Reisewoche #55

veröffentlicht von

am

20.01. – 26.01.2025

„Meer, Strand, Sonne und den ganzen Tag barfuß. Da kann die Seele atmen und still vor sich hin baumeln.“

Jana

Heute heißt es früh aufstehen, denn wir fliegen von Da Nang (Hoi An) auf die südliche Insel Phu Quoc. Gestern hatten wir schon alles gepackt. Die Kinder sind vermutlich die einzigen, die schon wach sind. Um 8:09 Uhr stürmen wir den Security Check, die Kleinste im Bunde voran. Der Flug ist entspannt. Wir haben je drei Sitze nebeneinander. Die Kinder dürfen beide am Fenster sitzen. Auch der Druckausgleich bei den kleinen funktioniert schon ganz gut. Die Ältere trinkt bei der Landung sehr viel, damit sie den Druckausgleich besser schafft. Trotz der Erklärung, dass sie dann vermutlich gleich dringend auf Toilette muss, zischt sie mal eben 300 ml weg. Oh, oh.

Jupp, Pippi! Jetzt! Sofort! Oh man. Kennt ihr das? Nichts geht mehr schnell genug, man hat das Gefühl alles läuft in Zeitlupe. Wir geben zu sechst alles, dass alle Flüssigkeiten im Körper bleiben. Es klappt, außer Angstschweiß, bleibt alles wo es ist.

Unsere Unterkunft, das Wildland Resort, liegt auf der ruhigen Ostseite der Insel. Wir haben einen Abholservice und werden direkt hingefahren. Unsere Bungalow sind direkt am Pool und nebeneinander. Kaum sind die Koffer abgestellt springt Christian mit einer fast perfekten Rolle in den Pool. Großartig erfrischend. Hier im Süden haben wir wieder 30 Grad. Wir entspannen am Meer, welches zwanzig Schritte entfernt ist. Als wir Hunger bekommen, holen wir uns gebratenen Reis in hauseigenen Restaurant. Das machen wir auch nur einmal. Echt nicht lecker. Hoffentlich ist das Frühstück besser.

Kaum spielen die Kinder im Sand, gesellt sich eine schwarze Hündin zu uns. Sie ist kinderlieb und freundlich. Wir taufen sie „Mia“. Den Rest des Tages chillen wir im Resort.

Wir schlafen aus. Bis genau 7:45 Uhr. Kay und die Kleinen sind schon seit einer Stunde wach. Das Frühstücksbuffet ist zum Glück ganz ok. Den Rest des Tages verbringen wir entspannt mit planschen, abwechselnd im Meer und Pool. Gegen Abend leihen wir uns zwei Scooter, da wir in die Stadt im Westen der Insel wollen. Jedes Pärchen bekommt ein Kind. Obwohl es erst ungewohnt ist, funktioniert es erstaunlich gut und auch die Kleinen machen wunderbar mit. Die Jüngste schläft nach fünf Minuten direkt ein.

Wir haben uns ein veganes Restaurant rausgesucht. Das Nha Hang Chay entpuppt sich als Weltklasse. Gesättigt rollen wir noch über den Nachtmarkt, dann wird es quengelig, die Kinder sind müde. Ab ins Resort. Drei der Erwachsenen quatschen noch ein wenig auf der Terrasse.

Am nächsten Morgen versucht sich Kay als Poolboy. Auch Christian packt mit an, zur Belohnung bekommen sie je eine Dose Bier und denken über neue Karrieremöglichkeiten nach. Abends besuchen wir ein benachbartes Resort, mit besserer Küche.

Es ist Donnerstag und wir wollen zur Sunworld Seilbahn und dem dazugehörigen Wasserpark. Da wir aktuell mit den Kindern aufstehen, haben wir uns an 7 Uhr morgens gewöhnt. Die Seilbahn liegt ganz im Süden der Insel und führt über drei kleinere zur vierten Insel, wo sich der Wasserpark befindet. Die Gegend erinnert uns an die Halong Bay. Eine, an Italien angelehnte Geisterstadt. Furchtbar. Die Tickets kosten pro Erwachsenen 25 EUR. Seilbahn und Eintritt für den Park. Auch die Eingangshalle weckt Erinnerungen bei uns beiden. Wir denken an die BaNa-Hills in Da Nang. Gleiches Prinzip. Nach Fünfunddreißig Minuten anstehen, können wir endlich in die Seilbahn. Die lohnt sich wirklich. Sie ist ganze 7.899 m lang und somit die längste Drei-Seil-Seilbahn der Welt.  Der Ausblick ist atemberaubend.

