14.10. – 20.10.2024
„Was uns stärkt in harten Zeiten, sind Erfahrungen, die mit einem freudigen Herzschlag erlebt wurden. Bilder, die wie Polaroid auf unserer Netzhaut fixiert sind und für immer ein Lächeln auf unser Gesicht zaubern.“
Jana Reuter
Nach der Party, ist vor der Party? Der gestrige Abend war ein schöner Start in die gemeinsame Reise. Seit Monaten freuen wir uns auf den Besuch unserer Freunde und für diese Zeit haben wir uns vorgenommen nicht auf das Geld zu achten und alles mitzunehmen. Wir machen quasi Urlaub vom Reisen.
Wir haben uns gemeinschaftlich dazu entschlossen, die Reise durch Vietnam in Hoi An zu starten und dann gen Hanoi zurück zu reisen, da von hieraus der Flieger für die drei zurück geht. Die drei, dass sind Emma, Daniel und KC (Karl-Christian). Unser erster Weg führt uns daher mit dem Schlafbus direkt nach Hoi An. Um 11 Uhr verlassen wir unsere Unterkunft. Wir überbrücken die Zeit bis zum Abend traditionsgemäß in einem Café. Wir spielen stundenlang Skipbo und trinken Kokos-Kaffee. Das ist zu Eis gemixte aufgetürmte Kokosmilch mit Kaffee. Eine Stunde vor Abfahrt kaufen wir noch allerlei Snacks für die lange Busfahrt. 16 Stunden werden wir insgesamt unterwegs sein. Gegen 17Uhr startet der Schlafbus. Jeder hat eine fette Kabine für sich. Wir halten oft an, um noch weitere Pakete oder Passagiere einzuladen. Mittlerweile sind wir so voll geladen, dass die Pakete in den eh schon schmalen Mittelgang gestellt werden. Die Mitarbeiter heben den gepolsterten Mittelgangteppich an und packen die Pakete darunter. Kein Plan warum, doch sie haben dadurch für uns eine Art Spieltisch gebaut.



Vor dem Schlafen spielen wir zwei wacklige Runden Skipbo. Wobei Emma und Christian sich in den engen Gang quetschen, um nicht hin und her geschleudert zu werden🫨. Bei jeder Kurve schnellen unsere Hände nach vorn, um alle Karten an Ort und Stelle zu halten. Wenn wir nicht zackig genug sind, oder scharf gebremst wird, versuchen wir das Spiel zu rekonstruieren. Wir nennen es Bus-Skipbo-Curve-Extrem. Wir erhaschen einige lächelnde Blicke von anderen Passagieren. Gegen 22:30Uhr wollen wir die anderen Gäste auch schlafen lassen und taumeln nach der letzten Pause des Busses in unsere Kojen. Nächster Halt Hoi An.
Pünktlich um 9:30Uhr werden wir in Hoi An aus den Bus gelassen. Etwas unausgeruht schleppen wir uns in ein Café. Wir brauchen Kaffee und Frühstück. Da wir alle Lust auf Meer hatten, haben wir uns eine Villa inklusive Küche und Pool direkt am Hiddenbeach gegönnt. Wir sind gespannt. Der Preis für eine Villa mit drei Zimmern und einigen anderen Annehmlichkeiten ist mit knapp 100EUR die Nacht unschlagbar. Zitat Daniel: „Wo ist der Haken?“ Um das herauszufinden organisieren wir uns ein Taxi zur Villa. Wir können zwar erst in drei Stunden in die Villa, aber am Strand warten ist irgendwie anziehender, als in einem Café.
David, der Manager der zwei Villen, begrüßt uns. Er erklärt uns alles zur Villa, z.B. dass der Kühlschrank in der Küche immer neu gefüllt wird (Bier, Wasser, Bier und Bier 🤣), dass wir Roller und Touren über ihn buchen können usw. Wir fühlen uns willkommen. Die Backpacks dürfen wir abstellen, während wir am Strand warten, bis die Villa bezugsbereit ist. Badesachen rauskramen? Nee. Der Strand ruft und es juckt uns in den Schwimmflossen. Wir wollen ins Wasser. Barfuß laufen wir wenige Meter, vorbei an zwei kleinen Restaurants, zum Hiddenbeach. Dieser erstreckt sich mit seinem weißen Sand endlos nach links und rechts. Vor uns das blaue Südchinesicher Meer und eine Insel. „Wo ist der Haken?“ Die Augen weiten sich, das Herz öffnet sich: Wow, ist das schön hier. Emma und Jana zögern keine Sekunde, schmeißen alles von sich und hüpfen in Unterwäsche in die Fluten. Millisekunden später sind auch die Jungs drin. Wir ordern Getränke, lümmeln uns in die Sonnenschirm geschützten Liegen und wechseln uns, mit baden und Taschen bewachen, ab. Die Aussicht lässt die Seele kribbeln. So kann es gern weitergehen.
Irgendwann schreibt uns David und wir ziehen in die Villa ein. Wie aufgescheuchte Bienen schwirren wir durchs Haus. Einfach jeder Bereich ist Luxus und gemütlich. Höflichkeit geht vor und daher stürmen wir nicht ferienlagermäßig in die Zimmer, um das Beste zu erhaschen. Letztendlich wurden alle Schlafvarianten durchgesprochen und die Zimmer aufgeteilt. Bevor wir Snacks und Frühstück organisieren, springen wir natürlich nochmal in den Pool. 😁



