Reisewoche #32

veröffentlicht von

am

12.08. – 18.08.2024

„Faul zu sein bedeutet nicht, nichts zu tun. Es bedeutet Zeit für sich selbst zu widmen, ohne den Zwang produktiv zu sein.“

gesehen im Lazycats in Ubud, Bali

Montag, Dienstag, Mittwoch – chillen. Auf Lombok lassen wir so richtig die Seele baumeln. Das Frühstück ziehen wir in die Länge, genießen währenddessen den Blick über die Balisee. Danach wechseln wir zwischen Terrasse und Pool. Ab und an, wenn uns die Muse überkommt, setzen wir uns an unsere Projekte bis wir zur Abenddämmerung etwas zum Essen suchen. Außerdem haben wir uns über unsere Weiterreise Gedanken gemacht. Unser Visa für Indonesien läuft aus und lässt sich vorläufig auch nicht verlängern. Zwei Monate sind wir dann bereits hier. Im Hinterkopf haben wir die freudige Zusammenkunft mit Freunden aus der Heimat im Oktober. In Vietnam. Über Land ist das ein anstrengender, zeit- und geldraubender Weg. Nach einigem Hin und Her entscheiden wir uns, von Bali nach Bangkok zu fliegen und dann über den Landweg nach Laos und Vietnam zu reisen. Wir finden einen seltenen Direktflug für den 22. August.

Am Donnerstag sind die zehn Tage Reisepause bereits vorbei. Wir buchen über 12Go-Asia ein Kombiticket. Speedboot von Lombok nach Bali und dann mit dem Minibus nach Ubud 🤩. Wir schreiben unserem Taxifahrer per WhatsApp an und fragen ob er uns morgens zum Hafen fahren würde. Wir vereinbaren uns auf 10:30 Uhr. Dann ist ja jetzt alles klar. Am letzten Abend hier im Lombok Coconut Hotel begeistert uns noch ein letztes mal der Sonnenuntergang über dem Agung auf Bali. Nie ähnelte sich das Schauspiel dem des letzten Tages. Im Anschluss noch schnell die Rucksäcke, soweit wie möglich, packen. Schließlich müssen wir morgen ziemlich früh aufstehen 😄

Ring Ring, pünktlich um 08:00 klingelt der Wecker. Aufstehen, frisch machen, Rucksäcke zu Ende packen, frühstücken. Wir können den beliebtesten Platz ergattern, ein Sitzkissen mit flachem Tisch auf einer überdachten Terrasse. Super. Wir schreiben unserem Taxifahrer ob es bei 10:30Uhr bleibt, man weiß ja nie und Indonesier vergessen recht schnell. Wir haben noch ein bisschen Zeit und ziehen uns noch einmal ins Zimmer zurück. Unser Fahrer schreibt, er würde bereits seit 09:30Uhr auf dem Parkplatz warten. Es ist bereits 10:00Uhr. Wir sind äußerst verwundert. Drei mal haben wir die Uhrzeit durchgegeben, drei mal wurde sie uns bestätigt. Naja. Wir lassen uns jetzt auch nicht weiter stressen, verabschieden uns herzlich vom Personal des Hotels und den Gästen die wir kennengelernt haben. Dann geht es mit geschultertem Gepäck die 45 steilen Stufen zum Parkplatz runter. Trotz dass unser Fahrer etwa 50 Minuten auf uns gewartet hat, begrüßt er uns freundlich und hilft uns dabei das Gepäck zu verladen. Auf der etwa 40 minütigen Fahrt zum Hafen kommen wir wieder schnell ins Gespräch. Sein Handy übersetzt ins englische, unseres ins indonesische. Etwas umständlich aber möglich. So sprechen wir über Indonesien, den bevorstehenden Unabhängigkeitstag und über Familie. Wir zeigen uns gegenseitig Bilder und haben das ein oder andere mal Glück, dass es nicht zu einem Unfall kommt. 😏

