30.09. – 6.10.2024
„Bei der Vielfalt geht es um uns alle und darum, dass wir herausfinden müssen, wie wir gemeinsam durch diese Welt gehen können.„
Jacqueline Woodson
Wir starten den Tag nackt. 😉 Im Naked Espresso Misay mit leckerem Kaffee und gut gemixten Fruchtsäften. Wir haben zwar auch im Hostel die Möglichkeit, Frühstück zu ordern, aber der Kaffee ist nicht wirklich lecker, er ist eher so ein Der-Kater-MUSS-Weg-Nutzkaffee. Frisch gechillt bewegen wir uns weiter zum Anouvong Park. Zwischen den exotischen Pflanzen werden noch Aufräumarbeiten von der letzten Überflutung durchgeführt und mit dem Wasserstrahl der Schlamm weggespült.
Der bekannte Naga Springbrunnen ist noch nicht in Betrieb. Wir steigen die Stufen hinauf zur Königsstatue von Anouvong und blicken über den Mekong nach Thailand. König Chao Anouvong (Sein vollständiger Name besteht aus neununddreißig Wörtern, ersparen wir Euch) regierte von 1805 – 1827. Geboren 1767 lebte er, lange vor seiner Zeit als König, als Geisel in Bangkok. Im Jahr 1827 zog er gegen Bangkok in den Krieg, doch verlor und seine Rache trat ins Leere. Er starb 1829 zusammen mit seiner Frau und drei seiner 34 Kinder in Gefangenschaft und bleibt nun auf ewig als letzter König von Vientiane in Erinnerung.


Nach dem kurzen historischen Exkurs gehts zum Wat Sisaket, das Museum dazu schenken wir uns heute und den Eintritt in den alten Tempel auch. Der Park drumherum ist für uns schon angenehm anzusehen. Die Architektur erinnert eher an einen siamesisches Tempel, weshalb dieses Wat im Krieg der Siamesen gegen Vientiane verschont wurde. Restauriert wurde es 1930 durch das französische Protektorat.



Wie die Zeit vergeht, wenn man sich treiben lässt. Es ist abends und wir treffen uns ein letztes Mal mit Anna und Jan zum Abendessen. Wir verquatschen uns ein wenig und besiegen sie bei einer Runde Kröckeln, dann heißt es fürs Erste Abschied nehmen. Die beiden ziehen weiter in den Süden Laos und wir morgen nach Hanoi.
Am nächsten Morgen sind wir ziemlich müde, die Nacht war recht unruhig. Zum Frühstück lassen wir den Reis weg, denn bei einer Busfahrt von 24 h möchten wir keine Diarrhö riskieren. Check-out. Wir verbringen die Wartezeit, bis der Schlafbus startet wie immer in einem Café. Im JOMA können wir entspannt drei Stunden chillen. Dann springen wir in ein TukTuk und lassen uns durch die ganze Hauptstadt zum südlichen Busbahnhof bringen.

