier könnt Ihr auch traditionelle Geschäfte finden.
The Aqueduct of Valens – Istanbul
Das Aquädukt wurde von Römern im 4 Jh. erbaut und verziert nun eine große Straße. Es verbindet einen Park mit einer schönen Moschee und der „Statue of Sultan on Horse“.
Topkapipalast, Garten – Istanbul
Wir waren nicht im Palast, da uns der Eintrittspreis für Internationale Gäste zu hoch erschien. Der Palastgarten und das Gelände kann man sich aber auch sehr gut anschauen und das kostenlos.
Camlica Tower – Istanbul (Asiatische Seite)
Von Fatih aus konnten wir den riesigen Tower schon sehen, da war es nicht wunderlich, dass wir auch darauf zugesteuert sind. Wir sind die 9 km hochgelaufen. Es gibt aber Shuttle dorthin. Auch hier gibt es für internationale Gäste andere Preise. Wir hätten 30 EUR p.P. zahlen müssen, um auf den Tower zu fahren. Die kostenlose Plattform und der Park am Fuß des Towers belohnen mit einer ausgezeichneten Aussicht auf Istanbul.

Büyük Taš Koyu – Kemer
Eine wunderschöne versteckte Bucht, die mit Boot oder per Wanderweg erreichbar ist. Absolut sehenswert und wirklich schön zum Schwimmen und Schnorcheln. Auf Komoot könnt Ihr Wanderwege dahin finden.
Camyuva Beach – Provinz Antalya
Dieser Beach war eine zeitlang unser Home-Beach, daher können wir diesen empfehlen. Entlang der Mittelmeerküste bzw. der türkischen Riviera gibt es unzählige schöne Strände, zumeist Steinstrände, und klares türkisblaues Wasser.
Kaš – Provinz Antalya
Die kleine Hafenstadt ist definitiv einen Besuch wert, wenn man in der Gegend ist. Der Ort würde sich aus unserer Sicht auch perfekt eignen, um seine Urlaubszeit hier zu verbringen. Der Ort ist umgeben von Ruinen aus dem antiken Antiphellos mit unzähligen lykischen Felsengräbern.

Myra Ruins – Demre
Wie bei so viele Ruinen in der Gegend, muss auch hier Eintritt gezahlt werden. Wir haben ca. 9 EUR p.P. bezahlt. Der Besuch war schön und interessant, wenn man dazu auch die Geschichte hört oder sich erließt. Ansonsten sind wir eher unsicher, warum diese eine der Hauptattraktionen der Gegend ist. In der Gegend gibt es auch andere Ruinen, wie z.B. die Andringe Ruins.
Olympos Ancient City – Provinz Antalya
Dieser Ort möchte erkundet werden. In der Hauptsaison boomt hier der Torismus. Aktivitäten und Restaurant reihen sich aneinander. Auch der Strand ist schön und in den umliegenden Wäldern kann man immer wieder Ruinen entdecken. An einzelnen stehen Erläuterungsschilder, die auch auf englischer Sprache sind. Der Eintrittspreis von etwa 9 EUR ist hier gerechtfertigt finden wir.
Tahtali Daği (ehemals Olympos) – Provinz Antalya
Ob mit der Seilbahn oder erwandert, lohnt sich ein Blick von der Spitze des Berges. Wer nicht gut zu Fuß ist, kann mit dem Auto oder einem Shuttle bis zur Talstation fahren und mit der Seilbahn (30 EUR p.P.) hochfahren. Das Restaurant Shakespeare hat gutes Essen und auch das Café ist super.

Green Canyon und Side – Provinz Antalya
Beides Orte, die Ihr Euch ansehen solltet, wenn Ihr eh in Antalya seid. Wir vermuten, dass sowohl das antike Hafenstädtchen Side, als auch der höher gelegene Canyon in der Hauptsaison extrem voll sind. Es gibt an jeder Ecke Touren dort hin. Auch mit dem Auto oder Quad kann man den Canyon gut erreichen.