Das Büro unserer Fährgesellschaft besteht mal wieder nur aus einem Schreibtisch der sich in einer Ecke eines Restaurants befindet. Es sitzen bereits einige Reisende die darauf warten, dass es weitergeht. Wir zeigen unser Onlineticket vor und erhalten im Austausch zwei Boardingkarten die wir uns um den Hals hängen. Außerdem zwei Tickets für den Minivan der uns später zu unserem Ziel fahren soll. Uns wird erklärt wie wir zum Van kommen und das wir auf keinen Fall irgendwem am Pier vertrauen sollen. Unser Fahrer würde ausschließlich vom genannten Punkt fahren und alle anderen die sich als unser Fahrer vorstellen würden, seien sogenannte „Scammer“, also Betrüger. Alles klar. Dann heißt es jetzt geduldig warten. Um 12:30Uhr soll das Boot abfahren. Wir gehen nicht davon aus „pünktlich“ von a nach b zu kommen. Dafür haben wir einfach schon zu viel erlebt. Als wir aber bis 12:30Uhr immer noch nicht aufgerufen wurden, fragen wir einmal nach. Das Speedboot sei noch auf Gili Trawangan, es würde noch etwas dauern. Und tatsächlich setzen wir uns kurze Zeit später in Bewegung. Mit den anderen Reisenden unserer Gesellschaft geht es im Gänsemarsch zum Pier, wo wir erneut zum Warten abgestellt werden. Erst um 13:30Uhr legt unser Boot an. Wir werden noch mit zwei drei widersprüchlichen Anweisungen verwirrt und rennen entsprechend kreuz und quer über den Anleger, bis wir etwas umständlich auf das Boot springen. Nicht sprichwörtlich.😵‍💫 Wir springen tatsächlich, da es weder eine Brücke noch Stufen gibt die es uns ermöglicht hätten anders auf die Eierschale zu kommen.

Kurze Zeit später setzen wir uns in Bewegung. Das ruhige Wasser in küstennähe verlassen wir bereits nach wenigen Minuten. Auf dem offenen Meer peitschen wir dann durch bedrohlich hohe Wellen. Was zu Beginn ein riesen Spaß ist, wird zur Zerreißprobe. Nicht nur für den Rumpf des Schiffes, auch für die Nerven der Passagiere. Links und Rechts wechselt die Aussicht zwischen Horizont und Meerwasser, das Boot schaukelt bedrohlich von der einen zur anderen Seite und immer wieder brechen wir mit dem Bug durch die Wellen und schlagen im nächsten Moment hart aufs Wasser auf. Durch diverse Fensterdichtungen läuft Wasser ungehindert in die Kabine. Niemand lacht mehr, Gespräche sind aufs Minimum reduziert. Über eine Stunde benötigen wir für die knapp 35km übers offene Meer. Dann wird es in Küstennähe wieder erträglich. Vorerst. Vor dem Hafen sammeln sich diverse verspätete Speedboote und warten darauf anlegen zu dürfen. Ohne entsprechenden Vortrieb werden wir noch einmal 30 Minuten durchgerührt bevor wir endlich wieder sicheren Boden unter den Füßen haben. Insgesamt eine tolle Erfahrung. 😆

Wie vorhergesagt werden wir am Pier von unzähligen Taxifahrern angesprochen. Gekonnt wimmeln wir alle ab und finden den Weg zum Sammelpunkt. Wir haben nicht einmal Zeit in Ruhe Snacks auszusuchen, da geht es auch schon weiter. Mit sieben weiteren Reisenden landen wir in einem abgenutzten Minibus. Unklimatisiert aber mit offenen Fenstern starten wir Richtung Ubud. Die ersten 45 Minuten kommen wir maximal im Schritttempo voran. In den kleinen Ortschaften läuft die Generalprobe für den Unabhängigkeitstag. Schulen, Unis und Organisationen, marschieren in kleinen Gruppen über die Straße. Jede Gruppe wird von einem Kleintransporter mit fetter Musikanlage begleitet. Links und rechts am Straßenrand sitzen die Bewohner, feuern ihr Teams an und winken fleißig.

Erst als die Sonne bereits untergegangen ist kommen wir erschöpft und leicht strapaziert in Ubud an. Auf dem Weg stellte sich noch heraus, dass es über den Dropoff Punkt gewisse Unstimmigkeiten gibt. So laufen wir etwas länger als geplant zu unserem Homestay. Wir werden freundlich begrüßt, laden unsere Backpacks in einen unglaublich modernen und schick eingerichteten Zimmer ab und stürmen dann zu einem vegetarischen Restaurant in der Nachbarschaft. Der Tag endet mit einem fantastischen Buffet.