Das Ticket für die Fahrt mit einem VIP 24 Schlafbus haben wir für knapp 60€ über 12GoAsia gebucht. Es gab auch Busfahrten für nur 30€ pro Person. Doch das letzte Mal, als wir 26h von Ankara nach Batumi in Georgien gefahren sind, war das schon eine körperlicher Herausforderung. Wir erlauben uns daher etwas Luxus. Wir hoffen es auf jeden Fall. Die Bilder zu den Bussen sind höchst uneindeutig. Erster Anlaufpunkt im Busbahnhof ist der zuständige Ticketcounter. Die Frau spricht kein Wort englisch. Wir zeigen ihr die Onlinetickets und sie sagt irgendwas mit „2B“ und „Jetzt“. Eineinhalb Stunden früher? Das kommt uns merkwürdig vor. Wir sind schon ein Stück Richtung Abfahrtzone gegangen und kehren unsicher wieder um. Als wir wieder vor ihr stehen, hält sie gerade ihr Kleinkind im Arm. Sie sieht uns und begleitet uns nun dahin, wo wir hin sollen. Auf dem Platz stehen an die zwanzig Busse. Ein Mann an einem großen quietschgelben Bus winkt vehement in unsere Richtung. Was soll’s, probieren wir es. Der Mann packt direkt unsere Backpacks. Nach der letzten Aktion in Laos sind wir vorsichtig und behalten erstmal alles bei uns. Unser Vertrauen ist etwas geschrumpft. Die Gang von zehn Personen reden alle durcheinander in einer Sprache, die wir nicht verstehen. Christian zeigt einem die Onlinetickets und eine hockende Frau schreibt auf einem Post-It Datum, Busnummer und Schlafkabinen. Jippi, nebeneinander und YES! Es ist die große Quitscheente mit VIP Kabinen. Nun geben wir auch die Backpacks ab und setzen uns in Sichtweite hin. Unser Gepäck lassen wir nicht aus den Augen. Erfahrung ist ein guter und grausamer Lehrmeister. Gegen fünf Uhr dürfen wir als erste einsteigen. Jana möchte den ersten Eindruck auf Video festhalten und läuft direkt am Busfahrer vorbei in den Innenraum, bis ein unverständlicher Aufschrei sie abrupt stoppt. Huch, Schuhe aus. „Sorry, sorry.“
Unsere Schuhe werden in Plastiktüten gesteckt, die wir mit in unsere Kabinen nehmen können. Der Fahrer zeigt uns unsere Kojen im oberen Bereich und schaltet die StarWars-Beleuchtung ein. Es gibt sogar eine Flugzeugtoilette, zwei Decken, Vorhang, eine Plissee und eigene Innenbeleuchtung. Sogar die Liegefläche kann in eine halbsitzende Position verschoben werden. So kann man es aushalten. Als wir das Gefühl haben, wir werden die einzigen Gäste bleiben, tauchen noch einige weitere auf. Dann geht die wilde Fahrt auch schon los. Die Straßen in Laos sind katastrophal. Die ersten Stunden verbringen wir mit festhalten und lachen. Erster Stopp ist um 22Uhr an einer großen Küche. Damit die Schuhe nicht immer an und ausgezogen werden müssen, steht beim Aussteigen eine volle Kiste mit Gummilatschen für uns bereit. Wir essen leckeren Reis mit Kohl, Tofu und Erdnüssen. Dann geht es weiter. Theoretisch sind es nur ca. 700 km von Vientiane nach Hanoi, warum dafür 24h gebraucht werden, erklärt sich uns an der Grenze, die wir gegen ein Uhr nachts erreichen. Der Bus stoppt und das Licht geht aus. Die Grenze öffnet erst um sieben Uhr am kommenden Morgen. Sechs der 24h verbringen wir demnach mit schlafen. Es ist still. Nur der Regen prasselt auf das Dach des Busses und lullt uns ein.
