Reisebericht #64

veröffentlicht von

am

24.03. – 01.04.2025

Wer die Heimatberge (oder hügeliges Flachland) nicht liebt, kann auch fremde Täler nicht lieben.“

Kaukasisches Sprichwort (leicht umgewandelt)

Schame on us! Wie kann es sein, dass der letzte Reisebericht drei Monate dauert?? Tja, wir wurden verhext. Wirklich! Am 01.04.2025 berührten unsere Zehenspitzen Heimatboden und Simbalikadali ist unser Kalender bis zum erbrechen voll und in den Ruhepausen dazwischen liegen wir sabbernd auf unserer neuen Couch. Anscheinend wurde dazu auch ein Zeitzauber gewirkt, denn gestern haben wir uns in China am Airport die Zeit mit Kohlsprossensuppe versüßt, und heute ist Sonntag der 13.07.2025. Aber fangen wir von vorne an und spulen zurück zum 24.03.2025 irgendwo in Pokhara auf nepalesischem Boden…

… Nach einem leckeren Frühstück, im menschenleeren Hotelrestaurant wollen wir uns die Füße vertreten und die Stadt erkunden. Pokhara liegt auf 822m und somit höhenmäßig unter Kathmandu. Von dem anliegenden See, dem Phewa Lake, hat man einen schönen Blick auf das Annapurna-Massiv. Nur wenige Tage zuvor, waren wir noch umzingelt von einigen der höchsten Berge der Welt. Nun blicken wir auf sie und in die jüngste Vergangenheit, wie ein Schatten, der durch das einfallende Licht schwindet. Die Sonne scheint und es sind gemütliche 26Grad. Der Ort hat knapp 600.000 Einwohner. Pokahra ist das Tor ins Gebirge. Von hier starten unzählige Trekkingtouren in das Annapurna-Himalaya. Das ist nicht zu übersehen, hier tummeln sich Reisende und Abenteurer. Auf dem Programm heute steht ein Besuch beim Tätowierer und abends treffen wir uns mit der Mädelstruppe um ViVi. Zugegeben, im Gegensatz zu den spartanischen Orten der letzten Tage, ist der wenige Luxus hier vor Ort ganz angenehm. Wir recherchieren und suchen nach Attraktionen: World Peace Pagode, eine Bootstour über den Phewa Lake, Paragliding (?), Movie Garden (Kino?), Promenade (?) und Shoppingtour (?)… Ja so geht es weiter. Klingt alles nicht wirklich einheimisch, sondern nach Beschäftigung für die Ströme an Touristen, die jedes Jahr wie Heuschrecken einfallen. Die Saison ist gerade erst gestartet, die Schneeberge teilweise abgetaut, daher ist es noch relativ ruhig hier. Wir entscheiden uns ganz abenteuerlich für – Shopping.

Dafür benötigen wir Bargeld. Während Christian und Tobi am Automaten das Tauschmittel in Papierform besorgen, macht es sich Jana auf einer Treppe gemütlich. Nicht lange und ein junge, schätzungsweise elf Jahre, kommt angeschlendert. Er läuft normal, erst als er Christian am Geldautomaten sieht, nimmt er eine geduckte bucklige Haltung ein. Er peilt Christian direkt an und bittet um Geld. Dabei berührt er wechselweise Christians Füße und hält ihm die Hände flehend hin. Wir kennen das schon und geben selten Geld, vor allem Kindern oder Jungendlichen nie. Diese werden fast immer von Eltern oder Organisationen dazu gezwungen zu betteln. Das wollen wir nicht unterstützen. Christian bleibt freundlich aber bestimmt und schickt ihn weg. Der Junge hält auf Jana zu, doch auch sie zeigt freundlich aber streng, dass sie nichts geben wird. So zieht er ab. Doch er kommt nicht weit. Eine junge Touristin läuft ihm in die Arme und zückt ihr Portmonee. Wir beobachten die Szene ganz genau, denn, als der Junge ihr Geld nicht annimmt, läuten umgehend unsere Alarmglocken. Jana steht bereits auf der Treppe. Der Junge erklärt ihr etwas, was wir nicht verstehen, dann läuft sie -sichtlich unwohl – mit ihm mit. Christian stellt sich zu Jana mit den Worten „Da ist wohl jemand in eine Falle getappt.“ Wir zögern keine Sekunde und Jana eilt – dicht gefolgt von Christian und Tobi – hinterher. Jana erkläre der jungen Frau, dass sie sie umarmen werde, um deutlich zu zeigen, dass wir uns kennen und zusammengehören. Mara ist in Deutschland geboren und so gibt es keine Sprachbarriere. Wir erzählen ihr, was unsere Vermutung ist. Der Junge steht unsicher direkt bei uns. Sie erklärt uns, dass er sie mitnehmen wollte, wo sie was zu Essen kaufen sollte. Nur dort sollte sie was kaufen. Das kam Mara zwar komisch vor, doch sie wusste nicht was sie machen sollte.