Drei Tage Zeit für Ubud, sollte eigentlich reichen. Aber; Samstag sind wir für eine Runde Drachenschlachten verabredet, Sonntag ist Arbeitstag. Da wollen wir keine Zeit verlieren und planen bereits beim Frühstück auf dem riesigen Balkon, was wir unternehmen wollen. Wir finden einige Sehenswürdigkeiten die wir erst einmal bei GoogleMaps markieren. Dann schreiben wir eine Silberschmiede an. Ein Must-Do in Ubud; eigenen Silberschmuck herstellen. Der Vulkan Agung hat die Insel mit Gold, Silber und Edelsteinen gesegnet, so wurde uns erklärt. Von den Steinen fehlt jede Spur, aber mit dem Silber wird auch heute noch traditionell gearbeitet. Wir erhalten umgehend eine Antwort und können für 15:00 Uhr einen Termin vereinbaren. Nice. Bis dahin haben wir noch ein wenig Zeit also schlendern wir erst einmal entspannt in das völlig überlaufende Zentrum von Ubud. So viele Touristen haben wir selten in einem Ort gesehen. Die schmalen Bürgersteige quellen über. Die Straßen sind völlig verstopft. Wir finden den Weg in kleine Gassen in denen sich Verkaufsstand an Verkaufsstand reiht. Eigentlich bekannt für Kunsthandwerk wie Schmuck, Körbe und Tonwaren, wird hier ausschließlich billiger Souvenierramsch verkauft. Leicht enttäuscht landen wir zum Entspannen in einem Café und beobachten das Treiben.

Die Silberschmiede liegt etwas außerhalb der Stadt also machen wir uns schon bald in die Richtung auf. Eine gute halbe Stunde Fußweg trennen uns noch vom Ziel. Als die Häuser lichter werden erblicken wir die ersten Reisterrassen. Beeindruckend wie nah sich Stadt und Landwirtschaft hier sind. Kleine Cafés und Yogaresorts wechseln sich links und rechts am Weg ab. Dann erreichen wir den Veranstaltungsort. Wer jetzt ein gut gesichertes Gebäude erwartet irrt sich. Wir stehen vor einer Hütte die an drei Seiten offen ist. Die Grundfläche beträgt geschätzt 15qm. Vier Werkbänke, zwei Tische mit Poliermaschinen und einer mit der Silberschmelze. Das wars. Wir werden von einem Mitarbeiter begrüßt, drei weitere arbeiten konzentriert an Werkstücken. Wir sind und bleiben die einzigen Gäste für die nächsten 1 1/2 Stunden.

Nach der Begrüßung werden uns Beispielringe in einer Auslage gezeigt und wir besprechen unsere Ideen für zwei Silberringe. Jana hat sich für ein Design mit vier Runenplätzen entschieden, Christian für ein grobes, gehämmertes. Sollte machbar sein. Wir werden mit unseren Ideen an jeweils einen Trainer übergeben. Dann geht es auch schon los. Zuerst dürfen wir Silberreste aus misslungenen Versuchen zu einem Silberbarren einschmelzen. Mit dem Fuß pumpen wir ein Benzin-Luft-Gemisch in den Brenner. Erst als das Silber flüssig wie Wasser ist wird es in die Form gegossen. Ein paar Sekunden später wird der Barren ins kalte Wasser geworfen. Beeindruckend wie schnell Silber Hitze aufnimmt und wieder abgibt. Als nächstes wird das Silber dann relativ quadratisch geschlagen, um es anschließend einige Male durch eine Rollenpresse in grobe Form zu bringen. Zwischendurch wird das Silber immer mal wieder leicht erhitzt, um es für die Bearbeitung weich zu halten. Mit einem Holzhammer glätten wir den Silberrohling, um mit der Ausgestaltung unserer Designs zu beginnen. Jana arbeitet zunächst vier kleine Flächen aus, in die dann die Runen eingeschlagen werden. Christian schlägt mit einem Kugelstempel so unregelmäßig wie möglich auf den Silberrohling ein. Dann wird Maß genommen. Wie groß soll der Ring sein? Rund biegen und noch einmal probieren bevor das überschüssige Material abgeschnitten wird. Als nächstes wird der Ring verlötet, damit ist der Ring das erste mal ein Ring 😍 Die Lötstelle wird gereinigt und ausgeschliffen, dann wird der Ring oxidiert. Nichts mehr mit silber, der ganze Ring ist schwarz 🖤 Und jetzt geht es an den Feinschliff und das Polieren. Mit jeder Stufe glänzt der Ring ein bisschen mehr.
Das wars, ehe wir uns versehen halten wir die Ergebnisse unserer Arbeit in den Händen. Wir sind richtig euphorisiert. Eben noch eine Idee, jetzt schon umgesetzt. Es gab eine Menge Infos und eine wirklich gute Anweisung unserer Trainer. Auch die sind ziemlich zu frieden mit unseren Ergebnissen.