Um 6:20 Uhr werden wir aus dem Bus geworfen. Wir kennen das bereits. Über die Grenze geht es zu Fuß, doch erst um sieben Uhr. So stehen wir mit allen anderen Reisenden im Regen eng an eng unter einem Vordach und warten, dass wir Laos fürs Erste verlassen können. Das „auschecken“ ist einfach. Anstellen, Ausreisekarte abgeben, Reisepass stempeln und weiter. Wir bekommen von niemandem Anweisung, wo wir, wann, hinmüssen. Da wir mittlerweile schon einige Grenzübergänge erlebt haben, haben wir nicht nur immer einen Stift parat, sondern kennen auch die Abläufe. Wir tragen die letzten Daten in die Ausreisekarte ein und verleihen unseren Stift, der wie ein Staffelstab von Reisendem zu Reisendem gereicht wird. Einige aktivieren ihre Spiegelneuronen und tuen es uns gleich. Das wars, wir verlassen Laos. Zur vietnamesischen Grenze laufen wir einen Kilometer durch den Regen. Wir stehen dreißig Minuten an und beobachten, wie ein Pärchen an der Grenze abgewiesen wird. Wenn Christian das korrekt verstanden hat, muss man drei Tage außerhalb von Vietnam sein, um wieder einreisen zu dürfen. Sie waren einen Tag in Laos. Oha. Wir bekommen unsere Stempel und dürfen 45Tage Vietnam unsicher machen… Muhahah…



Unser Bus ist ebenfalls durch die Grenzkontrolle gekommen und laut unseren AirTags befinden sich unsere Backpacks immernoch im Kofferraum. Super. Es dauert vielleicht eine halbe Stunde und der gesamte Bus schläft wieder. Wir hatten gelesen, dass laotische KIP außerhalb von Laos nirgendwo getauscht werden, daher sind wir erstmal mittellos. Beim nächsten Stopp erkennen wir aber, dass die Auskunft nicht der Wahrheit entspricht. Wir bezahlen unsere Cola und das Popcorn in Vietnam mit KIP. Ja, richtig gehört: Unser Frühstück besteht aus Popcorn und Cola! Wie schön ist es erwachsen zu sein. 😝 Übrigens ist das auch der zweite Moment, wo der Busfahrer Jana anmeckert, nur wissen wir diesmal nicht genau warum. 🤷♀️ Pünktlich um 16Uhr haben wir das halbe Land durchfahren und treffen in Hanoi ein. Langsam werden wir schluderig, was das Reisen angeht oder vielleicht auch „entspannt-ungeplant“. Wir haben vergessen vorher zu recherchieren, wie die Taxi oder TukTuk-Preise in Vietnam sind und wir haben aktuell noch kein Internet. Daher lassen wir uns für ein völlig überzogenes Entgelt zu unserem Homestay fahren.
Wir beziehen unser Zimmer, welches ein ganz anderes ist, als jenes, was wir gebucht hatten. Doch wir sind zu müde, um zu diskutieren und haben hier erstmal alles was wir brauchen. Vor allem ein Bett. Christian hat die Begabung fast immer überall gut zu schlafen, die fehlt Jana gänzlich, daher ist sie von der Fahrt völlig übermüdet. Doch Essen muss noch sein. Wir raffen uns auf, holen uns vietnamesische Dong, Prepaid-Simkarten und gehen in einem veganen Restaurant essen. Vor Müdigkeit vergisst Jana dort ihre Reisetrinkflasche, was wir erst im Homestay bemerken. Christian will nochmal los, doch Jana streikt. Zu erschöpft, lassen wir das Schicksal entscheiden, ob uns diese Trinkflasche weiter begleitet.
Irgendwie freuen wir uns richtig darauf Hanoi zu erkunden. Wir haben bisher von jedem nur gutes über Vietnam gehört. Bevor wir mit dem Kundschaften starten gibt es erstmal Frühstück und wir haben noch eine Mission. Sehr gute Freunde von uns suchen seit Ewigkeiten nach einem Aupair. In Hanoi gibt es das Goethe-Institut, wo wir ein Gesuch aushängen möchten. Ein kurzer Schwenk über das vegan Restaurant, die Flasche ist tatsächlich noch da, dann schlendern wir durch Hanois Straßen. Wir sind fasziniert von der Vielfältigkeit der Geschäfte. Neben einem unsortierten Kleingeschäft werden noble, überteuerte Edelsteinstatuen verkauft. Davor sitzt ein Straßenhändler und verkauft an die hundert Porzellanwaren von seinem Fahrrad aus.
Am Goethe-Institut angekommen erklärt uns eine Vietnamesin im perfekten Deutsch, dass heute Feiertag ist und niemand arbeitet. „Welcher Feiertag?“, fragen wir. „Der dritte Oktober, Tag der Einheit“, sagt sie. Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, wie verwirrt wir sie angeglotzt haben. Nicht mal wir hatten den Feiertag auf dem Schirm. Shame on us. 😂 Aber warum auch nicht, ist ja ein deutsches Institut. Leider dürfen wir keinen Aushang machen.