In Strandnähe ist Hoi An sehr verschlafen. Es gibt einige Restaurants, doch der große Boom bleibt noch aus. Daher stehen viele Komplexe noch im Rohbau und auch Supermärkte sind nicht zu finden. Wir finden einen kleinen Markt, der uns Snacks, Toastbrot und Käse bietet. Das morgige Frühstück ist gesichert. Jetzt brauchen wir nur noch Abendessen. Da bietet es sich an, das Restaurant neben der Villa auszutesten. Das Essen bei „Mutti“ schmeckt ausgezeichnet. Gerade die selbstgemachte Chillisoße hat es der Gruppe angetan 🌶️. Wir fragen, ob sie uns für zu Hause ein paar Gläser mit Chillisoße zubereiten kann. Morgen Abend dürfen wir sie abholen. ❤️ Bis tief in die Nacht spielen wir Skipbo und plantschen akrobatisch im Pool. Die Nacht ist klar und der fast Vollmond erhellt das Land. Was gibt es da besseres, als um Mitternacht ins Meer zu hüpfen? GAR NICHTS. Welle um Welle fühlen wir uns frei. „Wo ist der… Ach scheiß drauf, ist das schön.“

Am nächsten Morgen merken wir alle unseren Sonnenbrand. Daher kühlen wir uns direkt im Pool ab. Vorher zaubern Daniel und Christian uns noch ein leckeres Frühstück aus Toast überbacken mit Käse aus der Heißluftfritteuse und Früchten vom Vermieter. Zusammen mit frischem Kaffee ein Weltklasse Auftakt in den Tag. Dann ist Pooltime bis 13Uhr. Dann haben wir genug vom Pool und wechseln ins Meer. 🤣 In der Villa haben wir ein Standup-Board. Die waghalsigen Surfversuche im Pool wollen wir nun mit Wellen im Meer ausprobieren. Die ersten Anstrengungen zeigen, dass wir ein richtiges Surfbrett brauchen. Jana und Emma leihen sich eines für zwei Stunden. Doch der Wind und das Meer haben anderen Pläne. Wellen Ade. Wir lassen uns nicht aufhalten und nutzen die zwei Stunden, um die Boards und unsere nicht vorhandenen Surfskills auszutesten. Der Tag am Meer vergeht und unsere Mägen schreien nach Futter. Heute ist Vollmond und das bekannte Lichterfest in der Altstadt von Hoi An. Das wollen wir uns anschauen und mit einem Boot im Lichtermeer über den Fluss gleiten.


Frisch geduscht hüpfen wir in ein Taxi und lassen uns in die Altstadt fahren. Das Abendessen verbringen wir in einem vegetarischen Restaurant. Das Essen ist köstlich und das V Café liegt direkt am Fluss. Frisch gestärkt suchen wir uns eine Bootstour. Am Fluss angekommen werden wir mit Angeboten überrannt. Von allen Seiten strömen Verkäufer zu uns und wir sind allesamt überfordert. Man sollte meinen, dass wir beide genug Erfahrung haben, um der Überrumplung zu entgehen, Nope. So landen wir alle in einem motorbetriebenen Boot, welches in die entgegengesetzte Richtung knattert, als von uns gewünscht. Der Bootsführer spricht kein Wort englisch. Zwanzig Minuten soll die Fahrt dauern laut Verkäuferin. Nach 5Minuten erhalten wir fünf Papierlampen inklusive Kerzen, die wir angezündet ins Wasser lassen. Wir haben nicht einmal Zeit, romantisch dahinzuschmelzen, während wir das Treiben unserer Kerzen beobachten. Der Kapitän dampft direkt wieder zurück. Wir machen das Beste draus und genießen den Mond. Auf den Hinweis, dass wir noch in die andere Richtung wollen und noch locker 13Minuten Zeit haben, reagiert er nicht. Das war ernüchternd und wieder fühlen wir uns abgezockt und ausgenutzt. 😩



