27.01. – 02.02.2025
„Erklimme den Berg damit du die Welt sehen kannst, nicht damit die Welt dich sehen kann.“
von David McCullough
Nachdem wir ja bereits den Wasserpark getestet haben, wollen wir diese Woche mit dem Besuch des zweiten Freizeitparks auf der Insel starten. Das VinWonders lädt dazu ein den ganzen Tag damit zu verbringen die verschiedenen Themenbereiche zu erkunden. Für uns, der Kinder wegen, ist das Aquarium am wichtigsten. Zu erst gibt es allerdings ein freudiges Wiedersehen. Sebastian und Jelena sind im Urlaub in Kambodscha und Vietnam und seit gestern auf Phu Quoc. Am Frühstückslokal fallen wir uns in die Arme, stellen einander vor, quatschen und schlemmen. Natürlich vergessen wir dabei ein wenig die Zeit, sodass wir uns erst gegen 11:30 Uhr auf den Weg zum Freizeitpark machen. Obwohl Roller fahren in Asien eigentlich immer aufregend und spektakulär ist, hier auf der Insel ziehen sich die Wege ganz schön in die Länge. 50 Minuten fahren wir über eine gut ausgebaute Straße in den Norden, es gibt keine Bäume die Schatten spenden und die Mittagssonne brennt im Nacken.



Als wir das Gebiet rund um den Park endlich erreichen, erwartet uns ein ganz ähnliches Bild, wie an den anderen Parks. Sechsspurige Straßen, große, bunte Häuserreihen und alles leer. An diese Geisterstädte werden wir uns wohl nicht gewöhnen. Die Roller parken wir kostenlos auf einer überwachten Parkplatzfläche und dann geht es frisch eingecremt zum Ticketschalter. 40€ pro Erwachsenen, die Hälfte für die Große und kostenfrei für die Kleinste. Ein teures Vergnügen. Wir passieren die „Europäische Shoppingstreet“ und halten uns dann rechts, zielstrebig auf das Aquarium zu. Das modernste seiner Art, zumindest hier in Vietnam, versteckt sich in einer riesigen Schildkröte. Klingt komisch, aber seht selbst 😁



