09.09. – 15.09.2024
„Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.“
von Mahatma Gandhi
Es regnet. Schon die ganze Nacht und auch der Morgen sieht nicht besser aus. Wir frühstücken ausgiebig und hoffen, dass es währenddessen besser wird. Fehlanzeige. Wir verziehen uns erst mal aufs Zimmer und kümmern uns um Tickets für die Weiterreise am Mittwoch. Über die Plattform 12GoAsia werden wir schnell fündig. Einige Baht günstiger als im Hostel wird der Transport per Van und Slowboat bis Luana Prabang in Laos angeboten. Die Slowboat Fahrt über den Mekong dauert zwei Tage. Dazu haben wir uns bewusst entschieden, das wird bestimmt ein Abenteuer. 😎
Gegen Nachmittag nieselt es nur noch, wir haben ein Hüngerchen und ziehen los. Wir steuern als erstes ein Schuhgeschäft an, Janas Sandalen, mittlerweile neun Jahre alt, haben kürzlich ihren wohlverdienten Ruhestand erreicht. Nachdem Christian mit seinen thailändischen Billigsandalen gute Erfahrungen gemacht hat, gibt es für Jana ein ähnliches Paar in schickem Rot-Schwarz.
Anschließend geht es auf der gegenüberliegenden Straßenseite in einen Teeladen, um Tee zu kaufen. Es wird am Ende zwar nicht der liebliche Chrysantheme-Tee aus dem Hostel, der ist viel zu teuer, aber wir finden einen tollen Oolongtee mit Osmanthus Aromen. In einer praktischen Metalldose ist auch für die Zukunft das Transportproblem für Jana’s Teeköstlichkeiten gelöst. Nach unserer Shoppingextase brauchen wir erst einmal eine Pause 😂 Gegenüber gibt es ein süßes Café in dem wir uns eine Stärkung gönnen. Da es immer noch regnet entscheiden wir uns das Abendessen vorzuziehen. Wir landen im Oasis, ein unscheinbares Lokal in einer Nebenstraße. An der Theke gibt es unterschiedlichste Leckereien aus dem asiatischen Großraum. Wir fragen nach den vegetarischen Gerichten von denen wir gelesen haben und lassen uns die Teller randvoll beladen. In Tüten abgepackt gibt es crosse Tofu- und Sojabeilagen von denen wir uns zwei aussuchen. Etwas befremdlich aber vollkommen normal in Thailand. Wir setzen uns an einen Tisch im kantinenähnlichen Essbereich. Das günstige und superleckere Essen kompensiert die Atmosphäre. Satt und zufrieden begeben wir uns zurück ins Hostel wo wir uns vier Folgen der zweiten Staffel von den Ringen der Macht gönnen. 🤗


Neuer Tag, neues Glück. Äh, oder auch nicht. Es regnet, den ganzen Tag. So ist das manchmal in der Regenzeit. Bisher hatten wir mit dem Wetter ausgesprochen viel Glück. Wir verbringen den Tag auf dem Zimmer und verlassen es erst zum Abendessen. Außerdem gehen wir noch einkaufen bevor es früh ins Bett geht.
Die kurze Nacht ist bereits gegen 04:30 Uhr zu Ende. Der Wecker holt uns aus einem recht unruhigen Schlaf. Wir sind immer noch aufgeregt, wenn wir eine Landesgrenze überqueren. Zumal wir einiges über die laotischen Grenzbeamten gelesen haben. Bereits gestern Abend haben wir unser Gepäck vorbereitet, so sind wir heute schnell fertig. Die Küche des Hostels ist bereits geöffnet und wir können uns noch zwei fette Scheiben Toast schmieren. Im nächsten Moment ist auch schon der Fahrer für die erste Etappe da. Wir laden unsere Rucksäcke in einen Geländewagen, dann holen wir in der Nachbarschaft noch Holly und Michaela ab. Die beiden Irländerinnen hatten eigentlich einen Zug nach Luang Prabang gebucht. Da die Straßen zum Bahnhof überflutet sind, wurden sie gestern Abend kurzfristig auf das Slowboat umgebucht.