Indes wir uns unterhalten wird der Junge sichtlich unruhiger und bettelt unsicher weiter. Tobi drängt sich dazwischen und schickt ihn weg. Nun hat auch er verstanden, dass es hier nichts mehr zu holen gibt und rastet völlig aus. Er beschimpft uns, spukt uns vor die Füße… alles unter den wachsamen Augen der Einheimischen, die sich jedoch bedeckt halten. Irgendwann lässt er ab von uns und setzt sich weinend an den Straßenrand. Nun könnte unser gutmütiges Herz schwach werden, doch wir bleiben eisern, denn wir kennen diese Masche. Als wir weitergehen wollen, Mara zwischen uns, springt der Junge wieder auf, reißt seine Hose runter und wedelt auffahrend mit seinem Gemächt herum. Zugegeben, damit haben auch wir nicht gerechnet. Die damit einhergehende Aggression kam nicht unerwartet. Wir laufen unbeirrt weiter. Aus dem wilden Gebrüll wird wieder ein Schluchzen. Bald sind wir weit genug entfernt. Mara geht wieder ihres Weges und wir in ein Café, um das Erlebte mit Kaffee und Tee runterzuspülen. Wir sprechen über weltweite Armut und die psychischen Belastungen der Kinder, die darunter leiden.

Wir schlendern am See entlang, durch die Promenade und besuchen den Tätowierer FewaInk. Anscheinend weiß er genau, was wir wollen und wird uns Entwürfe fertigen. Super. Den Abend verbringen wir ein letztes Mal mit den Mädels von unserem Trek. Vivi schickt uns den Namen und den Link zum Taste of Boudha. Da es am anderen Ende der Stadt ist, lassen wir uns mit Taxi hinfahren. Die Gegend wirkt verlassen und dunkel. Hier soll eines der Besten Szene-Restaurants sein? Wir vertrauen darauf, dass die zugesandte Google-Verlinkung schon korrekt sein wird, auch wenn unser Bauchgefühl Alarm schlägt. Immer tiefer laufen wir in die dunklen Gassen, begleitet von bellenden Hunden, die sich an unserer Anwesenheit stören. Zum Glück bleiben sie auf Abstand. Nachdem wir den Standort umrundet haben und weit und breit kein Restaurant sehen, geben wir auf und fahren zurück in die Stadt. Wir suchen selbst nach einem Restaurant namens Taste of Boudha und finden eine Sherpa Bar mit selbigen Namen nicht weit von unserem Hotel auf der Promenade. Wir finden es und somit auch die Mädels. Mit einem „Je bent laat“ werden wir umarmend auf unsere Verspätung angesprochen. Als wir erklären, wo Vivi uns hingeschickt hat, kann sie ihre Schamesröte kaum verbergen. Als Entschuldigung spendiert sie uns mehrere Flaschen Sherpa-Bier. Es sieht aus wie Abwaschwasser, ist sehr kräftig und kommt in 1L-Flaschen. Der Abend wird sehr lustig und wir verabschieden uns mit einem „Kommt gut heim!“. Heim? Uns wird bewusst, dass es diesmal ja wirklich „heim“ geht.

Morgens schreibt uns FewaInk. Die Entwürfe sind fertig und wir können uns heute tätowieren lassen. Wow. Sind die schnell und der Entwurf sieht super aus. Wir korrigieren noch die Koordinaten. Das Tättoo besteht aus einer Abbildung eines Fotos vom Anapurna I, welches Jana auf der Reise geschossen hat und den Koordinaten des Thorong La. Nachdem wir frisch gestochen sind, essen wir Abends wieder im Dorjee Restaurant und dann ist der Tag auch schon vorbei.

