24.06. – 30.06.2024
„A Day of discovering, is a day well spent.“
Gefunden auf der Abenteuerinsel Sentosa / Singapur
Audio zur Reisewoche #25
Da wir gestern faul waren, ziehen wir heute richtig durch. Wir arbeiten an Reisewoche #24 und an unseren eigenen Projekten. Jana reicht heute zwei Kurzgeschichten für einen Schreibwettbewerb ein und Christian hat Blender für sich entdeckt. Ein Programm zur Modellierung, Texturierung, Animation, Bildsynthese, Video- und Bildbearbeitung. Wahnsinn, was man damit alles konstruieren kann 🤩 Wir genießen beide das stille Arbeiten in unseren eigenen Welten. Bis Janas Magen „HUNGER!“ schreit. Wir wollen einen Foodcourt in der Nähe ausprobieren. Wir gehen davon aus, dass das Essen sehr lecker ist, da die Einheimischen die Bude quasi einrennen. Es dauert eine Weile bis alle verstanden haben, dass wir Vegetarier sind. Dafür haben wir Gelächter geerntet. 😄 Kurz haben wir überlegt noch ein Eis zu kaufen. Das Snowice wird aus einem Eisblock geschrabt, dann mit den Händen geformt und wahlweise Schoko- oder Fruchtsoße drüber gegossen. Wir beobachten die Zubereitung gespannt und entscheiden uns dagegen, da es nicht sehr hygienisch zugeht. Bisher hatten wir Glück und sind ohne schwere Magen-Darm-Krankheiten ausgekommen. Das darf gern so bleiben.
Am nächsten Morgen gibt es nur zwei Ziele: Tickets nach Woodland organisieren und eine Unterkunft in Singapur buchen. Wieder am Schalter des JB Sentral erfahren wir, dass wir die Tickets nur online kaufen können. Wir sind irritiert und erklären der Dame, was wir zuvor als Info erhalten haben. Leicht genervt, spricht sie mit ihrer Kollegin. Dann fragt sie, ob uns das ein Mann gesagt hätte und wir bejahen. Dann sagt sie ok, nimmt unsere Pässe, scannt diese ein und fordert 10 Ringgit. Das wars. Warum das nun doch ging oder was nun besser ist, erfahren wir nicht. Bei den drei Sekunden Arbeit, gehen wir von keiner Überforderung aus. 😏 Ein Ticket erhalten wir nicht. Unsere Reisepässe dienen als Fahrschein. Zurück in der Unterkunft widmen wir uns unseren Hobbys, packen die Backpacks und freuen uns schon riesig auf Singapur und den damit verbundenem Tapetenwechsel.
Abreisetag in Malaysia. Um sieben Uhr klingelt der Wecker. Obwohl wir beide nun schon einige Grenzen überquert haben, sind wir immer ein bisschen aufgeregt. Der Check-out verläuft wieder problemlos und auch ein Taxi finden wir sofort. Einzig, der Preis ist morgens im Berufsverkehr dreimal höher. Günstig Bus fahren bekommen wir zeitlich nicht mehr hin. Punkt 9:03 Uhr betreten wir das JB Sentral. Das Gate für den Zug über die Straße von Johor öffnet um 9:30 Uhr, um 10 ist Abfahrt. Es sind so viele Menschen hier, dass wir uns kaum vorstellen können, dass eine halbe Stunde ausreicht für Pass- und Gepäckkontrolle. Es reicht aus. Das Personal ist eingespielt und das Einchecken ist automatisiert. Außer für Reisende, die nicht aus Malaysia, Singapur oder Indonesien kommen. Wir mussten zur persönlichen Passkontrolle. Da allerdings sehr wenige den Zugweg nach Singapur nehmen, waren wir quasi fast allein dort. Um 10:03 Uhr sitzen wir im Zug nach Singapur. 😍



Wir haben auf unserer Reise immer mal wieder gehört, dass ein Tag in Singapur ausreicht, da es dort nicht viel gibt. Da Singapur recht teuer ist, zum Vergleich: Wir haben mit 60 € pro Tag unsere Weltreise kalkuliert. Singapur wird im Schnitt mit 250 – 400 € pro Tag datiert (je nach Luxuslevel), haben wir uns für drei Nächte entschieden.
