Reisewoche #21

veröffentlicht von

am

27.05. – 02.06.2024

„Die Vielfalt der Welt und die Menschheit darin sind ein Wunder, das wir schätzen und bewundern sollten.“ 

Nelson Mandela

Hey, heute ist wieder einer der verdammten Tage, die ich kaum ertrage und mich ständig frage, warum mich all diese Gefühle plagen…(Fantastische Vier). Wenn man morgens schon mit diesem Ohrwurm aufwacht, weiß man bzw. wir, dass heute einer dieser „Rien ne va plus“-Tage wird. Nichts geht. Wir suchen in unseren Handys nach Bildern von Montag, dem 27.05.2024, wir finden exakt eines:

Der Kaffee ist zwar sehr lecker gewesen, dass war aber auch alles, von dem Tag 🤣 An diesen Tagen chillen wir am Handy, lesen, schauen YouTube oder Abends mit Popcorn einen Film. Ein ganz normaler Alltag eben. Man könnte jetzt sagen: „Ihr seid in Malaysia, da könnt ihr doch nicht auf dem Zimmer bleiben.“ Doch! An diesen Tagen schöpfen wir Kraft und sammeln Energie, denn Reisen kosten eben genau das: Kraft und Energie. Wir beginnen die Woche ebenso kulinarisch mit Haferschleim 😅 auf dem Zimmer und leckerem chinesichem Dim Sum in unserem Lieblingsrestaurant Restaurant, das Ambience, in Ipoh.

Ipho gefällt uns bisher sehr gut und heute haben wir Lust den Ort weiter zu erkunden. May, die Chirurgin, die wir beim Wäsche waschen letzte Woche kennengelernt hatten, hat uns den Tipp gegeben zum Mirror Lake zu fahren. Sie hat uns auch Bilder von sich und ihrer Familie vor Ort zugesandt. Wir gehen der Empfehlung nach und bestellen uns ein Taxi dorthin. Taxi fahren ist in Malaysia extrem günstig. Für die Strecke von knapp 8 km zahlen wir insgesamt 2,50 EUR. Am Gunung Rabat gibt es zwei Seen, die in Mitten des Berges „versteckt“ liegen. Beide waren vor hundert Jahren eine riesige Höhle und sind nach dem Einsturz zu einem See geworden. Den ersten können wir zu Fuß begehen, mit zweihundert anderen Menschen. Es sind Ferien in Malaysia. Wir gehen durch einen ehemaligen Bergwerktunnel auf die andere Seite des Berges. Apropos: Wann ist ein Berg eigentlich ein Berg und kein Hügel? Nach Definition auf Wikipedia: „Um bei einem Gipfel auch von einem eigenständigen Berg zu sprechen, werden für die Alpen beispielsweise Schwellenwerte von mindestens 100 bis 300 Metern Schartenhöhe angegeben.“ Daher sprechen wir von den umliegenden Formationen weiterhin von Bergen, auch wenn uns einige eher wie Hügel vorkommen 😅

Auf der anderen Seite finden wir einen kleinen Steg für die elektrobetriebenen Schlauchboote, die mit Tourenguides und Besuchern über den See schippern. Wir verweilen eine Weile und saugen die grün bewachsenen Felshänge, die sich mit dem See vereinen, in uns auf. Auf dem Weg zum zweiten See schlendern wir noch durch die Snake-Cave und kaufen dann Tickets für den Tasik Cermin 2. Diesen See können wir nur mit dem Boot erkunden. Hier zahlen wir 50 MYR (10 EUR gesamt). Nach ca. 35 Minuten werden wir aufgerufen und dürfen mit Rettungsweste und sechs weiteren Passagieren das Schlauchboot betreten. Unser junger Guide erklärt uns ein paar Grundregeln, die eigentlich immer gleich sind:

– Nicht aufspringen
– Nicht reinspringen
– Nichts anfassen
– Nichts füttern
– Nicht laut sein

Dann geht es mit einer gekonnten Kurve in die Hidden World. Der Tunnel durch den wir gleiten, ist schmal und sehr flach. Auch wenn wir beide Dickschädel sein können, ziehen wir lieber unsere Köpfe ein. 🤪 Der Tunnel ist nicht beleuchtet und so genießen wir die schemenhaften Umrisse der Felsformationen, die gelegentlichen Wasserduschen und die angespannte Stille, bis wir Licht am Ende des Tunnels sehen und eine neue Welt betreten… ähm beschippern. Es ist still. Nur unser Guide erzählt uns abwechseln in englisch und malaysisch etwas über die Entstehung des Sees sowie der Tierwelt hier. Bis auf ein paar Fische, können wir keine Tiere sehen. Dafür Farne, Palmen, Bäume die das Felsmassiv umschlingen und die ein oder andere „Zimmerpflanze“. Vermutlich hätten wir uns den Eintritt und die Besichtigung des ersten Sees sparen können, da beide recht ähnlich sind, am zweiten See hat die Tunnelfahrt allerdings für etwas Action gesorgt. Nach dem uns die Hidden World wieder ausgespuckt hat, decken wir uns mit Wasser ein und lassen uns entspannt zum Kek Look Tong fahren.