Etwa 90 Minuten fahren wir durch den frühen Morgen. Es regnet teilweise stark aber die Straßen sind leer und auf unserem Weg nicht überschwemmt. Als wir die urbanen Gegenden verlassen und links und rechts von der Straße den Blick schweifen lassen, sehen wir riesige Felder die tief unter Wasser stehen. Flüsse lassen sich in der geschlossenen Spiegelfläche nur noch erkennen weil die Straße zur Brücke wird. Um kurz vor sieben erreichen wir die thailändische Grenze. Unser Fahrer erklärt uns noch, dass wir nach der Passkontrolle ein kostenloses Busticket für die Überquerung der Freundschaftsbrücke bekommen und auf der laotischen Seite ein Fahrer wartet, der uns zum Pier bringt. Um 10 solle dann das Boot ablegen. Dann verschwindet er. Wüssten wir nicht, dass bisher immer alle Transporte zuverlässig waren und wir unser Ziel immer erreicht haben, könnte man jetzt schon mal leicht nervös werden. Klappt alles? Wir haben weder ein Ticket für das Slowboat, noch einen Ansprechpartner oder sonstiges. 🤨


Da die Grenze noch nicht geöffnet ist, warten wir noch etwa 20 Minuten bis es weiter geht. Check-Out aus Thailand wie immer einfach. Bustickets erhalten wir wie versprochen. Wir wechseln noch die übrigen Thaibaht in laotische Kip und nehmen dann im Wartebereich Platz. Wir werden zwar nicht informiert, aber der Grenzbus macht bis 08:00 Uhr keine Anstalten loszufahren. Dann geht es ganz schnell, Gepäck verstauen, einsteigen und auf den abgenutzten Sitzen Platz nehmen. Erinnert etwas an einen Gefangenentransport, es gibt eine vergitterte Tür die uns vom Fahrerhaus trennt 😅 Die Fahrt über die etwa 480m lange Friedensbrücke zwischen Thailand und Laos dauert nicht lang. Wir wechseln von Links- auf Rechtsverkehr. Erst 2013 wurde die Brücke eröffnet, interessant ist, dass die Baukosten zur Hälfte von Thailand und China (🧐) getragen wurden.
Der Bus hält, wir schultern unsere Rucksäcke und werden dann zur Laos Immigration gelenkt. Jetzt heißt es erst einmal: Papierkram. Wir füllen eine Ankunftskarte und einen Zettel aus, der im Prinzip noch einmal die gleichen Angaben fordert. Wir stutzen gewaltig an der Stelle wo wir nach unserer Rasse gefragt werden. Wir gucken uns überfordert um. Was erwarten die denn da jetzt von uns? Glücklicherweise sind die vier Österreicher neben uns über die selbe Frage gestolpert. Allerdings fragen diese gackernd bei einem Einheimischen nach. „Na ihr seid natürlich Weiß“ „Haha, na klar und was bist du?“ „Na ich bin Gelb.“ Mittlerweile rollen die vier beinahe auf dem Boden. „Haha nie im Leben bist du Gelb.“ „Doch, das ist mein Gelb!“ Wir sind weiterhin äußerst irritiert und tragen beschämt „weiß“ ein. Außerdem fischen wir ein Passfoto aus dem Portemonnaie. Alles zusammen geben wir mit unserem Reisepass und 40Baht Bestechungsgeld beim Grenzbeamten ab. Wer kein Passfoto hat zahlt 80Baht 😋
Dann geht es weiter zu Fenster Zwei. Das Visa kostet 40$. Wir haben die letzten zwei Tage damit verbracht unsere eigentlich einwandfreien 20$-Scheine in einen perfekten Zustand zu bringen. Keine Knicke, keine Falten, keine Eselsohren, werden geduldet. Wir sammeln die Scheine aus einem Buch und hoffen, dass sie gleich akzeptiert werden. Wir erhalten an Fenster Zwei unsere Reisepässe und eine Quittung. Zwischenzeitlich hatte sich bei uns jemand als unser Fahrer vorgestellt. Dieser nimmt uns jetzt die Quittungen und das Geld ab… 🤔 Wir fragen nicht nach, gehen aber davon aus, dass es besser ist, wenn er bezahlen geht. Außerdem tragen wir uns in eine Liste für die Fahrt mit dem Slowboat ein. Keine Ahnung wie es sein kann, dass so viele Menschen im Grenzbereich rumlaufen können, die nichts mit dem VISA-Prozess zu tun haben 🤷♀️