Wir ziehen weiter in den Literatur-Tempel. Auch wenn er „Tempel“ heißt, hat es nichts mit Religion, sondern mit Aufklärung zu tun. Es handelt sich um eine alte Akademie, wo die konfuzianischen Lehren geschult wurden. Er wurde 1070 vom dritten Kaiser der Ly-Dynastie erbaut und stellt ein Hauptheiligtum Vietnams dar. Der Tempel des Wissens wurde mehrfach zerstört und wiederaufgebaut. Zuletzt von den französischen Truppen bei der „Rückeroberung“ Hanois 1947. Die Anlage hat fünf Innenhöfe. Diese sind verbunden durch je drei Tore. Das mittlere ist das Haupttor und dem herrschenden Monarchen bestimmt. Durch die äußeren durften die gelehrten gehen. Im zweiten Innenhof befindet sich ein Garten, im Dritten die Quelle des himmlischen Lichts (Teich), wo unter anderem 82 Stein-Stelen (UNESCO-Welterbe), auf dem Rücken je einer Steinschildkröte ausgestellt werden. Hier sind die besten Schüler Konfuzius verewigt. Im vierten befinden sich Altäre und das Haus der Zeremonie, in dem auch die Statue von Konfuzius ausgestellt ist. Früher fanden hier die nationalen Prüfungen statt. Nummer fünf beherbergte die Lehrräume und Schlafsäle der Absolventen. Neben der Geschichte können wir uns auch eine moderne Ausstellung über Vietnam anschauen. Ein schöner historischen Ort.
Bevor wir weiter in den Ho Chi Min Park ziehen, gibt es eine Pause in einem der unzähligen Cafés von Hanoi. Bisher können wir alles zu Fuß erreichen und sparen die Kosten für eine bequeme Fahrt. Hanoi ist nicht so stickig wie Bangkok und bei dem Trubel hier, ist es auch spannend. Apropros spannend: Straßenüberquerung in Hanoi? Da wir schon Erfahrung in Asien sammeln konnten, verschreckt uns der Verkehr nicht so sehr und wir laufen mutig über jede Straße. Wichtig ist, nicht zögern, nicht stehen bleiben und Augenkontakt mit den Fahrern halten. Wer klein ist, sollte noch die Hand heben. Ein Adrenalinkick ist es dennoch und wir feiern uns für jede unfallfreie Überquerung. Nennt uns verrückt, aber das macht Spaß. 😂 Wir sind gespannt, wie sich unsere Freunde nächste Woche schlagen. Kurze Zeit später, stehen wir vor dem heiligen Ho Chi Min Mausoleum. Rein dürfen wir heute leider nicht. Daher ziehen wir weiter zu einer der ältesten Pagoden in Hanoi. Die Einsäulenpagode wurde der Legende nach für die Göttin der Barmherzigkeit erbaut, als Dank dafür, dass sie dem König Ly Thai Tong, einen Sohn prophezeit hat. Ursprünglich stand sie auf einem dicken Baumstamm, dieser wurde jedoch bei einem Krieg zerstört. 1954 haben die Franzosen die Pagode dann auf einen Betonpfeiler gestellt und einen Teich darum gebaut.


Da wir Hunger haben und der Palast nur noch eine halbe Stunde geöffnet ist, entscheiden wir uns dagegen ihn zu besichtigen. In einer engen Gasse, abseits der Straße, finden wir ein veganes Restaurant. Wusstet ihr, dass es eine vegane Sekte gibt? 😲 Wir nicht. Doch im Restaurant lief die ganze Zeit ein Programm von der Supreme Meisterin Ching Hai über die Heiligkeit des Veganismus. Das war wie bei einem Unfall. Man starrt hin, kann nicht wegschauen und schüttelt die ganze Zeit den Kopf. 😲 Wenigstens war das Essen gut.