Wir wollen uns davon nicht frustrieren lassen und folgen den Lichtern auf dem Fluss bis zu einer hellerleuchteten Brücke. Hier finden wir auch die richtigen Ruderboote, die seicht durchs Wasser gleiten. Die Jungs organisieren Getränke und wir setzen uns auf die Mauer des Flusses und beobachten das Treiben, Reden, Lachen und machen Blödsinn. Christian hat mit seinen Füßen eine Wasserhyazinthe eingefangen und nutzt diese als Kescher für die herumtreibenden Laternen. Ein Blickfang für alle, bis die Masse an Kerzen für ein kurzzeitiges Lagerfeuer sorgt und dieses Projekt unter Ablage „Huch“ abgelegt wird. Wir ziehen weiter zum Nachtmarkt und werden auf dem Weg dahin öfter angesprochen, ob wir in eine Bar bzw. Club wollen. Eine der Bars, die „Why Not“-Bar, ist hier stark vertreten. Alle fünf Meter werden uns Keta (Ketamin) und Big-Balloons (Lachgas) angeboten. Beides ist hier in Vietnam zwar verboten, doch kaufen könnten wir es hier überall. Zur Erklärung, Ketamin ist ein Narkose- bzw. Betäubungsmittel und die Big-Balloons sind mit Lachgas gefüllt, welches ebenfalls betäubt. Sie gelten als Partydroge. „Why not?“ hmmm…. Nee! Wir lehnen ab und holen uns lieber Rolleis auf dem Markt. In einer Bar mit Live-Musik lassen wir den Abend mit leckeren Cocktails und ZwiPo (Zwischenpommes) ausklingen. Wir holen noch abgefahrene Snacks, wie Broccoli-Ships und Mangostreifen, und fahren zurück in die Villa. Haben wir erwähnt, dass wir einen Pool haben? 😏








Am nächsten Morgen laufen wir über einen der schönsten Strände Wildbeach zu unserem Frühstückslokal. Unser Ziel für heute ist Da Nang und die berühmte Golden Bridge samt Ba Na Hills. Als unser Taxi an den Ba Na Hills vorfährt fängt es in Fäden an zu regnen. Der daraus entstandene Nebel versperrt uns die Sicht auf den Berggipfel. Wir holen uns Tickets für die zweitlängste Seilbahn der Welt und ab geht die wilde Fahrt. Wir durchbrechen die Wolkendecke und haben beste Sicht auf den Berg vor uns und später von der Golden Bridge. Irgendwie cool, diese riesigen Steinhände. Die Ba Na Hills entpuppen sich als ein riesiger Freizeitpark. Wir entdecken gigantische Schlösser, die größtenteils leer stehen, Fressbuden und Kirmesspiele. Unser Favorit ist jedoch die atemberaubende Aussicht.