Vor dem Verlassen des Gebäudes müssen wir noch einmal durch die Passkontrolle und dann machen wir die ersten Schritte auf laotischem Boden. Check! 🥳 Wir nehmen mit Holly und Michaela auf der Ladefläche eines Minitransporters platz. Wir freuen uns, dass doch alles relativ einfach war. Die Sorgen die wir uns im Vorfeld gemacht haben waren wieder einmal völlig unbegründet. Nächster Halt: Pier. Gut, einen Pier gibt es nicht. Das Wasser des Mekong steht hoch und es stehen einige Boote im Dickicht des Ufers. Wir werden in einem Café platziert, wo wir noch einige Zeit warten. Hier erhalten wir auch endlich die Tickets für die Bootsfahrt. Nach und nach kommen immer mehr Rucksacktouristen im Hafen an. Es wird etwas wuselig und erst als die allermeisten bereits auf dem Boot sind, werden auch wir aufgefordert einzusteigen. Theoretisch gibt es feste Sitzplätze weswegen wir uns keine Sorge darum gemacht haben. Jetzt waten wir erst einmal knöcheltief durch den Mekong bis wir den improvisierten, recht rutschigen Gangway erreichen. Wir schaffen es aufs Boot ohne auszurutschen und samt Backpacks im Mekong zu landen.
Die Sitzplätze sind bereits fast komplett besetzt, auf unseren Plätzen haben sich bereits andere breit gemacht. Wir fragen gar nicht nach, sondern folgen den Weisungen einer Frau die zum Schiff gehört und gehen bis nach ganz hinten durch. Die Rucksäcke kommen auf einen Haufen zu den anderen und dann geht es an dem mächtigen Schiffsmotor, an den Toiletten, der Küche und dem Schlaf bzw. Wohnzimmer vorbei, ins Heck des Schiffes. Ja, richtig. Die Schiffe dienen den Besitzern ab abends als Wohnung. Mit mindestens sechs Leuten wird hier gelebt und tagsüber gearbeitet. Ein französisches Pärchen sitzt bereits auf einer Holzbank, ansonsten sind nur ein paar Einheimische zu sehen. Für uns ist mehr als genug Platz.
Fast pünktlich schüttelt sich der Motor und startet. Geschickt manövriert der Captain das lange Schiffe von der Anlegestelle auf den Fluss, nächster Halt: Pak Beng. Denkste; Wir eiern um Inseln aus Plastikmüll und Treibgut herum und halten jede halbe Stunde an, um jemanden oder etwas auf- bzw. abzuladen. Dazu reduzieren wir entweder die Geschwindigkeit, sodass kleine Schnellboote an uns heranfahren können oder wir kehren in Richtung Flussaufwärts und halten an improvisierten Anlegestellen oder anderen Schiffen an.
Das Hochwasser spült nicht nur Müll von den Ufern, es nimmt auch ganze Holzstämme mit oder lässt ufernahe Bäume umfallen. Diese treiben auf dem Wasser und werden neben dem ganzen Schrott zu gefährlichen Hindernissen. Bei einer der Wendeaktion meint Christian noch: „Woa, da kommt ein großer“, als es im nächsten Moment heftig knallt und der Motor verreckt. Zwei Mal wird der Motor wieder angelassen, um im gleichen Moment wieder auszugehen… Manövrierunfähig treiben wir langsam aber sicher Richtung Ufer. Zugegeben, im ersten Augenblick war das ganz lustig. Aber wenn dann die Besatzung anfängt hektisch hin und her zu laufen, dann wird man doch recht nervös. Vor uns wird eine Luke im Boden des Schiffs geöffnet. Wir sehen wie der Baumstamm zwischen Ruder und Schiffsschraube klemmt. Ein junger Mann klettert runter, gibt das Kommando das Ruder in die entgegengesetzte Richtung einzuschlagen und beginnt dann damit, den Baumstamm kickend von der Schiffsschraube zu entfernen. Stück für Stück löst sich das Problem. Wir jubeln und applaudieren als der Baumstamm langsam davon treibt und die Schiffsschraube wieder frei dreht.