Der Wow-Effekt beim Betreten des Aquariums bleibt etwas aus, da der Raum mit der riesigen Glaswand gerammelt voll ist. Wir haben nämlich Glück, wir sind kurz vor einer Meerjungmenschen Vorstellung angekommen. Die Sitzplätze sind zwar alle schon belegt, aber wir schultern die Kinder und können aus den hinteren Reihen trotzdem das Allermeiste sehen.
Zwei Meerjungfrauen, zwei Meerjungmänner und zwei Taucher führen ein Stück über die Vermüllung und Überfischung der Meere auf. Die Kinder sind zwar erst begeistert, verlieren aber nach einiger Zeit das Interesse. Als die Aufführung vorüber ist, leert sich auch der Raum vor dem gigantischen Hauptaquarium. Als wir näher kommen stellt sich das zu erwartende WOW-Gefühl ein. Große Rochen, Haie und unzählbare Fischschwärme ziehen ihre Bahnen an uns vorbei. Wir beobachten eine ganze Weile und ziehen erst weiter als die Kinder langsam die Geduld verlieren. Es folgen Quallen, Diskusse, Moränen, Pinguine und weitere Meeresbewohner. Zum Ende führt ein gläserner Tunnel durch das Hauptaquarium und eröffnet eine ganz neue Perspektive auf die beeindruckende Unterwasserwelt.
Nach so vielen Eindrücken folgt in der Regel der Hunger. Bei Odins Burgerbar gibt es einige Portionen Pommes für uns, bevor Kay, Ricci und Christian sich in eine halsbrecherische Wildwasserbahn wagen. Okay, eigentlich war die ziemlich langweilig, aber Nass sind sie trotzdem geworden 💦
Am anderen Ende des Parks lockt ein riesiges Riesenrad und wir entscheiden uns zu einer Fahrt. Wir irren ein wenig durch die Anlage, die Wege sind jetzt nicht perfekt ausgeschildert, und finden uns dann in der Warteschlange wieder. Eine gefühlte Ewigkeit stehen wir hier an, aber das Warten hat sich gelohnt. Das Riesenrad ist super langsam, aber wir haben eine tolle Aussicht über den gesamten Park und einen großen Teil der Insel. Außerdem steht die Sonne mittlerweile tief sodass wir die Gelegenheit nutzen und eine Menge Fotos zur Erinnerung schießen. Zeitlich schaffen wir es dann leider nicht mehr noch weitere Attraktionen zu besuchen, um Punkt 18:00 Uhr schließen die Fahrgeschäfte ihre Pforten. Schade.
Wir schlendern entspannt zum Ausgang und vereinbaren ein Restaurant in dem wir uns mit Sebastian und Jelena zum Abendessen wiedersehen. Die Stimmung ist gut, die sonst eher schüchternen Kinder nähern sich an die beiden „Neuen“ an und wir schnacken bis in die Abendstunden. Als die Kinder augenscheinlich Müde werden ist es für einen entspannten Abschied schon zu spät. Beim Versuch zu erklären, dass Jana und Christian noch bleiben und Kay, Ricci und die Kinder alleine nach Hause fahren kippt die Stimmung mit Schwung. Am Ende rufen wir für Ricci und die Kinder ein Taxi, Kay lenkt seinen Roller nach Hause. Zwei Stunden später fallen auch wir erschöpft ins Bett.
Der nächste Tag startet dann wieder als wäre gestern nichts gewesen. Die Kinder sind gut gelaunt und nach dem Frühstück wechseln wir in ein benachbartes Resort. Dort treffen wir uns mit Sebastian und Jelena, spielen Billard, Volleyball, verspeisen ein Mittagessen und genießen das Sein. Rund wird so ein Tag womit? Genau, einer Massage. Also düsen wir in die City, genehmigen uns noch einen richtig guten Kaffee und lassen uns nach belieben den Körper durchkneten. Für die Kinder gibt es Nagellack und, weil wir es versprochen haben, lassen auch wir uns einen Finger lackieren 😁 Von Christians Regenbogendesign träumt die arme Kosmetikerin vermutlich noch heute…
Bergfest. Unser Mittwoch startet am Pool und im Meer, abwechselnd. Besser könnte es kaum sein. Auch Jelena und Sebastian kommen vorbei. Gegen Nachmittag, wechseln wir ins Rory’s. Wir speisen vorzüglich und entscheiden uns noch eine Runde Minigolf anzuhängen. Eine spannende Partie die erst endet als wir weder Ball noch Bahn erkennen können. Die einen sagen, weil es dunkel sei, die anderen meinen weil einige betrunken seien 🍻
Am Resort sitzen Kay, Jana und Christian noch eine ganze Weile zusammen auf der Terrasse. Wir schnacken, lassen den Urlaub revue passieren und realisieren langsam, dass die gemeinsame Zeit sich damit vorerst dem Ende neigt. Morgen heißt es Abreise für unsere Lieben aus Bremen. Vorher werden wir aber von unserem Resort noch mit einem ganz persönlichen Neujahrsfest überrascht. Es gibt Snacks, ein kleines Feuerwerk und eine Menge Bier. Auch, wenn die Mitarbeiter bereits zu beginn meinen, sie könnten nach drei Tagen Neujahrsfeierei nichts mehr davon hören, hängen sie besser am Hahn als Kay und Christian. So geht der letzte Abend zu Ende und müde ins Bett.
Abschiede sind nie leicht, aber man kann sie so schön wie möglich machen. Da das Taxi zum Flughafen erst gegen Mittag fährt, bleibt genug Zeit um entspannt zu packen. Wir verbringen die Zeit noch im Pool und in den Schaukelbänken während abwechselnd Kay oder Ricci die Klamotten packen. Mit den Kindern haben wir immer wieder über die Abreise und was Zuhause alles auf sie wartet, gesprochen. So haben wir das Gefühl dass es den beiden noch am leichtesten fällt „Tschüss“ zu sagen als es dann soweit ist. Uns Erwachsenen fällt das deutlich schwerer. Eine Umarmung und die ein oder andere verdrückte Träne später, winken wir dem Taxi noch lange hinterher. Dann herrscht Stille. Uns zieht es erst einmal für eine Stunde ins Bett. In den letzten drei Wochen haben wir uns doch sehr daran gewöhnt, dass immer etwas zu tun ist, immer jemand umher wuselt, jemand weint oder spielen möchte. Jetzt gewöhnen wir uns wieder an unseren Rhythmus.
Aus diesem Loch geht es am besten wieder raus indem man sich beschäftigt. So entscheiden wir uns noch einmal in die Stadt zu fahren und uns mit Sebastian und Jelena zu treffen. Wir machen es uns bei Tim’s für einen Kaffee gemütlich bevor wir uns bei den beiden im Resort niederlassen und bis in den Abend Uno spielen. Nach dem Abendessen geht es zurück in die Unterkunft.
Wir starten den Freitag – ausgeschlafen. Jap, die letzten Tage sind wir, für unsere aktuellen Verhältnisse, relativ früh aufgestanden um die Zeit mit unserem Besuch auszukosten. Heute steht für uns lediglich der Umzug innerhalb der Insel an. Das heißt entspannt frühstücken, die Rucksäcke packen und relaxen bis kurz vor Check-Out Zeit. Da wir in der neuen Unterkunft erst gegen 14 Uhr einchecken können haben wir es absolut nicht eilig. Als wir dann aber versuchen ein Taxi zu organisieren kommen wir kurz an die Grenze unserer Geduld. Es ist einfach kein Fahrer zu finden. Wir wurden zwar gewarnt, dass zum Neujahr nichts mehr geht, aber die letzten Tage hatten das einfach nicht bestätigt. Zu allem Überfluss sind wir bestimmt nicht die Einzigen die um Punkt 12:00 Uhr ein Hotel verlassen wollen bzw. müssen. Wir erkundigen uns bei anderen Wartenden zu Mitfahrgelegenheiten, kommen aber nicht weiter. Letztendlich buchen wir ein 30% teureres Taxi als zu üblichen Preisen, dafür kommen wir aber endlich weiter. Auch Jelena und Sebastian stecken fest und finden keinen Fahrer. Wir können unser Taxi überzeugen, nachdem es uns am neuen Hotel abgesetzt hat, auch die beiden anderen einzusammeln. Am Ende hat noch immer alles geklappt. Wir beziehen unsere Bungalows mit Poolblick. Die Hotelanlage ist schön gestaltet. Überall stehen gut gepflegt Bonsai, Beregnungsanlagen halten Orchideen und andere Tropenpflanzen feucht, der Pool ist mit schwarzem Naturstein ausgelegt. Hier können wir es die nächsten vier Nächte aushalten.