Tobi geht es am nächsten Tag nicht so gut und wir nutzen den Tag für Besorgungen. Wir wollen für Shera und Lhakpa ein Foto drucken lassen, einrahmen, mit einer Widmung und einem Trinkgeld für beide. Wir treffen sie zum Kochkurz in Kathmandu ein letztes Mal. Mehr passiert heute nicht, da auch Jana sich nicht so gut fühlt.

Wir überspringen jetzt mal auch den 26.03. Ist nicht schlimm, denn aufmerksame Leser haben bereits festgestellt, dass dieser Reisebericht nicht bis Sonntag, sondern bis Dienstag geschrieben wird. Wir verlassen damit die Pfade der Routine und holen die übersprungenen langweiligen Tage nach.

Am 27.03. verlassen wir Pokhara und fahren mit dem Bus nach Kathmandu. Christian hat von Shera eine Handynummer bekommen. Wir stehen mit unserem Gepäck und einem Fresspaket an irgendeiner Kreuzung und hoffen, dass ein Bus kommt. Schon wieder. Da sich nach und nach weitere Menschen zu uns gesellen, sind wir beruhigt und bisher ist es ja immer gut gegangen. Trust the Process. Es kommt ein Bus, wir haben Plätze und bezahlen Bar. Auf dem Weg treffen wir auf ein paar Affen, nehmen jedweden Straßenschaden mit und fahren wieder hoch. Nach acht Stunden Geschaukel checken wir im Hotel ein. Wir sind wieder im staubig trubeligen Kathmandu. Eine Stunde später bringt Shera zusammen mit seiner Frau unser Gepäck vorbei. Wir essen zusammen auf der Dachterrasse und präsentieren unsere neuen Tattoo. Auch unser Geschenk übergeben wir. Shera freut sich über das Bild, auf dem fünf Menschen vor einem Schild auf 5416m Höhe in die Kamera strahlen. Wir freuen uns schon auf Morgen und den Kochkurs bei ihm zu Haus. Auch Lhakpa wird da sein.

Jana hat noch ein bisschen Bauchweh und bleibt den Vormittag im Zimmer. Christian und Tobi versuchen eine Post zu finden. Was wirklich schwierig ist. Eher unmöglich. Sie finden zwar eine, dort möchte der Angestellt die Postkarten auch entgegen nehmen, hat aber keine Briefmarken. Es gibt sowas auch nicht in Nepal erklärt er. Christian sagt, aber in Deutschland. Wie kommen die Postkarten in Deutschland ohne Briefmarke weiter? Der freundlichen Nepalese zuckt mit den Schultern und wir behalten die Postkarten erstmal bei uns. Nachmittags als Shera uns abholt, sind wir wieder vollzählig. Da er und seine Familie nicht weit entfernt wohnen, laufen wir zu ihm nach Haus. Wir freuen uns, auf das gemeinsame Kochen und den Einblick in sein Privatleben.

Shera gehört eher zur privilegierten Oberschicht in Nepal. Das Haus in dem er wohnt gehört ihm und er vermietet es an andere. Wir zählen drei weitere Wohnungen. Seine Frau begrüßt uns herzlich. Wir gehen über den offenen Hausflur nach oben. Jede Etage ist mit einer Metalltür gesichert. Durch die Küche bewegen wir uns ins Wohnzimmer. Küche und Wohnzimmer sind durch eine weiße Gardine getrennt. Auf dem Boden liegen in bunten asymmetrischen Mosaiken gestückelte Teppiche in allen möglichen Farben. Die Einrichtung ist einfach und sauber. Am Holztisch stehen Plastikstühle und an den Wänden Schränke in Eiche rustikal. Wir machen es uns gemütlich und bekommen Tee und Wasser. Wenige Minuten später trifft auch Lhakpa ein. Jana freut sich so, dass sie aufspringt und laut „Hey Lhakpa“ ruft. Wie immer ist er damit völlig überfordert und wählt den Rückwärtsgang. Jana setzt sich umgehend wieder hin, um seiner Introvertiertheit Raum zu geben. Da der Maitre de Cuisine Lhakpa nun anwesend ist, geht der Kochkurs los.