Wir verabschieden uns und machen uns auf den Weg zurück in die Stadt. Wir reden die komplette Strecke über das Erlebte und Gelernte. Dann stehen wir schon am Ubud Palace. Vor seinen Toren werden wir von einer netten Verkäuferin angesprochen. Sie verkauft Tickets für eine traditionelle Tanzaufführung. Normalerweise hätten wir freundlich verneint, aber sie hat Glück. Wir hatten sowieso vor eine solche Veranstaltung zu besuchen und kaufen noch für heute Abend zwei Tickets. Dann gucken wir uns im Tempel um. Der Eintritt ist kostenlos, Kleidung scheint hier auch egal zu sein. Wir sind froh nichts für den Eintritt bezahlt zu haben und sind nach wenigen Minuten mit der Besichtigung fertig.

Vor der Aufführung noch mal nach Hause? Nee, wir wollen noch etwas zu Abend essen und man hat uns freundlicher Weise darauf hingewiesen, etwa eine Stunde vor Aufführung da zu sein, um noch einen Sitzplatz zu bekommen. Bei der Aussage mussten wir ein wenig schmunzeln, als ob da so viele Leute kommen… Egal, wir finden ein tolles Lokal, das LazyCats. Das Beste daran? Es liegt direkt gegenüber dem Tempel, wo die Tanzaufführung stattfinden wird. So genießen wir mit Blick auf den Eingangsbereich des Tempels unsere vegetarischen Burger und feiern unseren bisherigen Tag. Nach und nach beobachten wir, wie immer mehr Menschen zum Tempel strömen. Wir beschließen also schon mal langsam rüberzugehen. Alles ist bereits schön beleuchtet und als wir das Tempelinnere betreten können wir unseren Augen kaum trauen. Eine riesige Tribüne wurde hier aufgebaut. Locker 500 Leute finden hier Platz. Niemals kriegen die die voll, denken wir noch, als wir uns in der obersten Reihe niederlassen.

Kriegen sie doch. Bis zum Start der Vorführung ist jeder Platz besetzt. Vor der Tribüne sitzen die Menschen auf dem Boden, es wurden sogar zusätzliche Stühle angekarrt, um mehr Platz zu schaffen. Beeindruckend. Dann beginnt die traditionelle Zecak Aufführung. Über 80 Sänger kommen auf die Bühne und unterlegen das Drama aus der indonesischen Mythologie mit rhythmischen Sprech- und Lautgesang. Gänsehaut. Über eine Stunde geht das Theaterstück. Danach gibt es noch einen traditionellen Feuertanz. Der Protagonist scheint von einem Dämon besessen zu sein, der ihn in eine Art Trance versetzt. So speit er Glut und springt immer wieder ins Feuer. Während der Aufführung wird dieser Dämon vertrieben und der Besessene geheilt. Nach dem ersten Teil des Abends kann uns das allerdings nicht so richtig begeistern 😅
Wir warten geduldig auf unseren Plätzen, bis die meisten Gäste den Tempel verlassen haben, dann machen auch wir uns auf den Weg. Wir haben nicht bedacht, dass sich jetzt alle Besucher auf den Bürgersteigen drängen, um die besten Plätze in den angesagtesten Lokalen zu besetzen. So kommen wir auf dem Weg nach Hause kaum voran. Echt eine Katastrophe diese Touristen 😝