Im Park kippt dann die Stimmung ein bisschen. Wir beide geben uns Mühe, diese wieder aufzuhellen und spielen mit den Kids oder rutschen abwechselnd. Mittags gibt es eine leckere Pizza und ein paar Wedges zur Stärkung, dann geht es zum Rutschen-Endspurt. Christian traut sich in eine Fallklappen Rutsche die mit einem freien Fall beginnt. Gegen 17 Uhr nehmen wir die vorletzte Bahn und müssen eine geschlagene Stunde anstehen. Abendessen gibt es in einem Familienunternehmen mit vegetarischem Buffet. Nun aber schnell zurück, da gibt es zwei, die müde werden.

Am heutigen Freitag wollen wir nicht los. Wir bleiben an unserem kleinen Privatstrand. Stets an unserer Seite ist Mia. Wir bauen Sandburgen und fahren Kanu, wo wir auch rote Seesterne entdecken. Abends zieht es uns dann doch noch in die Stadt. Es ruft uns eine Massage und die Kids bekommen die Fingernägel lackiert. Yeah Massage. Auch Christian probiert es wieder. Seine letzte Erfahrung in Hanoi war furchtbar. Dieses Mal ist es wieder deutlich besser.

Am nächsten Tag wollen wir zum berühmt berüchtigten Starfish Beach und uns rote Seesterne anschauen. Die Fahrt dahin dauert eine geschlagene Stunde in brütender Hitze. Der Strand erweist sich als echte Touristenfalle. Eigentlich ist auch kein Strand sichtbar. Alles ist zugebaut. Als wir in die Straße reinfahren, fahren uns gleich zwei Einheimische hinter her und bombardieren uns mit ihrem Angebot an Essen oder Bootstouren zur Seesternsandbank. Später erfahren wir, dass die Seesterne überall um die Insel verteilt im Meer und an Stränden zu finden sind. Sie werden dort eingesammelt und an diesem hier „abgelegt“. Hunger haben wir trotzdem, also setzen wir uns in eines der vielen Restaurants direkt auf dem Meer. Hier gibt es auch Seesterne.

Gestärkt, aber nicht befriedigt, wollen wir zu einem richtigen Sandstrand und entscheiden uns für den Ong Long Beach. Wir legen unsere Sachen ab und toben in den Wellen. So frei und entspannt, das tut richtig gut.

Abends essen wir lecker bei TinTin, ein sympathischer vegetarischer Vietnamese, der Käse liebt. Großartig. Auf dem Rückweg fahren wir an unzähligen Blumenständen vorbei, die extra für das TET-Neujahrsfest Chrysanthemen-Sträucher in gelb und orange anbieten. Wirklich jedes Haus und jedes Geschäft, hat diese Blumentöpfe vor der Tür stehen.

Während wir uns am heutigen Sonntag entspannen wollen, kommt einer der Angestellt aus dem Resort zu uns und sagt, dass sie gerade traditionell vietnamesischen Reiskuchen als Gabe für das Neujahrsfest zubereiten. Wir dürfen gern helfen und lernen. Da sind wir doch gern dabei. Die Reiskuchen sind nicht wirklich Kuchen. Sie bestehen aus Reis, Mungobohnen, Rindfleischstreifen, geschichtet und eingewickelt in vier Bananenblätter. Um perfekte viereckige Päckchen herzustellen nehmen wir ein Holzgestell. Alle packen mit an. Wir sitzen auf dem Boden und basteln die grünen Fresspakete. Das macht Spaß. Verschnürt werden sie mit Naturfasern. Die Päckchen legen wir in einen übergroßen Topf. Am Strand wird ein Feuer entfacht und der Topf köchelt jetzt zwölf Stunden vor sich hin. Das war eine schöne Abwechslung zum Strandalltag.

Ein weiterer schöner Tag im Paradies neigt sich dem Ende.

Stroll On

Christian & Jana

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Eine Antwort zu „Reisewoche #55”.

  1. Avatar von Chaos-Queen
    Chaos-Queen

    …#55… Wahnsinn, wie die Zeit vergeht…

    War wieder sehr schön zu lesen… und wieder tolle Fotos… den Schnappschuss von Jana in der runden „Schaukel“ finde klasse… 😃

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