Nun, wir sind erst zehn Kilometer gelaufen, da können wir auch noch ein Stück weitergehen. 😏 Wir landen am Ho Tay See, wo sich die Tran Quoc-Pagode befindet. Die Tempelanlage wurde 542 gebaut und ist die älteste in Hanoi. Sie liegt auf einer Insel am Westufer des Sees, welche über eine Brücke erreicht werden kann. Wir betreten das Gelände, schauen uns die hohe, aus roten Ziegelsteinen, erbaute Hauptpagode und den Bodhi-Baum (Pappelfeige) an. Unter so einem Baum saß Siddhartha, fand Erleuchtung und wurde zu Buddha. Wir wurden heute auch mehrfach erleuchtet und sind gesättigt von Eindrücken. Wir laufen durch das Dämmerlicht der goldenen Stunde zurück zur Unterkunft. Der Weg führt uns vorbei an der berühmten Trainstreet, die wir uns aber für nächste Woche aufheben. Ein gemütlicher Abend wartet auf uns.



Am nächsten Morgen wollen wir es ruhig angehen und weniger laufen. Wir suchen uns einen Park aus und wollen dort einfach ein wenig spazieren gehen. Irgendwie laufen wir zum Thong Nhat Park, der drei Kilometer entfernt ist. Die Straßen und kleinen Gassen in Hanoi bieten so viel, dass wir nicht merken, wie weit wir wandern. Dazu ist es meist schattig. Der Park ist für die Bewohner ein Zusammenkommen zwischen Fun mit Spiegellabyrinth und kleiner Achterbahn, Sport wie laufen, Fußball und Badminton sowie sitzen und atmen. Natürlich laufen wir einmal drum herum. In der Sipping Bar-Waterfront genießen wir Getränke und das Sein. Auf dem Rückweg entdecken wir durch Zufall einen Hinterhof-Marktplatz. Wie bei Alice im Wunderland betritt man diesen durch ein Mauseloch in eine dahinterliegende riesige Welt aus Lebensmitteln und Stoffwaren. Der Abschluss des Tages wird gekrönt von japanischem Ramen und leckeren Nudeln mit Black-Dan (Sesam-Kokos-Soße). Yummi.



Die Nacht war unruhig. Direkt vor unserer Zimmertür sind Toiletten und der Raucherbereich. Gegen 2Uhr nachts tummeln sich lautstark einige Menschen dort. Jana bittet um Ruhe, doch nach der Entschuldigung folgte trotzdem kein Einsehen und es blieb laut. Selbst die Musik im Zimmer der anderen konnten wir hören. Naja und morgens gegen 6Uhr dachte sich dann ein anderer Gast es den krakeelenden von heute Nacht heimzuzahlen und sang lautstark zu „Blinding Lights“ mit. Egal. Heute haben wir theoretisch nichts vor. Wir verschlafen das Frühstück und gehen entspannt gegen 11Uhr in ein Café. Wir müssen uns noch klar werden, was wir die nächsten fünf Tage anstellen bis die anderen kommen. Wir dachten an eine Tour irgendwo hin, allerdings hat Hanoi auch viel zu bieten. Eine Müslibowl später entscheiden wir uns dafür in Hanoi zu bleiben und maximal eine Tagestour zu veranstalten. Also brauchen wir ab morgen ein neues Hotel. Wir suchen uns drei in der Nähe raus. Da wir uns im letzten nicht so wohl gefühlt haben, entscheiden wir uns diesmal für ein teureres Zimmer. In der Regel zahlen wir maximal 25€ für ein Zimmer. Es wird das Serena Hotel für 33 € die Nacht. Die 8€ machen hier in Hanoi einen riesen Unterschied zwischen Luxus und Mittelklasse. Wir lassen uns die Zimmer zeigen und fühlen uns direkt wohl. Nehmen wir.