Samstag morgen. Wir lassen den Tag gaaaaaanz entspannt angehen. So kommen wir erst gegen 12:00Uhr aus dem Haus. Wir fragen am Hotel noch nach wie wir denn wohl am besten an den Feierlichkeiten zum Independence Day teilnehmen können. Das wird hier wohl nicht so wirklich gefeiert, vielleicht ist am Sportplatz etwas los. Okay? Hätten wir jetzt anders erwartet. Unser Fahrer auf Lombok sagte noch, dass es sich um einen sehr wichtigen Tag handeln würde zu dem es große Zeremonien gäbe. Aber gut, Bali ist eben anders. So entscheiden wir uns eine kleine Wanderung durch die Reisfelder zu machen. Auf dem Weg stoppen wir an einem Fruchtsaftstand im Stadtzentrum. Wir bestellen zwei richtig geile Säfte und lassen, während der sehr entspannt arbeitende Juicer die Drinks zubereitet, den Blick schweifen. Was ist da denn los? Einige 100m weiter verschwindet die Straße in tiefschwarzem Rauch. Unsere Säfte quasi vergessen teilt uns der Barkeeper mit, dass der Art Market brennen würde. Eine Katastrophe. In dem erst 2023 fertig gestellten Gebäude werden Kunsthandwerke verkauft. Über zwei Etagen reiht sich Marktstand an Marktstand. Wir erfahren später, dass bereits 2016 und 2020 ein Feuer das Gelände vollständig zerstört hatten. Nach und nach kommen Feuerwehrfahrzeuge am Unglücksort an. Der Verkehr ist wie auf magische Art und Weise innerhalb von wenigen Minuten komplett umgeleitet, so dass die Rettungsfahrzeuge freie Bahn haben. Unser Weg führt an dem brennenden Gebäude vorbei. Wir können Menschen sehen, die immer wieder in das Gebäude rennen und ihr Hab und Gut aus dem völlig verrauchten Komplex zu holen. An der Straße unzählige Menschen die wie gebannt beobachten. Es fällt uns schwer nicht loszulaufen und die Menschen die gerade womöglich ihre Existenz verlieren, zu unterstützen. Wir wissen aber, dass unser Eigenschutz oberste Priorität hat. Zu gefährlich in den dichten Rauch zu laufen. Um auch sonst nicht im Weg zu stehen, gehen wir geknickt weiter. Es dauert eine ganze Zeit bis wir weit genug weg sind, um nicht mehr den beißenden Geruch von brennenden Plastik in der Nase zu haben.

Wir passieren dutzende Reisfelder bis wir irgendwann in dicht bewaldete Gebiete kommen. Schön und ruhig ist es hier. Wir folgen einem Bachlauf der zur Bewässerung der Reisterrassen angelegt wurde. Der Dschungel verschlingt uns bald vollständig. Zu unserer linken eine etwa 25m tiefe Schlucht. Typisch für Bali, von den Vulkanen aus führen diese Wasser vom Berg ins Land. Nach etwa zwei Kilometern können wir die Schlucht über eine Brücke kreuzen und auf der anderen Seite zurück wandern. Wir sind schnell wieder in den Reisfeldern und schon bald wieder in der Zivilisation. Eine kleine Ansammlung von Gebäuden bildet hier den Traum eines jeden digitalen Nomaden. Kleine Unterkünfte mit Yogaresort neben Café, Restaurant und Coworkingspace. Monatsweise kann man hier Mitgliedschaften abschließen. Für uns reicht es immerhin für eine Falafelbowl, Tee und einen Rohkakao. Lecker. Zurück in der Stadt stellen wir fest, dass das Feuer zwar unter Kontrolle zu sein scheint, der Rauch steigt aber weiter auf, die Straßen sind weiterhin voll mit Einsatzkräften. Wir machen einen Bogen um das Zentrum und landen spontan beim Friseur. Einmal Haarschnitt für Christian bitte 😊
Ein Blick auf die Uhr lässt im Anschluss Zeit fürs Abendessen bevor wir uns mit unseren Kameraden in die Schlacht stürzen. Unsere Session endet in einem Kampf gegen Drachenjäger, welchen wir unter Umständen eben so gewinnen konnten, weil wir die Drachenmutti mit ihrem Jungen erpressen konnten. Nerdkram eben.

Sonntag. Arbeitstag. Außerdem haben wir entschieden die verbleibenden Tage bis zum Weiterflug in Ubud zu verbringen. Dementsprechend versuchen wir erst den Aufenthalt im Homestay zu verlängern, müssen dann aber ein neues buchen. Zur Mittagszeit gibt es in der Bäckerei um die Ecke eine kleine Stärkung, sonst gibt es nichts zu berichten.

Stroll on
Christian & Jana

2 Antworten zu „Reisewoche #32”.

  1. Avatar von Chaos-Queen
    Chaos-Queen

    …wieder sehr schön zu lesen… vor allem aber bin ich froh, dass es Euch gut zu gehen scheint… 😊

    …die Ringe, die Ihr gefertigt habt, sind super schön und auf ewig tolle Erinnerungen an die Zeit Eurer Reise…

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    1. Avatar von cjstrollaway

      Das fanden wir auch. Vor allen, dass wir sie selbst hergestellt haben, macht sie um so wertvoller 😀

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