Wir verlassen den Zug und betreten Singapur Island. Genau befinden wir uns in Woodland. Woodland ist ein Stadtviertel im Norden Singapurs. Singapur selbst ist ein Insel- und Stadtstaat. Von hier aus, wollen wir direkt weiter ziehen in den Osten Singapurs. Da uns nun kein Internet mehr zur Verfügung steht und wir uns bei drei Tagen auch dagegen entschieden haben, müssen wir uns so zurechtfinden. Vorab haben wir die Bus- und Bahnverbindung rausgesucht und die Offlinekarte von Singapur runtergeladen. Bus 950 ist unsere Linie, um zum Bahnhof nach Marsiling zu kommen. Es gibt einen übersichtlichen Fahrplan und die Busse fahren alle 20-30 Minuten. Perfekt. Die Busse fahren im Sekundentakt von hier in alle Richtungen Singapurs, nur unser nicht. Der 950er fällt zweimal aus. Wir fragen bei einem anderen Busfahrer nach und er erklärt, dass wir auch den 912 nutzen können und dann nur einmal ums Gebäude zum Bahnhof laufen müssen. Good to Know, denn als dann doch noch ein 950er kommt, ist er bis zum Bersten überfüllt und fährt direkt weiter. 🫣 Dann endlich der 912er. Yes.
Der Bus ist leer. 🥳 Da wir noch keine Singapur-Doller besitzen, hoffen wir, dass er Visa, malaysische Ringgit oder Reifen putzen akzeptiert. Der Busfahrer ist freundlich und erklärt uns, dass wir mit Visa zahlen können. Einfach an den Automaten halten und so lange fahren wie nötig. Beim Aussteigen wieder gegen halten und fertig. Perfekt. Als wir in Marsiling ankommen, achten einige Mitfahrer und auch der Busfahrer darauf, dass wir aussteigen und sie zeigen uns noch, wie wir zum Bahnhof gelangen. Das läuft. Am Bahnhof versorgen wir uns mit Geld. Umrechnungskurs 1 € : 1,45 SGD (06/2024). Schnell noch ein paar abgefahrene Teiglinge auf die Faust und dann zur Bahn. Gleiches Procedere. Wir erfahren, dass es auch eine Prepaidkarte gibt, diese würde 10 Dollar kosten. Da wir meistens laufen, wissen wir nicht, ob sich das rentiert, also bleiben wir bei der bargeldlosen Methode des MRT (Mass Rapid Transit). Kreditkarte ranhalten, fertig. Da man ohne Karte weder rein, noch rauskommt aus den Stationen, kann man auch nicht vergessen, die Fahrt zu beenden. Das Bahnnetz in Singapur ist sehr übersichtlich, daher finden wir uns schnell zurecht. Mit der Nord-Ost Linie fahren wir Richtung Harbour Front.
Wie schon in Malaysia gibt es auch hier riesige Malls. Auch unsere Fahrt endet in einer Mall. Perfekt, denn wir hatten heute noch keinen Kaffee oder Tee. Nach der kleinen Stärkung beziehen wir erstmal unser Hostel. Für knapp 55 EUR haben wir ein geräumiges Zimmer erhalten. Direkt in einer Barmeile. Da es erst 15 Uhr ist, schickt uns unser Bewegungsdrang nochmal los. Nach einem zwanzigminütigen Fußmarsch stehen wir im Fort Canning Park. Wir betreten ihn durch ein Naturdenkmal, welches ein Instagram-Influencer-Hotspot geworden ist. Der Betontunnel, durch den eine Spiraltreppe nach oben ins Grüne führt, lädt zum Posen ein. Aus Respekt stellen sich die Menschen sogar an, damit jedes Freizeitmodel Zeit für das perfekte Foto hat. Juckt uns nicht, wir ziehen an der Schlange vorbei und frönen unserem Hobby: Photobombing 🤣 Unser erstes Ziel ist das Gothic Gate am Fort Canning Green. Das Wetter ist perfekt. Danach schlendern wir vom Farquhar Garden über den Spice Garden zum Raffles Garden von Sir Raffles und durch den Jubilee Park. Nach einer Schaukelpartie und einem geheimen Tunnel, schlendern wir zurück. Schon jetzt haben wir das Gefühl, dass die drei Nächte knapp werden, da Singapur unglaublich viel zu bieten hat. Nach einem günstigen, aber leckeren Essen in einem Mall-Foodcourt gehts zurück zum Hostel.