Als nächstes wollen wir unsere letzten KIP in DONG tauschen. Der Kurs ist hier wirklich schlecht, aber wir bekommen sie getauscht. Die Aussage, dass das nicht geht, ist tatsächlich falsch. Glück für uns. Wir erkunden uns noch über eine Tour nach Ha Long und Ninh Binh für nächste Woche, um Ideen mit in den Runde zu bringen. All das hat nicht so lang gedauert wie wir dachten und so wollen wir noch ins Ethnologische Museum. Da wir kein bisschen sparsam sind, was Essen angeht, achten wir wenigstens bei Fahrten auf günstige Wege. Was gibt es besseres, als mit dem Nahverkehr zu fahren. Kurz die Preise geprüft und ja, der Bus ist das günstigste Fortbewegungsmittel. Um auf die andere Seite der Stadt zu gelangenzahlen wir 0,25€ pP. Bei Google finden wir den Bus, den wir brauchen und diesmal kommt er sogar. 😎 Im Bus sitzen zwei Angestellte. Der Fahrer und der Mitarbeiter für alle Belange. Wir setzen uns und bezahlen. Danach reden wir über dies und jenes, bis wir einen Rüffel des Mitarbeiters für Belange erhalten. Wir sollen schweigen. Erst jetzt sehen wir ein Schild, wo Do’s and Dont’s aufgeführt sind. Im Bus darf nicht gesprochen werden. Kein Wunder, bei dem Verkehr muss der Fahrer 100% konzentriert sein. Hupend und schlingernd fahren wir durch den Stadtverkehr.
Eine halbe Stunde später stehen wir am Eingang. Vor uns eine Masse an Menschen. Doch keine Panik, der erste Blick trügt. Sie warten nur. Wir können direkt durchgehen. Der Eintritt kostet uns 1,48€. So Günstig kann Wissen sein. Das Museum führt uns durch die 53 Ethnien in Vietnam und ihre Fähigkeiten. Vietnam wird auch als multiethnisches Land bezeichnet. Wir sehen Web-, Bau-, Jagd- und Keramikkunst. Es ist wirklich interessant. Ein typisches Naturkundemuseum. Nach einem Snack aus gebratenen Nudeln und Tofu mit Reis, geht es in die Parkanlage des Museums. Die hat uns noch besser gefallen, da sie hier die typischen Wohnhäuser der verschiedenen Ethnien aufgebaut haben. Die Besucher dürfen jedes Haus barfuß betreten. Sehr spannend, zu sehen, wie gelebt wird, wie die Schlafplätze verteilt sind oder wo die Küche ist. Bei einigen Gruppen direkt in der Mitte des Haupthauses, andere haben ein separates Haus mit Kochstelle. Im Park verteilen sich Kunststudenten und zeichnen die Bauwerke detailgetreu nach. Selbst die Fußböden aus aufgeklapptem Bambus. Die Holztreppen sind steil und einfach. So mancher Besucher ist ängstlich beim Übergang von Treppe auf Plattform. Wir sehen Betten, die einzig aus einer Matte bestehen und Kopfkissen aus Holz und Keramik. Das dritte Museumsgebäude mit einem interessanten Film schaffen wir leider zeitlich nicht mehr. Einen Besuch hier würden wir jedem empfehlen.
Zurück geht es mit dem Bus. Doch vorher wollen wir noch in eine Mall. In den letzten Ländern, haben wir das schon gern gemacht, da wir immer wieder abgefahrene Läden entdeckt hatten. Diese Mall besteht aus acht Stockwerken, wovon überraschender Weise fünf dunkel sind. Im 8 Stockwerk gibt es ein Kino und die Möglichkeit einen Teil Hanois von oben zu sehen. Nachdem wirklich sehr kurzen Besuch in der Mall nehmen wir den Bus zurück und schweigen. Diesmal sitzen wir ganz hinten und werden hin und her geschleudert. Zwei Reihen vor uns kotzt dann auch noch eine Frau. 🤢 Wir steigen lieber eine Station früher aus. Bevor es ins Zimmer geht, decken wir uns noch mit Keksen und Analogkäse ein. Unsere Cracker-Analogkäse-Variation schmeckt zum Abendessen. 🤣
Sonntaaaggg. Einzige Aufgaben heute: Umziehen, Reisebericht schreiben und hoffen, dass die Halsschmerzen von Christian nicht schlimmer werden. Das wir zwischendurch noch lecker Essen waren, könnt ihr Euch denken.
Stroll on
Christian & Jana


























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