Auf dem Gelände besuchen wir einen Tempel samt Himmelstor, entdecken Hausgroße Steinfiguren die Schlösser tragen, ziehen vorbei an den Niederlanden, Frankreich und Deutschland, zu einem auf 1487 m hoch gelegenen japanischen Garten mit Pagode und einem Roboter, der die Glocke eines Tempels läutet. Nachdem Christian knapp einer angriffslustigen Gottesanbeterin entkommen ist, genehmigen wir uns zwei kostenlose Biere bei einem Oktoberfest-Imitat. Imitat trifft es ganz gut, denn das Bier ist grausig. Als das „Bierzelt“ schließt, beschließen wir die alpine Rodelbahn auszuprobieren. Über griechische Gärten gelangen wir zu einer Indoorkirmes inklusive Free-Fall-Tower. Der Ort ist beeindruckend und total surreal. Wir heizen die Rodelbahn runter. Während die Jungs je einen Schlitten haben, teilen sich Emma und Jana einen. Wer bremst verliert, ist das Motto der Abfahrt. Was ein Spaß. Gegen Abend lassen wir uns zurückbringen und verbringen die Nacht mit Skipbo, Pool und Meer. Der Badespaß um Mitternacht endet kurzzeitig in ein Desaster. KC verliert in den Fluten seine Brille. 🤓 Wir suchen alle in den Wellen, doch die Brille bleibt verloren. Erster Tagesordnungspunkt für Morgen ist daher Roller entgegennehmen und ab zum Optiker in der Altstadt.
Da wir heute viel vor haben, starten wir um 9Uhr mit leckerem überbackenen Chili-Käsetoast und Porridge für alle. Gegen 11Uhr nehmen wir die Honda Airblades entgegen. Aus Kostenspargründen und für den Fall, dass ein Gruppenmitglied, das Bikerdasein nicht gefällt, teilen wir beide uns einen Scooter. Es stellt sich heraus, dass unsere Gruppe aus talentierten Biker besteht. Wir cruisen in die Altstadt. KC hat zum Glück noch eine Sonnenbrille mit Stärke dabei. Der Optiker ist ein Volltreffer. Seine Augen werden vermessen und morgen vormittag können wir die neue Brille abholen. Wir sind gespannt. Emma und Daniel holen sich noch stylische Sonnenbrillen. Da heute unser letzter Tag hier ist und der Erste an dem wir mobil sind, wollen wir nach Da Nang zum Marble Mountain. Weit genug weg, um die Scooter auszufahren und sich im vietnamesischen Verkehr zurecht zu finden. Was sollen wir sagen? Das läuft und macht richtig Spaß. Wir sind ne richtige Moped-Gang.
In Da Nang genehmigen wir uns noch ein Erfrischungsgetränk bevor wir den Aufstieg auf den Marble-Mountain angehen. Hier an dem kleinen Café dürfen wir auch unsere Scooter kostenlos stehen lassen. Fünf Minuten später stehen wir vor dem Marmor-, Kalksteinmassiv. Es gibt theoretisch auch einen Fahrstuhl, doch das wäre ja langweilig. Wir quälen uns bei 32Grad lieber die Treppen hoch. Marble Mountain wird auch als „Berg der fünf Elemente“ bezeichnet, da es fünf bewaldete Felskegel aus Marmor gibt, die bis zu 100m hoch aus der Landschaft ragen. Die buddhistische Pilgerstätte verbirgt einige Tempel und kleine Höhlen, die es zu erkunden gilt. Auch das Himmelstor, der höchste Aussichtspunkt, lassen wir nicht aus. Wir klettern die ungleichmäßigen Stufen hinauf und genießen die Rundumsicht zum Strand und ins Inland. Stufe um Stufe entdecken wir die fünf Berge. Eigentlich soll es hier auch Affen geben, die verstecken sich leider vor uns. Bei einem Toilettengang gelingt es Christian doch noch einen Affen zu entdecken.






Wir entscheiden uns, den Sonnenuntergang auf der naheliegenden Landzunge und dem Monkeymountain zu verbringen. Wir cruisen die Strandpromenade entlang bis zur Tempelanlage der Lady Buddha Chua Linh Ung. Eine vielbesuchte Anlage mit einem Bonsaipark und einer 67m hohen weißen Statur der Lady Buddha, die über die Fischer und Da Nang wacht. Der Legende nach gab es seit Bau dieser keinen Tsunami oder Taifun mehr. Die goldene Stunde der Abendsonne macht uns klar, dass wir es nicht mehr bis Sonnenuntergang auf den Berg schaffen werden. Wir fahren noch ein Stück weiter hoch und lassen uns auf einem Berghang mit kleinen Stühlen, frischer Kokosnuss und dem Ausblick auf Da Nang nieder. Hier verweilen wir, bis es dunkel wird. Auf dem Rückweg Essen wir leckere Bowls und tauschen die Scooter. KC kann mit seiner Sonnenbrille nicht mehr viel sehen und darf als Sozio bei Christian mitfahren. Jana schnappt sich seinen Airblade. Die Bikergruppe der Lotusmafia aka Jana, Emma, Christian´s und Daniel, liefern sich unerbittliche Rennen. Wir kommen alle heil und glücklich in der Villa an. Der letzte Abend in Hoi An, morgen ziehen wir mit dem Zug weiter in den Nationalpark Phong Nha – Ke Bang. Was gibt es da schöneres als bei Mondlicht… Öhm, heute nicht. Es regnet. Wen stört`s? Niemanden. Dann halt Mitternachtbaden im Regen. Ein letztes Mal für diesen Urlaub genießen wir die Wellen des Südchinesischen Meeres vor Hoi An.