Vielleicht haben wir heute etwas lang geschlafen, weil wir bis 1 Uhr nachts die Partylieder der Bars lautstark mitgesungen haben. 🤣 Endlich wach, freuen wir uns, Singapur weiter zu erkunden. Wir wollen zum Garden by the Bay. Vorher brauchen wir dringend was zu essen, bevor Jana implodiert. Direkt am Hafen, Marina Bay, befindet sich auch der berühmte Finanzsektor Singapurs mit seinen unzähligen futuristischen Hochhäusern. Hier gibt es nur eins gratis: Schatten 😏
Einfache Frühstückslokale oder typische Toastboxen finden wir nicht. Daher gehen wir in eine Sportsbar. Unser Frühstück besteht aus Pesto-Nudeln und Quinoasalat. Christian ist mäßig zufrieden, Jana atmet die Nudeln weg. 😂 Wenigstens der überteuerte Kaffee war gut. Auf in den Garten. Naja was heißt Garten? Das Garden by the Bay umfasst 101 Hektar und ist ein künstlich aufgeschüttetes Stück Land im zentralen Bezirk Singapurs. Berühmt geworden durch die Supertrees und den Cloud Forest. Zudem kann man von hieraus sehr gut auf den Marina Bay Sands blicken. Ein beliebter Touristenhotspot. Vielleicht weil wir an einem Donnerstag hier sind oder die Hauptsaison erst startet, stehen wir allein auf einer riesigen grünen Wiese (The Meadow) mitten im Park vor einem der berühmtestes Wahrzeichen Singapurs. Geil. Auf gehts zu den Supertrees. Vorher brauchen wir noch Wasser, Jana steigt die Hitze zu Kopf. Bei soviel Abenteuer, haben wir vergessen vorher Wasser zu organisieren.


Apropros Wasser. Eine Freundin, Anne, hatte vor Abreise gemeint, dass es interessant wäre, einen Wasserindex zu entwerfen, um damit die verschiedenen Länder und ihre Lebensqualität darzustellen. Hier in Singapur müssen wir das erste Mal wieder daran denken. Bisher hat uns Wasser zwischen 0,18 bis 1 Euro den Liter gekosten. Hier in Singapur zahlen wir 4,10 SGD (2,82 EUR) 🤯
Mit frisch aufgefülltem Luxuswasser erkunden wir das Supertree Observatory. Die pflanzenbewachsenen Stahltürme sind zwischen 25 und 50 Metern hoch. Hier werden u.a. seltene Pflanzen gezüchtet. Durch die Photovoltaikanlagen, können sie Elektrizität für Beleuchtung und Kühlsysteme erzeugen. Auch der Regen wird aufgefangen und zur Bewässerung genutzt. Den Skyway zwischen den Türmen sparen wir uns, da wir unbedingt in den Cloud Forest Dome wollen.


Für umgerechnet 34 EUR pro Person kaufen wir uns Tickets für den Flower Dome und Cloud Forest. Wir entscheiden uns, als erstes in den Flower Dome zu gehen. So Lustig, hier in Asien muss man sich dafür anziehen, da es in der Glaskuppel kühler ist als draußen. 🤣 Es gibt so unendlich viele Pflanzen hier. Kakteen, Blumen und tausend Jahre alte Olivenbäume. Dazwischen entdecken wir anmutige Figuren aus Holz. Drachen, Rehe und auch die rote Königin. Nach drei Stunden verlassen wir Reizüberflutet, grinsend den ersten Dome. Erstmal was Essen.







In der Nähe gibt es einen Foodcourt. Ein Kaffe und irgendwas zum Snacken wäre super. Da das heutige Frühstück eher Mittag war, haben wir Lust auf irgendwas kuchenartiges. Vergebens. Nicht einmal richtigen Kaffee. Der einzige Waffelladen hat zu. Wir finden wenigstens noch frittierte Bananen. Wir zahlen, holen uns einen schlechten Tee und noch schlechtere Kaffeeplörre und warten auf die viel versprechenden frittierten Bananen. Dann steht der Mann vor uns, der unsere Bestellung aufgenommen hatte. Ohne Bananen. Ohne Eis oder Schokosauce. Wir bekommen das Geld zurück. Ihm ist spontan aufgefallen, dass er keine Bananen mehr hat. Eine Alternative, Fehlanzeige. Genervt sitzen wir ohne Essen auf dem Foodcourt. Als uns eine Dame dann noch Bier anbietet, wollen wir gehen. Doch auf der Rückseite ihrer Bierkarte sehen wir Waffeln. Und so erhalten wir eine leckere 40-Minuten-Waffel für knapp 10 EUR.🫣
Auf zum Höhepunkt des heutigen Tages. Cloud Forest. Gerade ärgern wir uns noch über die Menschen vor uns, die mitten im Eingang stehen bleiben, da bleiben wir selbst Atem beraubt stehen. Vor uns, unter einer Glaskuppel, erstreckt sich ein sieben Etagen hoher grüner Turm aus unzähligen Pflanzenarten. Die üppige Vegetation auf kleinsten Raum fasziniert uns und wir haben nur noch vier Stunden. 😱 Wir starten unsere Entdeckungsreise und lassen uns durch die exotische Pflanzenwelt treiben. Laufen durch Orchideenhaine des Angkor Wat, entdecken Moorbeete in luftiger Höhe, wandern durch Grotten und erkunden den versteckten Garten.