Kek Look Tong ist ein chinesisch buddhistischer Tempel in einer riesigen Tropfsteinhöhle. Sie ist weitläufig und offen. Auf dem Weg zum Tempel fahren wir an einem Eisstand vorbei. Wir laufen also das komplette Gelände für ein Eis zurück. ABER, es ist nicht irgendein Eis. Es ist frittiertes Eis. FRITTIERT. Einmal Oreo und Vanille bitte. Mit diesen Worten landen zwei Teigklumpen in der Fritteuse. Dreißig Sekunden später in unserer Hand. Das heiße Gebäck kühlt umgehend ab. Hamma. Außen der Geschmack von frittiertem Gebäck und innen Eis. Mehr davon! 🤤


Jetzt sind wir bereit für eine atemberaubende, kostenlose, Tempelbesichtigung. Der Höhlen-Tempel wurde 1970 erbaut und verziert mit etlichen Buddha-Statuen. Jede Spalte zwischen Stalaktiten und Steinstücken wurde genutzt, um eine Station zum Beten oder Statuen in jeder Form Buddhas aufzubauen. Im Eingang begrüßt uns eine Statue von Konfuzius. Es ist angenehm kühl durch die feuchte Luft. Überall läuft Wasser durch den Limestone und wird in Auffangbecken gesammelt. Ab und an dienen auf den Wegen auch große Eimer als Auffangsbehälter. An den Wänden können wir auch durch viele grüne Pflanzinseln sehen, wo Licht und Wasser sich seinen Weg bahnt. Hinter jeder Ecke gibt es einen Treppenaufstieg zur nächsten Nische mit naturgemachten Steinkunstwerken oder prunkvollen Statuen. Der Tempel ist beeindruckend. Das ist jedoch noch nicht alles. Am anderen Ende der Höhle eröffnet sich uns ein Blick ins Tal und auf den anliegenden Zen-Garten des Tempels. In dem es weitere Statuen, einen See, verschiedene Pflanzen, Pagoden und Pomelobäume gibt. 🙌

Auf einem Seitenarm kann man auch Tretboot fahren. Das lassen wir. Wir bleiben lieber an dem See kleben, denn hier leben Schildkröten. Als wir schon so fasziniert von den handgroßen Schildkröten schwärmend davor stehen, entdecken wir noch eine viel größere. Der Panzer ist mit braunen Algen bewachsen und so sehen wir erst einen Schatten von ihr, der für uns wie ein Stein aussieht. Bis der Stein auf uns zu schwimmt und mit einem riesigen „Lächeln“ auftaucht. Wir wissen natürlich, dass Schildkröten nicht lächeln, aber diese hier lächelt! Entscheidet selbst 🤗

An einem Fischteich setzen wir uns, um zu beraten, wie es weitergeht. Ein Hüngerchen macht sich breit und so lassen wir uns zu einem Restaurant in unserer Nähe fahren. Leider stehen wir vor verschlossenen Türen, Ferien. Macht nichts, denn von hier aus ist es nicht weit ins Hotel und auf dem Weg kommen wir noch an etlichen Restaurants vorbei. Das Regalodge Hotel in dem wir aktuell residieren ist schon im Schlafmodus, als wir vollgefuttert angekommen.

Neuer Tag, neues Glück. Heute wollen wir zum Perak Tong Tempel. Ebenfalls ein chinesisch-buddhistischer Tempel in einer Höhle. Wer nun glaubt, dass das langweilig ist. Nope. Denn dieser Tempel hat zu den imposanten Statuen und Felsformationen noch wunderschöne Malereien an den Wänden. Außerdem gibt es eine Pagode auf dem Berggipfel. Der Weg dahin führt mitten durch den Tempel, durch einen Höhlenspalt, über eine steile Steintreppe mit 450 Stufen. Das ist genau unser Ding. Der Perak Cave Tempel wurde 1926 von dem Ehepaar Chong Sen Yee und Chong Chan Yoko errichtet. Der Höhleneingang wird von zwei Götzen in Schneelöwenform bewacht. Nach dem wir einige Zeit durch die kühlende Höhle geschlendert sind, steigen wie die Stufen zur Pagode hoch. Vor dem Aufstieg befindet sich ein Warnschild:
⚠️ Besucher mit Herzproblemen, Bluthochdruck, Bronchialastmah, By-Pass etc. sollen bitte nicht den Berg besteigen.
Wir fühlen uns stark und gesund. Auf gehts.