Die Fahrt wird mit erhöhter Vorsicht fortgesetzt. Wenn man den Müll ausklammert ist die Umgebung wirklich beeindruckend schön. Wir treffen vor der Abenddämmerung an unserem Etappenziel in Pak Beng ein. Vom Fluss sehen wir bereits einige Gebäude die bis zum Dach im Flusswasser stehen. Das scheint auch für die Einheimischen eine besondere Situation zu sein. Auf der einen Seite findet der Nachtmarkt „normal“ statt, auf der anderen Seite machen sie Bilder und Videos vom Wasser und den Gebäuden. Wir verlassen das Boot über die Decks weiterer Schiffe die bereits am Anlieger ruhen. Über ein Holzbrett geht es ans sichere Land. Okay, sicher ist relativ. Die recht steile Straße ist aufgrund von Landabgängen Zentimetertief von rutschigen Schlamm bedeckt. Wir schlittern vorsichtig ins Tal und laufen dann durch das kleine Dörfchen zu unserer Unterkunft. 13EUR haben wir hier für ein kleines Zimmer mit Klimaanlage gezahlt. Nach der freundlichen Begrüßung kühlen wir uns bei einer Dusche ab, bevor wir durch die schmale Straße zum „Supermarkt“ (Bretterverschlag) schlendern. Drinks und Snacks für morgen. Erst im Zimmer stellen wir fest, dass die traumhaften Schokocookies bereits 2018 abgelaufen sind… Wir hatten schon ein merkwürdiges Gefühl als wir den Staub auf der Verpackung entdeckt hatten. Egal, jetzt erst einmal Abendessen.



Der Donnerstag beginnt mit einem leckeren Pfannkuchen auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Das Café gehört zum Hotel. Für uns wird extra ein neuer Tisch aufgebaut 😆 Während wir warten greifen wir Gesprächsfetzen von anderen Reisenden auf: „Die mussten in der Nacht das Hotel wechseln, weil das Wasser kam.“ „Es könnte sein, dass die Schiffe heute nicht fahren weil die Strömung zu stark ist.“ „Ich habe gestern wohl echt einen zu viel gehabt.“
Wenigstens zwei der Nachrichten interessieren uns schon😏, geht es heute weiter? Wie sieht die Situation am Fluss aus? Wir bedanken uns für das leckere Frühstück, zahlen auch noch für zwei Sandwiches die uns für unterwegs gemacht wurden und schultern dann unser Gepäck. Bereits auf dem Weg zum Hafen können wir sehen, dass das Wasser ein ganzes Stück höher steht als gestern. Und dann erkennen wir, dass die Straße die wir gestern noch laufen konnten, heute unter Wasser liegt. Krass. Pfiffige Einheimische bringen die Touristen mit kleinen Kanus über die übergroße Pfütze und verlangen dann ein kleines Trinkgeld. Die Nussschale ist eine wackelige Angelegenheit, aber wir sind immerhin trocken geblieben.




Wir erreichen das Slowboat und ja, wir werden wohl auch ablegen. Super. Holly und Michaela grüßen uns freundlich, ihre Nacht war nicht so gut aber auch sie freuen sich, dass es weiter geht. Das Schiff ist ein anderes als gestern, statt der Holzbänke und Tische gibt es jetzt ausrangierte Sitzbänke aus Minivans. Wir entscheiden, uns wieder in das Heck des Schiffes zu verziehen. Dort treffen wir auch wieder auf das französische Pärchen von gestern. Leider gibt es nicht so einen tollen Sitzbereich im Freien, stattdessen nehmen wir auf feuchten und durchgesessenen Sitzbänken im Wohn-/Schlafzimmer des Bootes platz.