Wir stampfen Ingwer, schälen Zwiebeln, Kneten Teig und würzen mit MoMo Masala. Dann waschen wir Linsen für das Dahl, schneiden Karotten, Frühlingszwiebeln, Kohl und braten alles an. Das wird die Füllung für die Mo:Mo´s. Christian rührt eine Paste aus Knoblauch und Ingwer an, Jana kocht und schält Tomaten und Erdnüsse. Es duftet so gut. Wir rollen den Teig aus und stanzen runde Formen aus, darin legen wir einen Löffel leckeres Gemüse und seine Frau zeigt uns, wie wir Mo:Mo formen. Der vier Etagen Gartopf wird gefüllt. Da sie kein Licht über dem Herd haben, setzt sich Lakhba eine Kopflampe auf und brät die Kartoffeln für das Aloo Mustang an. Es macht spaß. Obwohl seine Frau kein englisch spricht, verstehen wir uns super. Auch sein Sohn kommt dazu und wir scherzen. Nur beim Essen, sitzen wir wieder allein. Letztendlich können wir wenigstens Shera überzeugen, sich zu uns zu setzen. Heute ist der letzte Tag mit Shera und unserem Porter. Wir reden, bekommen noch ein Abschiedsgeschenk in Form einer kleinen Gebetsmühle und Bergkristallen aus dem Himalaya. Dann heißt es Abschied nehmen. Vielleicht sehen wir uns wieder, auf einer Tour nach Tibet.

Der nächste Tag ist der letzte in Nepal und auch der letzte unserer Asienreise. Wir können dieses Gefühl kaum greifen. Vorfreude, Trauer, Erleichterung und Demut. Doch heute wollen wir Kathmandu erkunden und Souvenirs kaufen. Endlich. Wir haben auf der ganzen Reise nichts gekauft, da wir es nicht mitschleppen wollten. Jetzt können wir unser weniges Geld verprassen.

Wir schauen uns den Dharahara-Turm, auch Seto genannt, an. Der 72m hohe Turm liegt im Zentrum von Sundhara, einem Stadtteil von Kathmandu. Er wurde 1832 für die Königin von Nepal gebaut. Von dort shoppen wir uns durch. Es gibt Ketten, Taschen, Postkarten ohne Briefmarken, Mützen aus Yak-Wolle und Seifen. Der Tag vergeht sehr schnell. Den Abend verbringen wir auf der Dachterrasse unseres Hotels und spielen 31. Dieses Spiel wird Nepal für immer lebendig werden lassen.

Am nächsten morgen verabschieden wir uns von Tobi. Er fliegt einen Tag früher. Den Rest des Tages bleiben wir im Zimmer. Packen unsere Sachen um, so dass wir durch den Security-Check kommen.

Es ist der letzte Tag im März 2025 und für uns der letzte auf asiatischem Boden, auch wenn wir einen Teil davon in China verbringen. Wer sich fragt warum China. Nun ja, wir fliegen zurück um vorwärts zu kommen… jaha… und der Flug war günstig. Gegen Mittag steigen wir in das erste Flugzeug Richtung Heimat. Wir schalten die Telefone aus und werden sie erst im „Heimatnetz“ wieder anstellen. Verrückt. Auf dem Flug sehen wir bei blauem Himmel und Sonnenschein die Spitze des Mount Everest. Fast spüren wir, wie sich das Flugzeug zur Seite neigt, da alle Insassen am Fenster kleben. Bereits wenige Stunden später landen wir in China. Das ist unverkennbar. Luxus, wo das Auge hinblickt. Die futuristischen Toiletten zeigen Wohlstand und Fortschritt. Es gibt westliche WC und klavierlackfarbene Fußböden. Nur Restaurants sind eher spärlich versehen. Ganze acht stunden müssen wir hier rumhängen. Ohne Internet und ohne bequeme Sitzgelegenheiten. Zu beginn des neuen Monats laufen wir zu unserem Gate. Pünktlich um 1:45 Uhr startet unser Flieger und wenn wir das nächste Mal Boden betreten wird es in Frankfurt sein. Was wir aktuell noch nicht wissen, ein Teil von uns wird in China bleiben.

