Reisewoche #54

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am

13.01. – 19.01.2025

„Eines Menschen (Original „Mannes“) Ziel ist niemals ein Ort, sondern eine neue Art, die Dinge zu sehen.“

Henry Miller

Wir haben Besuch! Haben wir schon erwähnt, wie cool wir das finden. 😍 Damit wir uns alle ein wenig austoben können, wollen wir heute nach einem ausgiebigen Frühstück, zum Hang Buom Park. Hier gibt es einen großen See und Spielplätze.

Da die Kids nicht so weit laufen können und wir sie nicht stetig tragen wollen, fahren wir mit dem Taxi zum Park. Dann wird gespielt. Rutsche rauf, Klettergerüst runter und umgekehrt. Schaukeln und ein bisschen Hacki-Zack. Wir spazieren am See entlang und sehen einige Angler und tote, sowie lebende Fische. Die ältere der beiden Kids (fünf Jahre) fragt, warum sie die Fische aus dem Wasser holen und was sie mit ihnen machen. Zur Erklärung, die Kinder leben pescetarisch (vegetarisch, außer Fisch und Meeresfrüchte). Jana wird aufgefordert, den Anglern zu sagen, dass sie das nicht dürfen. Da bleibt nur eins, die eiskalte Wahrheit, verpackt in rosa Wolken? Jana erklärt, dass die Fische meist als Nahrung angesehen werden und die nicht vegetarischen Menschen sie essen. Und das auch der Fisch und die Krabben, die die Kleine selbst isst, auf diese Weise aus dem Meer gefischt werden. Vielleicht ist sie jetzt Vollvegetarierin. 🤭 Nach einem Großeinkauf für die morgige, zehnstündige Zugfahrt, geht es zurück.

Der Tag in Hanoi ist etwas früher zu Ende, da wir noch Koffer packen müssen. Morgen früh um sechs Uhr verlässt unser Zug Hanoi in Richtung Ke Bang Nationalpark. Wir essen ein letztes Mal bei unserem Lieblingsrestaurant. Uns beiden wird bewusst, dass wir auf dieser Reise das letzte Mal in Hanoi sind. Ein wenig Wehmut mischt sich mit der Vorfreude, auf das was noch kommen mag.

Es ist früh! Soooo früh und alle sind müde, naja außer die Kids. Hellwach. Beide. Wahnsinn. Wir kommen pünktlich am Bahnhof an. Da wir noch Zeit haben, gehen Kay und Jana los, um Kaffee zu besorgen. Der wirklich gute Kaffee braucht ewig, nicht nur wir werden nervös. Christian schreibt bereits panische Kurznachrichten die ihre Empfänger allerdings erst erreichen als wir bereits entspannt in unserem Abteil sitzen.

Wir haben uns für die lange Fahrt ein Schlafabteil mit vier Betten besorgt. Die Fahrt ist ruhiger als erwartet. Wir Erwachsenen wechseln uns mit schlafen ab, denn die Kleinen ziehen durch. Während Christian mit den beiden Mädchen im oberen Bett tobt, kämpft Jana mit einer Erkältung. So ein Mist, warum genau jetzt. Ein bisschen schnupfig sind wir auf der Reise immer wieder. Diesmal ist es eine richtige Erkältung.

Gegen sechzehn Uhr sind wir am Bahnhof. Erschöpft und hungrig. Wir werden zum Glück abgeholt und fahren noch eine Stunde zum Resort. Das Nguyen Shack Retreat ist ein naturbelassenes Yoga-Resort direkt am See vor dem Nationalpark. Sie haben Schweine, Gänse, Katzen und Hunde. Alles zum Kuscheln. Außerdem Hängematten, einen riesigen Pool und geräumige Bungalows. Was sie nicht haben: eine Heizung. Es sind frische 15 Grad. Da helfen nur Decken über Decken. Während alle Essen gehen, bleibt Jana im Bett und kotzt sich die Seele aus dem Leib. Kein Plan was da los ist. Auch das Essen im hauseigenem Restaurant ist schmackhaft. Alle fallen erschöpft ins Bett.

Es ist Mittwoch und wir haben ein Versprechen einzulösen. Die Paradies-Höhle ist das Versprechen und Ziel dieses Tages. Alle, außer Jana, fahren mit dem Taxi zur Höhle. Leider regnet es, daher sehen wir von Scooter fahren ab. Doch das Resort organisiert alles. Perfekt. Jana hütet das Bett, die anderen beweisen sich als Höhlenforscher und Abenteurer. Den Abend verbringen wir wieder zusammen, streicheln Babykatzen und spielen Scrabbel. Morgen ziehen wir schon wieder weiter. Wunsch erfüllt!