Zitadelle und Ankara Castle – Ankara
Ankara liegt in einer hügeligen Umgebung. So muss man sich beim durchwandern darauf einstellen einige Höhenmeter zu überwinden. Die Zitadelle und die Burg liegen ebenfalls auf Hügeln. Der Bereich kann von verschiedenen Seiten angegangen oder angefahren werden. Auf der einen Seite gibt es eine Art Basar und auf der anderen römische Ruinen inkl. Theater. Von der Burg oder Zitadelle ist nicht mehr viel zu sehen. Der Ort ist dennoch unbedingt zu besuchen, da die Aussicht über Ankara atemberaubend ist.
Melike Hatun Mosque – Ankara
Eine Moschee wie die anderen, dennoch einen Besuch wert, da allein die große Eingangstür für Liebhaber filigraner Arbeit ein Genuss ist. Dazu die bunten Fenster. Wirklich schön, um Mal reinzustolpern.
Genclik Parki – Ankara
Ankara hat einige Parks. Wir haben uns diesen hier angesehen. Er hat mehrere große Brunnen und Skulpturen. Dazu grenzt er an den Lunapark, einen ganzjährigen Freizeitpark. Für eine Verschnaufpause im Grünen ideal.
Antikabir (türk. Grabdenkmal)- Ankara
Der Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk ist für das türkische Volk eine Symbolfigur für Freiheit und Selbstbehauptung. Er kämpfte an zwei Fronten 1915 und 1921 und besiegte die gegnerischen Truppen. Sein Denkmal liegt auf dem Hügel Rasattepe und beeindruckt durch Bauart und Größe. Im Inneren befindet sich noch ein Museum. Alles kann kostenlos betreten und besichtigt werden.
Fun-Facts & Rezepte
Die Türkei versorgt sich selbst: Fast die Hälfte des Landes besteht aus Landwirtschaft. Riesige Flächen mit Gewächshäusern. Darauf sind sie auch sehr stolz.
Kaffee löst Bindungen: Wenn der Mann seine Frau nicht mit genügend Kaffee versorgte, hatte sie das Recht ihn zu verlassen. Das ist allerdings schon einige Jahrhunderte her.
Rezepte unserer Lieblingsspeisen
Simit
Für 10 Stück (Quelle Kochbar.de):
Weizenmehl 500g
Butter 50g
Hefe frisch 30g
Salz 1TL
Zucker 2TL
Eigelb 1Stk
Sesam 10g pro Stück
etwas Öl
1. Das Mehl in eine Schüssel geben. In die Mitte eine Mulde drücken. Das Salz auf dem Mehlrand verteilen. Die Butter in einer Butterpfanne schmelzen. Die Hefe mit 250 ml lauwarmen Wasser auflösen und in die Vertiefung giessen. Die lauwarme Butter dazugiessen. Von der Mitte her alles zu einem Teig verrühren und mit eingeölten Händen zu einem weichen Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen.
2.Den Teig durchkneten und in 8-10 Portionen teilen. Mit den Händen die Teigportionen zu „Schlangen“ (Teig nicht zu dünn ausrollen oder Backzeit verringern) und danach zu Kringeln (Ringe) formen. Die Enden gut zusammendrücken.
3.Kurz (am besten mit einem Schöpflöffel, ca. 10 sec.) in heisses Wasser tauchen und auf das ein gefettete Blech bzw. auf Backpapier legen. Das Ei verquirlen (hier kann man den Tipp von Invidus anwenden und etwas Walnussöl direkt zum Eigelb geben) und die Kringel mit einem Backpinsel bestreichen. Dick mit Sesam bestreuen. Nochmal 15 Minuten gehen lassen.
4.Den Backofen auf 175-200° C vorheizen.
5.In der Mitte des Ofens ca. 25 Minuten backen bis sie goldgelb sind
Baklava
Für 8 Portionen (Quelle Gutekueche.de):
Blätterteig 500g
Butterschmals 375 g
Pistazien 200g (gehackt)
Zimt 0,5TL (gemahlen)
Walnüsse 200g (gemahlen)
Paniermehl 2EL
Zucker 2EL
Nelkenpulver 1TL
Für den Zuckersirup:
Wasser 600ml
Zucker 400g
Zitronensaft 1EL
Salz 1 Prise
- Zunächst den Backofen auf 150 Grad (Ober-Unterhitze) vorheizen.