Wir wissen noch nicht so genau, ob wir abgeholt werden. Unsere gemütliche entpannte Art, die wir uns die letzten Fünfzehn Monate antrainiert haben behalten wir bei. Wir nehmen einfach den nächsten Zug. Der Flug selbst ist super entspannt und wir werden mit leckerem Essen überhäuft. Gegen sieben Uhr morgens berühren unsere Zehen Heimatboden… den Rest kennt ihr ja.

Doch vorher holen wir unser Gepäck ab. Jana macht einen Freudentanz (jedes Mal), wenn ihr Backpack wieder bei ihr ist. Nur Christians ist weit und breit nicht zu sehen. Das bleibt auch zwanzig Minuten später so. Wir entdecken einen Mann von unserer Fluggesellschaft mit einem Service-Schild in der Hand und sprechen ihn an. Er weiß bescheid und schickt uns zur Gepäckermittlung der Lufthansa. Auch die netten Dame am Schalter weiß anscheinend Bescheid. Toll. Nur wir nicht. Es stellt sich heraus, dass sich irgendwo in den Untiefen des Backpacks ein Feuerzeug versteckt hielt. Was in Nepal durchgewinkt wurde, hat unter den strengen Augen des Einheitsstaats China nicht bestanden und wurde einbehalten. Korrekt! Christian in Deutschland, sein Hab und Gut in China. Wir füllen eine Einverständniserklärung aus, dass das Personal am chinesischen Flughafen das Gepäck öffnen und den irritierenden Gegenstand entfernen darf. Da wir seit Anfang unserer Reise AirTags in den Rucksäcken haben, sehen wir-nun wo wir wieder Empfang haben – wo er steht. Das Gepäck wird uns in den nächsten Tagen vorbeigebracht.

Übermüdet verlassen wir das Flughafengelände und atmen Heimatluft. Zu unserer Freude holen uns Emma und KC (Sie waren mit uns in Vietnam unterwegs) ab. Mit Willkommensschild und liebevollen Umarmungen. Am ersten Stop gibt es das ersten Brötchen mit Käse seit Fünfzehn Monaten und Preisen die sich gewaschen haben. Junge! War es hier immer so teuer? 3,80EUR für ein Brötchen mit Camembert? Nicht nur das, wo sind die ganzen lachenden Menschen hin, warum sind alle so gestresst und genervt? Die ersten Anfragen per WhatsApp, wann wir Zeit haben, trudeln ein… Der Kalender fängt an sich zu füllen.

Wenigstens wissen wir bereits wo wir wohnen werden. Unsere alte Wohnung wird unfassbarer Weise zum ersten Mai wieder frei und unser Vermieter hat uns angeboten, wieder einzuziehen. Da Christian definitiv wieder bei WestfalenWind anfängt, wäre das optimal. Jana hat bisher noch keine neue Stelle, aber viele Projekte im Gepäck. Den Monat dazwischen dürfen wir in einem Zimmer inklusive Bad im Miethaus von Christians Eltern unterkommen. Auch alles andere haben wir bereits vorbereitet. Einen Termin zum wieder anmelden in Deutschland und einen für das Arbeitsamt. Wir werden alle unsere Freunde und Familien wiedersehen und freuen uns darauf eine Basis zu haben und nicht mehr in „fremden Betten“ zu schlafen. Doch all diese schönen Gedanken und das Sicherheitsgefühl hat einen Beigeschmack. Ein neues Kapitel wird aufgeschlagen und eine aufregende Zeit neigt sich dem Ende. Wir kehren zurück – nicht als die Dieselben, sondern als zwei Menschen, die gelernt haben, dass die Welt größer ist als die eigene Vorstellung. Wie unbedeutend man im Gefüge der Vielfalt ist und wie wichtig man sich selbst sein sollte. Während mit jedem Schritt auf heimatlichen Boden leise ein neues Kapitel beginnt, merken wir schon nach kurzer Zeit, wie wir die Entspannung der letzten Monate in die hektische Welt bringen.

Stroll on

Christian & Jana

ps: Vier Tage später kam auch Christians Gepäck an.
pps: Auch Jana arbeitet wieder bei WestfalenWind.

Hinterlasse einen Kommentar

Previous Post