Wir reisen klassisch mit dem Schlafbus von Ke Bang nach Hoi An. Die fahrt soll zwischen 6-7 h dauern. Wieder eine Premiere für die ganze Familie. Wie auch bei unserem ersten Mal, sind alle geflasht. Die Kinder toben von Kabine zu Kabine. Spielen mal bei Christian, mal bei Jana und wieder bei den Eltern. Ein Reiseparadies. Sogar zwei Runden KinderUNO sind drin. Um 17 Uhr erreichen wir das geliebte Hoi An. Wir haben uns eine Villa mit Pool gegönnt. Am Ankunftsort wird’s kurz hektisch, da mehrere Taxifahrer rumstehen und versuchen Kundschaft zu bekommen. Einer ist etwas hartnäckig. Wir wollen erst die Preise checken. Er sagt uns mehrmals, dass die Fahrt frei sei, doch wir checken es alle nicht. Warum sollte sie kostenlos sein? Er erklärt uns, dass die Fahrt im Preis mit drin ist. Das hatten wir noch nie und klingt suspekt. Doch er fährt uns dahin, wo wir hin wollen und wir brauchten nichts bezahlen. Lediglich die WhatsApp-Nummern tauschen und schauen, ob er uns vielleicht nochmal gegen Bezahlung fahren darf.

Die Unterkunft ist ein Traum. Jede Partei bekommt eine Etage mit zwei Zimmern und zwei Bädern. Dekadent geht die Welt zu Grunde. Zum Abendessen wollen wir zu „Mutti“. Das Wildbeach Restaurant kennen wir noch vom letzten Aufenthalt mit unseren GermanFreaks. Wir laufen über den Strand und erkennen ihn kaum wieder. Was drei Monate ausmachen können. Aufgrund des Wetters fehlt die Hälfte des Strandes und überall liegt Müll. Doch „Mutti“ erkennt uns und umarmt uns herzlich. Wir Essen und quatschen.

Den nächsten Tag verbringen wir damit den Strand abzulaufen. Der Himmel ist schwarz, doch das Wetter hält sich und wir bleiben trocken. Außer unsere Füße, die tränken wir in Meerwasser und Gicht.

Am nächsten Tag wollen wir durch die Reisfelder fahren. Jana geht es wieder etwas besser und sie möchte gern mit. Christian setzt heute wegen Migräne aus. Nachdem Kay eine ungewollten Erfrischung im Pool hatte, satteln wir. Unser Ziel ist ein Café inmitten der Felder. Das Wetter ist perfekt für eine Radtour. Wir sehen Wasserbüffel und überleben die waghalsige Fahrt auf der Straße, bis wir einen ruhigen Palmen gesäumten Weg finden. Abends sind wir wieder vollzählig und gehen Sushi essen.

Heute ist Samstag, alle sind fit und munter. Die Kinder laufen Barfuß und spielen mit einheimischen Kindern auf der Straße vor dem Haus oder laufen zur nahegelegenen Schaukel. Schön entspannt. Wir fordern noch ein drittes Fahrrad an, was wir netterweise kostenlos bekommen. Nachmittags satteln wir erneut die Räder und fahren in die Stadt. Jana nimmt auf dem Gepäckträger von Christian platz und ab geht die Luzie. Die Altstadt von Hoi An ist immer wieder einen Besuch wert. Die kleinen Häuschen mit tausend bunten Laternen sind einfach schön anzusehen. Etwas Neues gibt es dann auch für uns. Wir laufen das erste Mal bis zum Ende der Hafenstraße. Dort stehen Ticketstände. So wie es aussieht, hätten wir die letzten Male Eintritt zahlen müssen. Ernsthaft? Die Buden stehen nur auf dieser Seite, wo die großen Parkplätze mit den Bussen ankommen. Frechheit. Wir schleichen drumherum. Auf keinen Fall bezahlen wir das. Von zwei Seiten kann man kostenlos an den Hafen laufen. Besucher seid gewarnt!

Den letzten Abend verbringen wir wieder bei „Mutti“. Wir bekommen sogar ihre leckere Chillipaste mit. Yummi. Waren das wirklich schon vier Tage. Die Zeit vergeht so schnell. Wir packen unsere Sachen, denn morgen heißt es wieder früh aufstehen und zum Flughafen nach Da Nang. Hierfür rufen wir auch unseren Taxifahrer an.

Die Zeit vergeht viel zu schnell. Wir genießen den Abend und freuen uns auf zehn Tage Inselfeeling. 

Stroll On

Christian & Jana

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