Die Tempeleigner haben leider noch ein Warnschild vergessen: Besucher Vorsicht! Die Höhe sowie Breite der Stufen ist aus reiner Willkür entstanden. Der gemauerte Weg führt einmal quer durch den Dschungel des Berges und ja, es ist zu mindest für eine von uns anstrengend. Das ist aber bekanntlich jeder Berg und hier erreicht Jana nicht einmal Phase 2. Nach etlichen Stufen brechen wir durchs Gebüsch und sind an der Pagode mit herrlichster Aussicht über Ipoh und den Highlands in der Ferne. Dieser Besuch hat sich wirklich gelohnt. Beide Tempel, der Kek Look Tong und der Perak Tong sind eine Besuch wert.


Da es gerade einmal 15 Uhr ist, lassen wir uns zu dem nahe gelegenen Recreational Park am Gunung Lang fahren. Hier teilen wir uns eine Portion Reis mit Gemüse und kaufen dann Tickets für die Fähre zum Park. Diese Fähre hat keinen Elekroantrieb, sondern zwei Benzinmotoren mit ordentlich Power und dass genießt der Fährmann sichtlich. Wir driften über den kleinen See zum Park.

Obwohl die Fähre überfüllt ist, fühlt sich der Park wie ausgestorben an. Alle Passagiere, außer wir, stürmen Richtung Kinderspielplatz. Es gibt ein – zwei Seen, leere Käfige und Makaken. Als wir ein Oberkörpergroßes Skelett finden, wird es doch noch kurz spannend. Das Skelett scheint von einem Fisch zu sein und gerade, als wir darüber debattieren, wie groß und dick Greten und Wirbelsäule eines Fisches werden können, schwimmt nicht weit von uns ein großes etwas vorbei. Die Fische in diesem See sind so enorm. Größer als Warane. Nachdem wir vom Park über den See zurück gedriftet sind, schauen wir uns noch einen Wasserfall an. Der „Wasserfall“ ist von 9:00 – 18:00 Uhr in Betrieb. 🤭 Na da haben wir ja Glück gehabt. Den Abend verbringen wir im Ambience und probieren uns weiter durch die Speise- und Getränkekarte. Selbst die Kellnerin ist etwas irritiert, dass wir vier Getränke für uns bestellen. Doch heute ist der letzte Tag in Ipho und da steht noch soviel in der Karte. 😅


Abreisetag aus Ipho. Check-Out ist erst gegen 12 Uhr und unser Bus, sofern noch Plätze frei sind, fährt erst um 13 Uhr. Eine Menge Zeit, Sachen zu packen und entspannt zu frühstücken. Wir bekommen noch Tickets für den 13 Uhr Bus. Der Busbahnhof ist voll und es gibt nur einen Check-In Schalter für ca. 10 Gates. Ansonsten gibt es eine digitale Anzeige, auf denen alle Verbindungen mit Gates und Status aufgelistet sind. Unser Bus steht auf „In Time“ (Pünktlich). Super, dann können wir uns hinsetzen. Gegen 13 Uhr stehen wir am Gate und die Anzeige wechselt auf Delayed (Verspätet). Nach 15 Minuten verschwindet unsere Busverbindung komplett von der Anzeigetafeln. Warum, klären wir bei dem Einzigen, der alles zu wissen scheint. Der Bus steckt im Verkehr fest und ansonsten kämen die Busse aus den Cameron Highland grundsätzlich zu spät.

Um 13:30 Uhr starten wir mit einem leeren Bus Richtung kühler Berglandschaft. Christian hat vorher ein bisschen recherchiert und es wird empfohlen für die Busfahrt Tüten bzw. Reisetabletten mitzunehmen, da die Fahrt durch die Berge über die geschlängelten Straßen nichts für schwache Mägen ist. Spätestens, als wir in jedem Sitz Kotztüten finden, sind wir sicher, dass das auf Erfahrungen beruht. Die Sitze sind wieder breit und bequem und wir kommen ohne großen Stau unserem Zielt näher. Als wir von dem Distrikt Perak nach Pahang wechseln, wissen wir definitiv warum. Wir schaukeln uns durch die wunderschöne Berglandschaft. Da es sich hier um die einzige Straße in diese Richtung handelt, herrscht reger Verkehr. Und so kommt zum Schaukeln auch noch das Stopp-and-Go dazu. Während Christian die Aussicht genießt, nimmt Jana eine ausgleichende Körperhaltung ein. Das funktioniert erstaunlich gut und niemand muss die Tüten vor sich benutzen.