Es ist Samstag. Wow! Wie schnell kann eine Woche vergehen bitte? Bevor wir den Zug nehmen, müssen wir noch Sachen packen, bezahlen, Roller abgeben und vor allem die Brille für KC abholen. Also teilen wir uns auf. Alles läuft reibungslos und auch die Brille ist fertig. Grandios. Gegen 13Uhr erreichen wir den Bahnhof in Da Nang und um 14Uhr nehmen wir im ersten Abteil direkt am Bordrestaurant Platz. Es gibt wiedermal nichts vegetarisches im Restaurant. Für Getränke und eine Runde Skipbo reicht es aber. Unsere Unterkunft in Phong Nha-Ke Bang Nationalpark organisiert für uns einen Shuttleservice zu unserer Unterkunft. Wir haben ein Homestay mit Pool gebucht. Vom Bahnhof bis nach Phong Nha fahren wir noch eine Stunde. Gegen 19:30 Uhr kommen wir endlich an. Aus irgendeinem Grund wurden fünf Zimmer für uns reserviert. Ist zwar verlockend, mal drei Nächste ein Zimmer allein zu haben, doch kuscheln ist irgendwie schöner. Unsere Zimmer liegend direkt am Pool, dazu hat jedes Zimmer zwei Kingsizebetten. Vermutlich hätten zwei Zimmer gereicht 😅, doch die Unterkunft war wesentlich günstiger als die Letzte. Die sternenklare Nacht führt uns zum Fluss. Hier im Mondlicht können wir erahnen, wie die Landschaft im Nationalpark aussehen könnte. Wir freuen uns schon darauf, die Gegend im Tageslicht zur erkunden.


Kennt ihr das? Mit Hunger einkaufen gehen? Gleiches Prinzip, bei Bestellungen im Restaurant. Und auch noch ein indisches. Übertriebene Völlerei. Wir rollen ins Bett, während Emma, KC und Daniel sich noch einen Drink in der anliegenden Bee Bar gönnen.
Über unser Homestay haben wir für heute (Sonntag) fünf Roller organisiert. Die günstigsten, die wir je in Asien hatten. 130.000 Dong pro Roller umgerechnet 4,77EUR für 24h. Da gönnt sich auch Jana einen eigenen. Nach einer Poolsession und einem ausgiebigen Frühstück, wollen wir zur Paradies Höhle. Unser Wunsch wäre die größte Höhle der Welt, die Song-Doong-Höhle. Sie wurde erst 2009 erforscht. Da die Besucherzahl stark reglementiert ist, muss man die Tickets ein Jahr im Voraus buchen. Dazu geht die Tour 4-5 Tage und komplett durch die Höhle mit Zelten etc. Für circa 3.000 EUR pP. Für uns demnach unmöglich umzusetzen aktuell. Die Paradies-Höhle soll mindestens genauso schön sein. 😏 Der Weg ist das Ziel? Absolut. Die schmale Straße führt uns durch grün bewachsene Berge ins Hochland. Unter strahlend blauem Himmel gleiten wir Kurve um Kurve zum Ziel.



Mit 270.000 Dong (9,91 EUR) pP inkl. Parkplatz, Eintritt und Fahrt mit dem Elektrocar, ist die Paradies-Höhle etwas teurer, aber ehrlich gesagt, es lohnt sich. Zum Aufstieg werden wir mit dem besagten Elektrocar gefahren. Von hier müssen wir noch einige Meter auf den Berg laufen, bevor wir den Eingang der Höhle erreichen. Der kühle Wind, der uns aus der Höhle entgegen weht, ist wahrlich willkommen. Eine Holztreppe führt uns ins Innere und zum ersten großen Hohlraum der 31 km langen Trockenhöhle. Wir befinden uns in einer anderen Welt. Die kühle feuchte Luft, sowie die unzähligen Stalaktiten und Stalagmiten, lassen diesen Ort mystisch erscheinen. Wir laufen immer tiefer in die Höhle. Immer wieder denken wir, dass wir am Ende angelangt sind. Fehlanzeige. Der nächste große Hohlraum, wieder andere Farben und Spiegelungen. Definitiv die beeindruckendste Höhle, die wir je gesehen haben. Leider können unsere Bilder nicht annähernd wiedergeben, was wir erlebt haben.
Auf dem Rückweg genießen wir die warme Sommerluft im herbstlichen Vietnam und die hinreißende Landschaft mit den majestätisch begrünten Felsen und den unzähligen unterirdischen Flüssen, die hier und da ihren Weg ins Freie finden. Den Abend lassen wir in der Bee Bar ausklingen. Wir kickern, spielen Trinkspiele und versuchen uns als DJ. Wir verewigen uns an der Wand der Bar und üben den neu gelernten vietnamesischen Trinkspruch „Một! Hai! Ba! Dzô!“
(„1, 2, 3, Prost!“).



In diesem Sinne: Thả lỏng mà chơi (Relax and play).
Stroll on
Christian & Jana































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