Vier Stunden, völlige Reizüberflutung, 100.000 „Wow, guck Mal.“, später verlassen wir den Park. Es wird dunkel, wir hatten uns vorgenommen noch einen überteuerten Cocktail auf dem Marina Bay Sands zu trinken. Der Weg zur Aussichtsplattform ist leicht zu finden. Am Eingang steht elegant gekleidete Security. Ein freundlicher Singapurer erklärt uns, dass es heute keine Tickets mehr gibt. Wir könnten aber essen gehen. Er schaut etwas angewidert an uns runter: „Nicht mit den Schuhen.“ Unverständlich, was ist denn an den billigen Sandalen vom thailändischen Flohmarkt auszusetzen. 🤣 Dann nicht, zurück schlendern wir durch die Gucci-Prada-Balenciaga Mall inklusive Wasserkanal auf dem man Boot fahren kann. Die spinnen die Reichen! 😜
Ab zum Foodcourt in der Mall bei uns um die Ecke und dann ins Bett, wir sind geschafft. Leichter gesagt als getan. 1. Es ist bereits 21:30 Uhr und 2. Wo verdammt nochmal ist dieser Foodcourt. Wir suchen. Nirgendwo ist er aufgeführt. Auf jeder Etage gibt es Restaurants, da hat man sich eine gesonderte Beschreibung gespart. Nach einer gefühlten Ewigkeit und einigen Nerven weniger, finden wir ihn. Bis auf zweit Buden, hat bereits alles geschlossen. So enden wir, wie wir angefangen haben, mit einfachen Nudeln. Wenigstens zahlen wir nur etwa 12 EUR.
Heute wollen wir die Fährtickets für die Überfahrt nach Indonesien kaufen, danach schauen wir, was wir an unserem letzten Tag hier noch machen. Frühstück gibt es in einem süßen französischen Restaurant an der Harbor Front. Französisch in Asien und direkt am Hafen, klingt teuer, ist es auch. 78 EUR und wir haben jeden Cent genossen. Danach holen wir die Tickets für die Fähre nach Batam Island in Indonesien, 86 EUR. Das wird ein teurer Tag. Aber wir haben Tickets. 🥳
Nach der Arbeit das Vergnügen. Wir haben die Wahl zwischen Hügel besteigen oder Freizeit-Abenteuer-Insel. Frohlockend liegt Sentosa-Island vor uns. Ach egal, lass Geld verprassen. 🤣 Wir laufen über eine schön angelegte Füßgängerbrücke. Als erstes kommen wir bei den Universal Studios Singapur an. Dafür brauchen wir mehr Zeit, also schlendern wir brav den Naturpfand entlang, tiefer auf die Insel. Treppen, über Treppen. Nur diese bewegen sich. Anstrengung aktuell: Null. Die ganze Insel ist ein Freizeitpark, daher gibt es immer Möglichkeiten, der Anstrengung aus dem Weg zu gehen. Zwei Rolltreppen später stehen wir auf dem Aussichtshügel von Sentosa und vor Madame Tussauds Singapur. Für schlappe 96 EUR dürfen wir die Welt der Wachsfiguren erleben. Das ist so lustig. Frühstück mit Audrey Hepburn und Motorrad fahren mit Schwarzenegger. Kampfsporttraining mit Jackie Chan und schnell noch Schönheitskönig werden. Genial. Im Anschluss gibt es im 4D-Marvel Kino eine Menge Wasser ins Gesicht, bevor es zum Abschluss über den Heritagetrail zum Strand geht. Wow.