Welcome in Tanah Rata, mitten in den Highlands. Es sind gemütliche 22 Grad. Hoodie Wetter 🤩 Am Busbahnhof heißt es Endstation, alles aussteigen. Gerade auf dem Bahnsteig angekommen und die Backpacks abgestellt, werden wir direkt angesprochen, wo wir herkommen und vor allem wo wir hin wollen. Unsere europäische Skepsis lässt uns eher verhalten auf den aufgezwängten Smalltalk reagieren, wir müssen schließlich noch schauen, wie wir von hier zu unserem Hotel kommen. Tekoma Resort sagen wir leicht abwesend. Ah gut, kenne ich, nickt unser Aufdringling und verschwindet. Wir versuchen das Hotel anzurufen, da es einen Shuttle-Service anbietet. Leider ohne Erfolg. Da steht er wieder vor uns, mit seinem Telefon am Ohr: „Ich hab Eric Tekoma am Telefon. Freund von mir. Er schickt den Fahrer.“ Vielleicht sind wir beide kurz rot geworden. Selbst wenn nicht, fühlten wir uns leicht beschämt. Von wegen aufdringlich, er wollte nur helfen. So wird aus einem Aufdringling ein Gutmütiger. 🫣 Es dauert keine sechs Minuten und Mr. Chiang packt uns ein, um uns zu unserem Zuhause der nächsten fünf Tage zu fahren. Bergauf.

Im Empfangsbereich begrüßen uns zwei kuschelige Katzen auf den Sofas und man erklärt uns direkt, dass sie auch manchmal mit aufs Zimmer kommen. Schon auf dem Weg hierher waren wir so begeistert von der Umgebung und der kühlen Luft, dass wir direkt fragen, ob es eventuell die Möglichkeit einer Verlängerung des Aufenthaltes gibt. Mr. Chiang schaut uns ungläubig an: „Warum? Warum hier? Hier ist doch nichts?“ Wir schauen uns an und lassen das Thema erstmal auf sich beruhen. Das Zimmer ist riesig und wir haben Ausblick auf die umliegenden Berge. Allein die Lautstärke der anderen Gäste, es sind immer noch Ferien, hält uns bis nach Mitternacht wach.

Obwohl wir heute nicht so richtig in Fahrt kommen, wollen wir unbedingt in die Wälder und auf die Berge. Christian, auch „Der Navigator“ genannt, hat zwei Trails rausgesucht. Trail 10 und einen eher unbekannten. Frisch gestärkt stapfen wir los und treffen ein Pärchen, dass ebenfalls den Eingang zum Trail 10 sucht. Nur leider wurde ein großes Hotel vor den Eingang gebaut und wir müssen einen 26 minütigen Umweg zum Trail gehen. Der Eingang befindet sich nun hinter einem Zaun in einer Wohnsiedlung. Noch schnell die Wanderhose verlängert und Mückenspray aufgetragen, dann geht es bergauf, mitten durchs Gebüsch. Der Trail besteht aus Wurzelstufen. Es geht hoch hoch hoch hoch. Zum Glück sind es nur 25 Grad, so fühlt sich das Wandern besser an. Nach ca. einer Stunde erreichen wir den Gipfel des Gunung Jasar auf 1704m. Herrlich. Glück mit dem Wetter haben wir auch und das trotz Regenzeit.