Ein wenig später geht die wilde Fahrt über den Mekong weiter. Wir sitzen deutlich näher am Motor, von Schallisolierung keine Spur. Als stünde er direkt neben uns, dröhnt und stinkt er uns zu. Nachdem Kopfhörer und Fahrtwind nur wenig Abhilfe schaffen konnten, hat Christian nach einiger Zeit die glorreiche Idee, die Sitzbänke in die Außenküche des Slowboats zu stellen. Weiter weg vom Motor und an der frischen Luft. So lässt sich die Fahrt durch die atemberaubende Landschaft deutlich besser aushalten. Die Landschaft wechselt langsam von gleichmäßigen Bergen zu alleinstehenden Karststein-Formationen. Richtig schön anzusehen. Ansonsten verläuft die Fahrt ohne weitere Zwischenfälle.
Zur Halbzeit des zweiten Tages sind wir vom Lärm und den unbequemen Sitzen bedient. Wir freuen uns als wir am Slowboat Hafen von Luang Prabang anlegen. Äh aber wo ist denn die Stadt? Ein kurzer Blick in die Karte zeigt, dass ist noch ein ganzes Stückchen 🫣 Aber kein Problem es stehen einige TukTuks bereit und Tickets für den Transport in die City können wir auch direkt hier kaufen. Was ein Zufall. Wir haben Mühe unsere Rucksäcke beisammen zu halten während wir über die schlechten Straßen Richtung Innenstadt hoppeln. Wir werden am Nachtmarkt rausgelassen und haben nur noch einen Fußweg von ein paar Minuten vor uns. Nach der langen Zeit auf dem Boot kommt uns das sehr gelegen und wir lehnen die Taxi angebote dankend ab. Außerdem haben wir so die Möglichkeit schon einmal nach Abendessen Ausschau zu halten 😉
Zuvor checken wir erst einmal im Hotel ein. Wir werden freundlich empfangen und gebeten unsere Buchung zu stornieren. Etwas irritiert gehen wir davon aus, dass wir uns missverstehen. Also noch mal nachfragen. Nee, wir bekommen angeblich ein kostenloses Upgrade und möchten doch bitte die Buchung stornieren, der Preis bleibe 100% gleich. Gut, wir stornieren die Buchung und ziehen in ein Zimmer mit Balkon ein. Wir gehen davon aus, dass das Hotel somit die Gebühren bei Booking umgeht und damit eine Mark mehr verdient. Soll uns recht sein.
Wir legen uns ab, machen uns kurz ein bisschen frisch und dann auf zum Nachtmarkt. Dieser besteht aus einem Foodcourt und einer Art Flohmarkt auf dem es allerlei Souvenirs und Krams gibt.
Als uns der Markt auf der anderen Seite wieder ausspuckt landen wir in einem tollen Restaurant, das Gönnen wir uns heute 😁 Im Yuni Youpon gibt es Gerichte aus der ganzen Welt. Wir bestellen eine Mezze Platter (Falafelplatte mit allerlei Dips) und einen Falafelburger. Lecker 🤤 Auf dem Foodcourt finden wir dann noch einen kleinen Nachtisch, Waffelfisch mit Pandanleaf Füllung. Ab ins Bett 😴


Nach dem Frühstück im Hotel kümmern wir uns erst um einen Wäscheservice, drei Häuser weiter werden wir fündig. Das war bisher überall äußerst einfach. Danach machen wir uns zu einer Erkundungstour auf. Entlang des Mekong folgen wir der Promenade um die Innenstadt herum. Die zur Hauptsaison vermutlich vollen Terrassen am Wasser stehen aktuell alle unter Wasser. Die Tische und Stühle stapeln sich auf dem höher gelegenem Gehweg. Hier und da werden wir auf Touren, Taxis oder Schiffsfahrten angesprochen. Heute lehnen wir alles ab und setzen unsere Tour zu Fuß fort. Die Gebäude in dem Teil der Stadt sehen aus, als wären sie direkt aus einem verschlafenen französischen Dorf eingeflogen. Das liegt daran, dass der französische Einfluss bis 1954 sehr stark war. Die Kolonialmacht hatte Luang Prabang als Protektorat ihrer Kolonie erklärt. Wir schlendern weiter und versuchen der Sonne so gut es geht zu entfliehen. Der Fluss zu unserer linken ist mittlerweile nicht mehr der Mekong sondern der Nam Khan, ein Nebenfluss der über 4300 Kilometer langen Mutter aller Flüsse.