Da der Tag schon fortgeschritten ist chillen wir uns an den Pool, genießen die Sonne und ein paar kühle Getränke. Am Abend lassen wir uns zwei fahrbare Untersätze liefern und machen uns auf zu Tim’s. Wir essen für eine schmale Mark und gehen anschließend einkaufen. Zurück in der Unterkunft lassen wir den Abend bei einer Partie Uno und kühlen Getränken ausklingen und gehen zeitig ins Bett, morgen wollen wir noch einmal in den Wasserpark und dass möglichst pünktlich.
Samstag Morgen. Gegen acht Uhr befinden wir uns auf dem Weg zu Nora’s Café wo wir frühstücken. Knapp eine Stunde später machen wir uns auf den Weg zur SunWorld. Zwischendurch noch einmal tanken, dann kommen wir relativ pünktlich an der Seilbahnstation an. Als wir die Station betreten breitet sich ein „Oh ne wie voll ist das denn“-Gefühl aus. Wir verlieren alle zeitgleich die Lust auf Wasserrutschen und schmieden in Handumdrehen einen neuen Plan. Ganz in der Nähe soll es doch diesen traumhaften Strand geben? Wir gehen einkaufen und machen uns dann auf den Weg. Wasserrutschen verschieben wir in guter Hoffnung auf Montag, da ist bestimmt weniger los.
Den Khem Beach erreichen wir über eine breite Palmenallee. Barfuß geht es weiter zum Strand wo uns erst einmal die Kinnläden runterfallen. Was ein sagenhafter Ausblick. Das Wasser ist flach, kristallklar und türkisgrün, der Sand ist fein und komplett frei von Müll. Wir fragen an einer Bar nach dem Preis für zwei Liegen. Für 400.000 Dong, etwa 15€ sollen wir bestellen und die Liegen würden uns gehören. Da wir mit vier Getränken gerade einmal auf 250.000 kommen und nicht einsehen, warum wir mit der ersten Bestellung auf den Mindestbetrag kommen sollen, wir würden ja schließlich den ganzen Tag bleiben, ziehen wir weiter. Mit der Frau war nicht zu diskutieren. Wir kommen an ein „schick“ aussehendes Resort und dürfen kostenlos auf den Liegen Platz nehmen, wir müssten nur Getränke bestellen. Na klar, dass hatten wir ja eh vor 👍🏼 Wir bestellen unsere vier Drinks und staunen dann nicht schlecht als wir aufgefordert werden knapp 600.000 Dong zu bezahlen. Soviel dazu 😁
Egal, wir machen es uns gemütlich und verbringen den ganzen Tag in entspannter Atmosphäre am Strand. Abendessen gibt es heute bei TinTin’s.



Sonntag – Arbeitstag. Neeee heute nicht. Wir nehmen uns die Freiheit auch die letzten beiden Tage mit unseren Freunden ganz im Hier und Jetzt zu bleiben. So entscheiden wir uns einen kompletten Pooltag einzulegen, den wir nur fürs Frühstück und das Abendessen unterbrechen. Sebastian und Christian besorgen sich noch eine Flasche Gin die über den gesamten Tagesverlauf schmeckt. Der Pooltag wird von elektronischer Musik von einem DJ begleitet den Sebastian überzeugen konnte etwas aufzulegen. Das Abendessen in einem deutschen Burgerlokal ist eine interessante Abwechslung, dann geht es sehr früh ins Bett, morgen wollen wir noch einmal versuchen in den Wasserpark zu kommen.
Stroll on,
Christian & Jana






















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