- Die Pistazien mit den Walnüssen, dem Zimt, Paniermehl, Zucker sowie Nelkenpulver in eine Schüssel geben und alles gut vermischen.
- Das Butterschmalz bei geringer Wärme in einem kleinen Topf schmelzen und ein Backblech mit etwas Butterschmalz bestreichen.
- Nun darauf eine dünne Schicht Blätterteig legen, mit Butterschmalz bestreichen, darauf eine weitere Schicht Blätterteig legen und wieder mit dem Butterschmalz bestreichen.
- Nach der Hälfte der vorbereiteten Blätterteigmasse die Pistazienmischung auf dem Teig verteilen. Anschließend mit dem restlichen Blätterteig zu Ende schichten und dabei jede Schicht mit Butterschmalz bestreichen.
- Nun das Baklava auf dem Backblech in die typisch kleinen Stückchen schneiden und im vorgeheizten Backofen für 35 bis 40 Minuten goldbraun backen.
- In der Zwischenzeit für den Zuckersirup das Wasser mit dem Zucker vermischen und in einem Topf bei kleiner Temperatur erwärmen. Dabei den Sirup solange umrühren bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.
- Dann eine Prise Salz zugeben und den Sirup für weitere 20 Minuten einkochen lassen.
- Zuletzt den Zitronensaft unterrühren, für weitere 5 Minuten zu Ende köcheln lassen und anschließend den Sirup bei Zimmertemperatur abkühlen lassen.
- Sobald die Baklava goldbraun ist, aus dem Backofen nehmen und ebenfalls bei Zimmertemperatur abkühlen lassen.
- Danach den Zuckersirup gleichmäßig über der Baklava verteilen und für 3 Stunden ziehen lassen.
Menemen
Für 4 Portionen (Quelle: eatbetter.de)
Zwiebel 1
grüne Paprika 2
rote Paprika 1
Tomaten 6
Olivenöl 1,5 EL
Eier 6
Petersilie 1/2 Bund
Paprikapulver 2TL
Salz
Pfeffer
Fladenbrot nach Belieben
Zwiebel abziehen. Paprikaschoten waschen und entkernen. Beides fein würfeln. Die Tomaten an der Unterseite mithilfe eines scharfen Messers kreuzweise einritzen.
Paprika – und hier allen voran rote Schoten – sind besonders reich an Vitamin C. Aber auch andere Vitamine stecken in dem Gemüse: Beispielsweise können sie zur Versorgung des Körpers mit B-Vitaminen sowie zur Bildung von Vitamin A beitragen.
Tomaten in einen großen, tiefen Teller oder eine Auflaufform legen, mit kochendem Wasser übergießen und nach ca. 20 Sekunden mit einem Löffel herausnehmen. Tomaten in einen weiteren Teller mit kaltem Wasser legen. Tomaten nacheinander mit einem Messer häuten und anschließend das Fruchtfleisch würfeln.
Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Paprika zufügen und 2-3 Minuten mitbraten. Schließlich Tomatenwürfel zufügen und alles aufkochen lassen. Unter gelegentlichem Rühren ca. 15 Minuten köcheln lassen.
In der Zwischenzeit die Eier in einer Tasse oder Schale aufschlagen, mit einer Gabel verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen. Petersilie abbrausen und fein hacken.
Am Ende der Garzeit bzw. wenn die Paprika weich sind und der Saft der Tomaten sich auf ca. die Hälfte reduziert hat, das Gemüse mit Paprikapulver sowie Chiliflocken und Pfeffer abschmecken. Eier-Mix untermischen und bei mittlerer Hitze ca. 3-5 Minuten stocken lassen. Wichtig: Die Eier sollen saftig bleiben.
Das türkische Menemen mit gehackter Petersilie bestreuen und mit Fladenbrot servieren.



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