Zum Abendessen fahren wir mit der kostenlosen Monorail (Einschienenbahn) von der Insel runter Richtung Chinatown. In Chinatown essen wir dann doch indisch. 😁 Dann ziehen wir uns ins Hostel zurück. Wir müssen noch eine Unterkunft buchen, Flugtickets organisieren etc. Warum Flugtickets, wenn wir mit der Fähre einreisen? Die Einreisebestimmung von Indonesien sieht vor, dass man 50 SGD fürs Visa zahlt und den Nachweis erbringt, dass man auf jeden Fall wieder ausreist. Man muss ein Weiterreiseticket vorweisen. Hierfür gibt es Plattformen wie Onwardticket.com. Man reserviert ein Ticket, in unserem Fall von Jarkata nach Hanoi. Das Ticket wird 48 h reserviert und wir haben bei Einreise einen Nachweis für den Grenzübergang. Für 30 EUR insgesamt.
Fazit Singapur: Wir finden nicht, dass man Singapur mit nur einem Tag Aufenthalt abwerten sollte. Ja, es ist teuer. Es geht aber auch etwas günstiger und Singapur hat definitiv sehr viel zu bieten. Wir waren drei Tage dort und haben das Gefühl nur an der Oberfläche gekratzt zu haben.
Es ist Samstag und wir ziehen weiter nach Indonesien. Vorher wechseln wir noch unsere übrigen 210 MYR in 729.054,00 IDR (41 EUR). Wir geben unser Gepäck ab, einmal zur Passkontrolle, Xray, fertig. Punkt 13:35 Uhr ist Boarding. Die Fähre ist ein Katamaran und sehr komfortabel. Bequeme Sitze und saubere Toiletten. Eine Stunde dauert die Überfahrt über die Straße von Singapur bis nach Batam Island. Wir sind ein bisschen aufgeregt bzgl. der Einreise in Indonesien, da wir sowas mit dem Nachweis der Weiterreise noch nicht gemacht haben. Wir, typisch europäisch anmutenden Menschen, werden direkt rausgezogen zum Schalter für „Visa on Arrival.“ Da wir die einzigen sind, geht das zackig. Bezahlen und weiter. An den Passkontrollen sind in der Regeln ewig lange Schlangen. So auch hier. Doch wir dürfen in eine gesonderte Reihe, da wir nicht in Asien wohnen. Gut so, denn vor uns sind nur drei weitere Reisende. Es wird nicht nach einem Weiterreiseticket gefragt, nur wo wir in Indonesien so hin wollen. Das wars. Gesicht scannen, Stempeln, fertig. Wir sind in Indonesien.

Der Weg führt uns erneut durch eine Mall. Vielleicht brauchen wir noch ein Kaufhaus-Index 😆 Hier besorgen wir uns eine SIM-Karte für die nächsten 30 Tage und ein Taxi in unser Hotel. Auf dem ersten Blick, wirkt Batam nicht sehr einladend. Wir sind gespannt. Wichtig für uns ist diese Insel überwiegend um nach Jakarta zu kommen. Von hier aus soll es eine Fähre dorthin geben, die immerhin 26 Stunden für die Überfahrt benötigt. So würden wir Sumatra aussparen. Egal wen wir getroffen haben, ob Einheimische, Reisende oder Lehrer die ein Jahr dort gelebt haben, von Sumatra wird abgeraten. Das Hotel hat alles was wir brauchen. Die gelb gefleckte Bettwäsche kompensieren wir mit unseren eigenen Schlafsäcken. Abends gibt es Live Musik beim Essen und schwimmen darf Jana nur im Burkini. Indonesien ist muslimisch geprägt. Das heißt, die Shorts wird eingemottet und die lange Hose rausgeholt. 😅 Doch wieder werden wir herzlich aufgenommen.
Beim Frühstück heute erleben wir etwas, was uns auf unserer Reise andauernd passiert. Eine Familie kommt auf uns zu und bittet um Fotos mit ihrem Jüngsten und sich selbst. Das ist uns unangenehm, wir haben allerdings noch nicht den richtigen Weg gefunden, höflich „nein“ zu sagen. Zuletzt in einem Kaufhaus in Singapur haben uns bzw. Christian zwei indische Männer angesprochen. Er erklärte uns, dass wir (Europäer) für Inder als schön gelten und vielen noch nie Europäer gesehen haben. Auch er hat Fotos mit uns gemacht. Echt gruselig. Den Rest des Tages arbeiten wir an unseren Projekten.
Morgen versuchen wir Tickets nach Jakarta zu bekommen. Drückt uns die Daumen. 🤞
Stroll on
Christian & Jana






















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