Am C’est La Vie, einem süßen Café mit Flussblick, halten wir für eine kleine Pause. Zurück in der Stadt besorgen wir uns eine SIM-Karte und erledigen ein paar Einkäufe. Am Abend zieht es uns in eine Nebenstraße des Nachtmarkts. An einem Stand gibt es ein Streetfood-Buffet. für etwa zwei Euro können wir uns den Teller mit vegetarischen Köstlichkeiten vollschlagen. Im Anschluss noch einen Frischgepressten Fruchtsaft für den nach Hause Weg – sehr nice.
Das Samstagsfrühstück erweitern wir um zwei Croissants. Frisches Gebäck gibt es hier, im Gegensatz zu den Städten der Vergangenheit, an jeder Ecke. Im Anschluss ist es Zeit für etwas Sightseeing. Am Nationalmuseum angekommen stellen wir fest, dass dieses samstags leider geschlossen hat 😐 Dann eben erst einmal Kaffee und Kuchen. Im DaDa Café wird Kaffee aus eigenem Anbau und eigener Röstung angeboten. Außerdem gibt es leckeren Kuchen. Wir bestaunen einen großen Cold Brew Drip Tower und kommen mit dem Besitzer ins Gespräch. Das Prinzip; über eine Dauer von sechs bis neun Stunden tropft Tröpfchen für Tröpfchen kaltes Wasser auf gemahlenen Kaffee. In einem Auffangbehälter sammelt sich dann nach und nach ein starker, aber sanfter Kaffee. Für solche Spielereien können wir uns gut begeistern, dass merkt auch der Chefbarista und bietet uns eine Kostprobe an. Wir teilen mit dem Nachbartisch und sind wirklich begeistert. 🫶


Jetzt aber los, der Berg ruft 😄 Naja, im Stadtzentrum liegt der sogenannte Phousi Hill. Der einzige Berg in der Stadt ist gerade einmal 100m hoch. Auf dem Hügel befinden sich gleich zwei buddhistische Tempel, der Wat Tham Phou Si und der Wat Chom Si. Etwas schwierig die beiden auseinander zu halten, da die Tempelanlagen sich über den kompletten Aufstieg verteilen. Wir begegnen den typischen Wochentagsbuddha’s und erforschen einen Schrein der sich in einer Karststeinhöhle versteckt. Auf dem Gipfel erwartet uns dann eine vergoldete Stupa des Wat Chom Si und eine unschöne Überraschung. Auf einem kleinen Tisch vermuten wir erst Küken in kleinen Bambus Gefängnissen. Tatsächlich finden wir je zwei Spatzen, eingesperrt und zum Verkauf angeboten. Der laotischen Tradition nach bringe es Glück einem Vogel die Freiheit zu schenken. Wir zweifeln stark, dass das auch für zuvor eingefangene Vögel gilt. Vor allem aber macht uns der Anblick fürchterlich traurig und wütend. Wie ist das mit dem Buddhismus an diesem Ort vereinbar? Wir finden keine Antwort darauf und verlassen geknickt die Tempelanlage.
Bald ist es schon Zeit für Abendessen. Wir wollen heute auf dem Foodcourt essen. Es gibt eine riesige Auswahl und es fällt etwas schwer eine Entscheidung zu treffen. Am Ende gibt es eine leckere Kraftsuppe mit Nudeln, gebratene Glasnudeln mit Gemüse und zum Nachtisch einen Roti mit Nutella. Yummie.
Am Sonntag ziehen wir uns zum Arbeiten ins Zimmer zurück. Wir haben unseren Aufenthalt hier zwei Nächte verlängert da wir das Gefühl haben, hier noch einiges erleben zu können. Nachdem wir uns eine Mittagspause gegönnt haben telefonieren wir kurz mit Alex und Ari aus der Heimat. Warum wird es denn schon dunkel draußen? Äh ja, so schnell vergeht der Tag 😄 Wir essen noch in einem kleinen laotischen Restaurant, werden für fünf Euro sitt und satt, dann brechen wir den Arbeitstag ab. Wochenbericht gibt es für euch also erst morgen 🙃
Liebe Grüße und
Stroll On
Christian & Jana































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