Nach einer kurzen Pause wollen wir den auserwählten Weg gehen, um zu den Teeplantagen zu kommen. „Wrong Way“ steht auf einem handgeschriebenen Zettel an einem Absperrband mit den Worten „Do not Cross“. Ihr wisst ja, dass wir gern auch mal Hinweise übersehen, wenn der Weg schön ist. Wir versuchen dann soweit wie möglich zu kommen. Allerdings kann man hier schon am Anfang des Weges sehen, dass alles sehr zugewachsen ist und naja, wir sind halt auch im Dschungel. Also wandern wir ein kleines Stück zurück, um zu Trail 6 zu gelangen. Dieser führt ebenfalls zu den Plantagen. Der Weg ist mindestens genauso zugewachsen und zum Teil so matschig, dass wir wenig elegant runter glitschen. Abenteuerlich. Am Wegrand finden wir so viele schöne Pflanzen, dass wir die Anstrengung wenig wahrnehmen. Geduckt bahnen wir uns den Weg durchs Gestrüpp, bis uns der Dschungel an einem Schuppen aus Wellblech wieder auspuckt und wir auch wieder einen ordentlichen Weg haben. Für alle Zocker unter uns: Die Ebene erinnert uns an Szenen aus Far Cry 3. Dazu zieht in dem Tal, durch welches wir nun weiter wandern, Nebel ein. Vorbei an einigen Plantagen entdecken wir auch ein für uns neues Gemüse. Es ist eine Chayote. Sie schmeckt nach Gurke sowie Kartoffel und wird genauso verarbeitet. Roh oder gekocht.

Drei Kilometer und etliche Anbaufelder später sind wir an den Teeplantagen im Cameron Valley. Der Ausblick ist echt beeindruckend. Tee soweit das Auge reicht. Kurz denken wir darüber nach, uns auch in einen Buggy zu setzen und in der Plantage rumzukurven, doch wir entscheiden uns dagegen. Über die Plattform Grab versuchen wir ein Taxi zu bekommen, da wir keine 5 km an der stark befahrenen Straße zurücklaufen wollen und es anfängt zu regnen. Das erste Mal in Malaysia ist es schwierig ein Taxi zu bekommen. Erst nach 14 Minuten bestätigt Abigail die Tour und ist weitere sechs Minuten später bei uns ist. Zum Verständnis, normalerweise öffnet man die App, gibt das Ziel ein und findet sofort ein Taxi. Während wir warten kommt ein niederländisches Pärchen zu uns und fragt, wohin wir wollen. Sie haben die gleichen Probleme und keine Lust zu laufen. Wir fragen Abigail und die beiden dürfen mitfahren.

Bevor wir hoch zu unserem Hotel laufen, wollen wir noch etwas Essen. Im Banana Leaf bekommen wir leckeren Reis, Linsendal und andere Leckereien auf einem Bananenblatt serviert. Richtig lecker und es wird mit den Händen gegessen. Naja und weil wir das Gefühl haben, heute richtig was getan zu haben, gönnen wir uns zum Nachtisch noch leckeren Kuchen inkl. japanischem Reistee und leckerem Kaffee in einem Café zwei Straßen weiter. Essen beim Inder, Naschen beim Japaner und einkaufen beim Koreaner. So geht Multikulti. Zum Tagesabschluss gibt es für Christian noch einen Haarschnitt. Nach einer heißen Dusche gehts ab ins Bett.

Noch eine Anekdote am Rande: Wir waren mittlerweile in vielen Ländern, wo es Moscheen gibt. Und zu bestimmten Zeiten ist der islamische Gebetsruf, der Adhan, zu hören. Wir mögen das irgendwie gern. Auch hier hören wir eine Moschee, doch hier gibt es eine Besonderheit. Immer wenn der Gebetsruf startet, fangen alle Hunde drumherum an zu Jaulen und das ziehen sie durch, bis der Gebetsruf vorbei ist 😆 So einen Chor haben wir noch nicht erlebt.

Die nächsten beiden Tage bis heute verbringen wir mit chillen, Katzen kuscheln, Überlegungen, wie die Reise durch Malaysia weitergeht und telefonieren. Heute haben uns unsere Kletter-Freunde überrascht mit einem Anruf aus dem Frankenjura, wo wir letztes Jahr auch mit zum Klettern waren. Das hat uns richtig doll gefreut. Das Klettern fehlt uns und die Freunde dazu auch. Liebe Grüße an Melanie, Joda, Dieter, Julia, Christiane, Daniel, Robert, Thomas und Olli.

Ach und die kleinste Katze aus dem Hotel namens „Nugget“ war den ganzen Tag verschwunden. Die Besitzer haben alle Hotelbewohner per WhatsApp angeschrieben mit Foto von der 4 Monate alten Katze, doch keiner hat sie gesehen. Eben kam die freudige Erlösung, dass Nugget wieder aufgetaucht ist. Circa 300 Menschen können jetzt beruhigt schlafen gehen. 😁 Gute Nacht.

Stroll on

Christian & Jana









2 Antworten zu „Reisewoche #21”.

  1. Avatar von Chaos-Queen
    Chaos-Queen

    …für mich lächelt die Schildkröte… 😊

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    1. Avatar von cjstrollaway

      sehen wir auch so 🙂

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